Wurmkur für die Katze: Kosten Entwurmung bei der Katze: Was zahlen Sie für diese Behandlung?

  • Wie stecken sich Katzen an?
  • Wie hoch sind die Tierarztkosten?
  • Krankheitsmerkmale & Behandlung
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Jenny Gebel - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Gleich ins Thema Wurmkur für die Katze & Kosten einsteigen – Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zum Thema Wurmkur bei einer Katze

Viele Katzenbesitzer:innen meinen, Wurmbefall betrifft nur Freigänger-Katzen. Weit gefehlt. In einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover waren 20 Prozent der Samtpfoten, die von Spulwürmern befallen waren, reine Wohnungskatzen.

Die schnelle Behandlung mit einer Wurmkur trägt nicht nur zum Wohlbefinden Ihrer Katze bei. Sie schützen damit auch Ihre eigene Gesundheit. Denn einige der Katzenwürmer sind auf den Menschen übertragbar.

Würmer zählen zu den häufigsten Erkrankungen von Katzen. Jede Samtpfote sollte daher regelmäßig entwurmt werden. Einige Katzenkrankenversicherungen zahlen im Rahmen einer Vorsorgepauschale einen Zuschuss zu den regelmäßigen Wurmkuren dazu.

Infektionswege: Wie kommt der Wurm in die Katze?

Ihre Katze oder Ihr Kater hat Würmer – diese Diagnose ist zwar nicht schön, aber auch kein Grund zur Panik. Wurmbefall gehört zu den häufigsten Krankheiten der schnurrenden Vierbeiner.

Wie infiziert sich die Katze mit Würmern?

  • Verzehr von Beutetieren, zum Beispiel Mäuse

  • Fütterung von rohem Fleisch oder Innereien

  • Katzenflöhe als Transportwirte: Sie gelangen über die Fellpflege in das Verdauungssystem. Sollte Ihre Katze von Flöhen befallen sein, ist zugleich eine Entwurmung angebracht.

  • Über das Trinken der Muttermilch

  • Durch Schnuppern, Ablecken oder Fressen von Kot anderer, infizierter Tiere

  • Durch den Straßenschmutz an den Schuhen der Katzenbesitzer:innen
    Über die Haut (selten)

Egal ob Freigänger, Hauskatze, erwachsene oder junge Katze: Ein Wurmbefall kann jedes Tier treffen, in jedem Alter. Dennoch sind freilaufende Katzen eher davon betroffen, einfach weil sie einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind.

Häufige Wurmarten bei Katzen

Neben den unterschiedlichen Ansteckungsarten gibt es verschiedene Arten von Würmern, die sich in einer Katze ansiedeln können. Sehr oft kommen die folgenden Typen vor:

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Darüber hinaus sind Lungenwürmer, Blasenwürmer und Herzwürmer bekannt.

Würmer sind Endoparasiten, das heißt, sie leben im Innern eines Körpers. Die meisten Wurmarten siedeln sich im Darm des Tieres an. Dort ziehen sie Mineral- und Nährstoffe aus dem Futter oder ernähren sich von Blut und dem Gewebe der Katze. Gerade für Kitten kann dies eine Mangelernährung oder ein schwaches Immunsystem zur Folge haben. Manche Parasiten befallen jedoch auch Organe wie Leber, Lunge oder das Herz.

Symptome: Woran sehen Sie, dass Ihre Katze Würmer hat?

Leider ist ein Wurmbefall nicht sofort erkennbar. Vor allem bei gesunden Katzen werden Sie am Anfang keine Anzeichen feststellen. Haben sich die Parasiten jedoch ausreichend vermehrt, kommen die ersten Symptome wie Erbrechen und Durchfall zum Vorschein.

Anzeichen, die auf Wurmbefall der Katze hindeuten

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Aufgeblähter Bauch
  • Entzündungen der Haut
  • Haarausfall
  • Juckreiz in der Aftergegend
  • Struppiges, glanzloses Fell

Viele dieser Symptome sind allgemeine Krankheitsmerkmale, die auch auf Virusinfektionen hindeuten, etwa eine Bauchfellentzündung (FIP). Zudem können sich die Anzeichen für den Wurmbefall von Katze zu Katze stark unterscheiden, je nach Alter und Gesundheitszustand.

Wenn Ihre Katze mit ihrem Hinterteil über Ihren Teppich rutscht und „Schlitten fährt“, dann tut sie dies nicht, um Ihren Teppich zu ruinieren. Sie hat möglicherweise einen starken Juckreiz im Afterbereich und versucht sich so zu helfen. Dieses Verhalten kann auf einen Wurmbefall hinweisen.

Behandlung: Was sollten Sie tun, wenn Ihre Katze Würmer hat?

Bei den ersten Krankheitsanzeichen sollten Sie sich mit Ihrem Stubentiger unbedingt auf in die Tierarztpraxis machen.

Besteht nach der allgemeinen Untersuchung ein Verdacht auf einen Wurmbefall, wird die Ärztin oder der Arzt eine Kotuntersuchung veranlassen.

Hilfsmittel Kotuntersuchung

Würmer sowie Larven und Wurmeier scheidet die infizierte Katze mit dem Kot aus. Spulwürmer sind oft mit bloßem Auge erkennbar. In anderen Fällen ist jedoch eine mikroskopische Untersuchung nötig.

Mit der Analyse der Ausscheidungen lässt sich zugleich feststellen, welcher Wurm der Übeltäter ist. Ihre Tierärztin oder der Tierarzt kann Ihnen dann das richtige Mittel zur Entwurmung Ihrer Katze empfehlen.

Maximilian Gruber
Experte für Tierversicherungen

“Eine Katzenkrankenversicherung übernimmt die Kosten, wenn die Würmer zu Krankheiten und gesundheitlichen Beschwerden der Katze führen. In vielen Tarifen ist zudem eine Pauschale für Gesundheitsvorsorge und Prophylaxe enthalten, zum Beispiel bei der Helvetia (Kompakt und Komfort), der Deutschen Familienversicherung DFV oder Agila. Dadurch erhalten Sie vom Versicherer einen Zuschuss zu den Kosten für die regelmäßigen Wurmkuren.”

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Maximilian Gruber
Experte für Tierversicherungen

Kosten: Was kostet eine Wurmkur für die Katze?

Eine Wurmkur ist die gängigste Behandlungsmethode, wenn Ihre Katze mit Würmern infiziert ist. Die Präparate gibt es in verschiedenen Darreichungsformen:

Spot-On

Wird auf das Fell aufgetragen und über Fellpflege in den Körper geleitet

vorwiegend bei Kätzchen angewendet

Tabletten

Werden ins Futter gemischt

Wurmpaste

Wird mit dem Futter verabreicht

Die genaue Menge ist abhängig vom Körpergewicht der Katze. Tabletten und Paste kommen als Wurmkur häufiger zum Einsatz. Sie gelangen mit dem Fressen in den Verdauungstrakt, also an die Stelle im Körper, wo sie gegen Würmer und Larven wirken sollen. Die Parasiten werden durch die Wirkstoffe gelähmt oder abgetötet und schließlich ausgeschieden. In der Regel reicht eine einmalige Gabe aus, manchmal ist eine mehrmalige Behandlung nötig.

Wie teuer ist eine Katzen-Wurmkur?

Die Kosten für diese Wurmkuren variieren sehr stark. Manche Mittel können Sie rezeptfrei in der Apotheke für wenig Geld erhalten. Andere Präparate erhalten Sie nur in Absprache mit dem Tierarzt.

Die übliche Preisspanne für die Katzen-Wurmkuren reicht von 5 bis 16 Euro.

Je nachdem, wie häufig Sie Ihre Katze entwurmen, summieren sich die Kosten.

KatzenhaltungHäufigkeit der Wurmkur*Durchschnittliche Kosten für Präparate
Wohnungskatze1 bis 2 x pro Jahr10 Euro bis 32 Euro
Wohnungskatzen mit höherem Ansteckungsrisiko4 x pro Jahr20 Euro bis 64 Euro
Freigänger1 x pro Monat60 Euro bis 192 Euro

* Empfehlung nach ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites)

Hinzu kommen die Kosten für die Untersuchung in der Tierarztpraxis (nach Gebührenordnung für Tierärzte, Stand 2020)

  • Allgemeine Untersuchung mit Beratung: 8,98 Euro bis 26,94 Euro (zuzüglich Umsatzsteuern)
  • Kotuntersuchung: 6,42 Euro bis 19,32 Euro (zuzüglich Umsatzsteuern)

Ein Wurmtest kann also zwischen 16 Euro und 50 Euro kosten.

Wenn Sie noch die Kosten für die Grundimmunisierung sowie die weiteren Impfungen gegen Tollwut, Katzenleukose (FeLV), Katzenschnupfen und Co. hinzurechnen, entstehen für ein Jungtier Tierarztkosten von etwa 200 Euro bis 300 Euro.

Was kostet eine Katze?
Kosten, die Sie für eine Katze einplanen sollten

In der Rubrik „Wissen“ finden Sie Infos, Tipps und Ratgeber aus verschiedenen Bereichen des Alltags, in denen auch Schutz, Absicherung und Finanzen eine Rolle spielen.

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Anwendung: Wie oft muss Ihre Katze entwurmt werden?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Katze eines Tages einen Wurmbefall hat, ist sehr groß. Wie oben schon gesagt, können sich bereits wenige Wochen alte Kätzchen infizieren. Eine Schutzimpfung, die dafür sorgen könnte, dass Bandwürmer & Co ein für alle Mal verschwinden, gibt es leider nicht.

Eine Wurmkur sorgt nur dafür, dass die vorhandenen Parasiten aus dem Körper der Katze ausgeschieden werden. Sie verhindert nicht, dass sich das Tier erneut infiziert.

So kann es passieren, dass die Samtpfote schon wenige Wochen nach der Wurmkur einen neuen Mitesser mit sich herumschleppt. Vor allem wenn Sie eine freilaufende Katze haben, für die jedes Beutetier, jeder Revierkampf mit infizierten Katzen oder auch die Kothäufchen ein Infektionsrisiko darstellen.

Daher sind regelmäßige Wurmkuren empfehlenswert.

Schon früh beginnen: Kitten entwurmen

Die Muttermilch versorgt Kätzchen zwar mit Antikörpern gegen verschiedene Krankheitserreger wie Tollwut oder Katzenseuche. Zu einem Wurmbefall kann sie jedoch als Ursache beitragen. Eine junge Katze sollte daher bereits in der dritten oder vierten Lebenswoche ihre erste Anti-Wurm-Behandlung bekommen. Zwei Wochen danach darf die Auffrischung erfolgen. Ab dem vierten Monat empfehlen Expert:innen alle zwei Monate eine Wurmkur bis Ihr Katzenkind das erste Lebensjahr vollendet hat.

Danach erfolgt die Wurmvorsorge wie bei einer erwachsenen Katze.

Achtung bei Wurmkur und Impfen: Die Impfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, das feline Leukämievirus (FeLV) und die Wurmkur sollten nicht gleichzeitig stattfinden. Am besten ist es, wenn die Entwurmung eine Woche vor dem Impftermin erfolgt.

Die Wurmkur bei erwachsenen Katzen

Wie oft Sie Ihre Katze entwurmen sollten, hängt von der Art der Tierhaltung ab (reine Wohnungshaltung oder Freilauf). Die Expert:innen der ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) geben deshalb zwei Empfehlungen:

  • Für reine Wohnungskatzen: ein- bis zweimal pro Jahr eine Kotuntersuchung und Entwurmung bei nachgewiesenem Wurmbefall
  • Für Freilaufkatzen: monatliche Untersuchung einer Kotprobe beziehungsweise Entwurmung

Welche Nebenwirkungen können nach einer Wurmkur für die Katze auftreten?

Wurmkuren gelten als Chemiekeulen, sodass Katzenbesitzer:innen die häufigen Empfehlungen kritisch sehen. Vielleicht reagiert manche Katze empfindlich mit Erbrechen oder Unwohlsein, immerhin wirken die Mittel in ihrem Verdauungssystem. Diese unerwünschten Reaktionen sollten nach 24 Stunden von selbst wieder verschwinden.

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