Ein Unfall ist schnell geschehen, die Arbeitsunfähigkeit folgt. Wie viel Geld steht Ihnen nun zu? Antworten auf Fragen!

Ratgeber Unfallrente

Wenn nichts mehr geht – So kommen Verletzte an ihre Unfallrente

  • Es gibt verschiedene Arten einer Unfallversicherung.
  • Eine private Vorsorge bietet dabei viele Vorteile.
  • Bei kniffligen Versicherungen lieber erst beraten lassen und dann abschließen.
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Wichtiges zu Versicherungen bei Unfall auf einem Blick

Wer durch einen Unfall oder eine Erkrankung berufsunfähig wird, hat in vielen Fällen schlechte Karten. Die gesetzliche Unfallrente wird nur gezahlt, wenn die Beeinträchtigung durch einen Arbeitsunfall oder eine anerkannte Berufskrankheit entstanden ist.

Eine private Unfallrente bietet finanziellen Schutz, wenn Sie durch einen Unfall bleibende Schäden davontragen. Die private Unfallversicherung schützt Sie auch bei Unfällen, die in der Freizeit oder zu Hause passiert sind.

Es gibt einiges zu beachten, wenn Sie sich für eine passende Versicherung entscheiden möchten. Wir beraten Sie kostenlos und helfen beim Vergleich der Versicherungstarife.

Das erfahren Sie in diesem Ratgeber

Jenny Gebel - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Tipps für Ihre finanzielle Vorsorge vor Unfällen

Ein Unfall ist schnell passiert und kann das ganze Leben auf den Kopf stellen. Vor allem dann, wenn die Verletzung nicht komplett verheilt und gesundheitliche Schäden bleiben. Dann können Sie auch im Beruf nur eingeschränkt weiterarbeiten.

Die gesetzliche Unfallversicherung ist nur bedingt die Lösung, denn sie kommt nur dann mit finanzieller Hilfe auf, wenn der Unfall während der Arbeit passiert ist. Wenn Sie sich jedoch bei einem Hobby so sehr verletzt haben, dass Sie nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr arbeiten können, bleibt langfristig als finanzielle gesetzliche Absicherung noch die Erwerbsminderungsrente. Diese ist jedoch so gering, dass sie hinten und vorn nicht zum Leben reicht.

Mit einer privaten Unfallversicherung oder mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sorgen Sie clever vor und sind im Fall der Fälle auf der sicheren Seite. Wir zeigen Ihnen alles Wichtige zur privaten und gesetzlichen Unfallrente und sind Ihnen bei der Suche nach dem besten Versicherungstarif behilflich.

Die gesetzliche Unfallrente bei verminderter Erwerbsunfähigkeit

Angestellte, die sich durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit eine lange andauernde Verletzung zugezogen haben, können unter Umständen durch die gesetzliche Unfallversicherung eine Rentenzahlung erhalten. Diese Unfallrente wird von der Berufsgenossenschaft gezahlt und richtet sich nach der Höhe des bisherigen Einkommens. Die wichtigsten Unterschiede zwischen privater und gesetzlicher Unfallrente gibt es nachfolgend im Überblick:

Gesetzliche UnfallrentePrivate Unfallrente
Leistung nur bei einem Arbeitsunfall oder bei einem Unfall auf dem ArbeitswegAbsicherung zusätzlich bei Arbeits- und Freizeitunfällen sowie Sportunfällen weltweit
Grad der Invalidität bei dauerhaft 20% (Landwirtschaftliche Unternehmer: 30%)Invaliditätsgrad je nach Tarif – meist mindestens 50%
Für die Berechnung der Unfallrente ist der Jahresarbeitsverdienst maßgeblichHöhe der Unfallrente von den Versicherten wählbar
Lebenslange Auszahlung der Rente, wenn Invalidität mindestens 6 Monate bestehtZahlung der Leistungen, wenn in den kommenden 3 Jahren keine Besserung zu erwarten ist
Bei Tod der Rentenberechtigten durch Unfall oder Berufskrankheit können Hinterbliebene eine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhaltenBei sinkender Invalidität keine Zahlungen, andernfalls besteht der Anspruch auf lebenslange Rente

Wichtig: Versicherte erhalten unter zwei Voraussetzungen einen Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung: 1) Ihre Erwerbsfähigkeit ist um mindestens 20 Prozent gemindert und 2) dieser Zustand dauert länger als 26 Wochen, also mehr als ein halbes Jahr.

Die Berechnung der gesetzlichen Unfallrente

Wie hoch die gesetzliche Verletztenrente für Sie ist, hängt davon ab, wie viel Sie in den letzten zwölf Monaten vor dem Unfall verdient haben. Das Stichwort lautet dabei Jahresarbeitsverdienst. Sie erhalten, je nach Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit, bis zu zwei Drittel Ihres Verdienstes.

Unterschieden wird zwischen der Voll- und Teilrente. Die Vollrente, bei der Sie zwei Drittel Ihres bisherigen Einkommens ausgezahlt bekommen, gilt nur bei vollständigem Verlust der Erwerbsfähigkeit. Das Geld erhalten Sie steuerfrei und Sie müssen außerdem keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Bei der Teilrente spielt der Grad der Erwerbsminderung eine Rolle.

Beispiel für die Berechnung der Teilrente

Angenommen, Sie haben einen Jahresarbeitsverdient von 50.000 Euro und es besteht eine Erwerbsfähigkeitsminderung von 30 Prozent. Die Rechnung sieht damit folgendermaßen aus:

50.000€ x 2/3 (Vollrente) x 30% = 10.000€ Jahresrente.

Im Monat bekämen Sie in diesem Fall rund 830€.

Sie müssen die gesetzliche Unfallrente nicht selbst beantragen. In der Regel übernimmt das der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin für Sie. Einzig, wenn sich Ihr Zustand im Laufe der Zeit verschlechtert, müssen Sie einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Berufsgenossenschaft stellen.

Private Versicherungen als finanzieller Schutz bei Unfällen

Eine private Unfallversicherung ist sinnvoll, wenn Sie nicht nur bei Arbeitsunfällen versichert sein möchten, sondern auch gegen das Unfallrisiko in Haushalt und Freizeit geschützt sein wollen.

Laut Statistiken wird jeder vierte Mensch vor dem Renteneintritt berufsunfähig. Dabei ist eine Unfallverletzung in nur zehn Prozent aller Fälle der Grund für die Berufsunfähigkeit. In den meisten Fällen sind psychische oder körperliche Erkrankungen der Grund.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Ihnen einen noch größeren Schutz. Mit dieser Police sichern Sie Ihre Arbeitskraft ab. Sie erhalten dann eine finanzielle Unterstützung, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, Ihrer Arbeit in gewohntem Umfang nachzugehen. Durch die Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen Sie eine monatliche Rente ausgezahlt, deren Höhe Sie bei der Vertragsgestaltung selbst bestimmen können.

Unfallversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch wenn beide Begriffe nicht selten synonym verwendet werden, meinen sie nicht dasselbe. Eine Unfallversicherung deckt die Krankheitskosten ab, die im Zusammenhang mit einem Unfall entstehen. Meist bekommen Sie dabei eine einmalige Versicherungssumme ausgezahlt.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung greift in Fällen von Erwerbsminderung bzw. -unfähigkeit und leistet eine langfristige finanzielle Absicherung in Form einer Berufsunfähigkeitsrente.

Jenny Gebel - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Jenny Gebel Online-Redakteurin

Die wichtigsten Regelungen zur privaten Unfallrente

Bei der privaten Unfallrente müssen Sie sich über die Höhe der Leistungen keine Gedanken machen, wenn Sie zugleich die gesetzliche Unfallrente beziehen. Die Höhe der monatlichen Rentenzahlungen wird nicht von der gesetzlichen Verletztenrente beeinflusst. Auch die Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung spielt bei der Höhe der privaten Unfallversicherung keine Rolle.

Wie sieht es mit den steuerlichen Verpflichtungen aus – sind die Leistungen der privaten Unfallrente steuerfrei? Leider nicht, denn die Rentenleistungen der Versicherer unterliegen der Steuerpflicht. Sie müssen dabei den sogenannten Ertragsanteil versteuern. Wie hoch dieser ist, hängt von Ihrem Alter ab, in dem Sie erstmals die Unfallrente beziehen. Allerdings sind die Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzbar, sodass Sie zumindest hier Vorteile genießen.

Die private Unfallrente erhalten
Um aus Ihrer privaten Unfallversicherung eine Rente zu erhalten, wenden Sie sich an Ihren Versicherer. Sie brauchen für den Antrag auf Leistung ein ärztliches Gutachten, aus dem der Grad der Invalidität hervorgeht. Dieses reichen Sie bei Ihrer Unfallversicherung ein. Die Bearbeitung kann einige Zeit dauern, wobei Sie im Anschluss Ihr Geld ab der Antragstellung rückwirkend erhalten.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen: Was gibt es dabei zu beachten?

Sie denken darüber nach, sich für den Fall eines Unfalls oder einer Erkrankung abzusichern? Dies kann unter Umständen gar nicht einfach sein. Zahlreiche Versicherungsgesellschaften locken nämlich mit verschiedensten Tarifen und Regelungen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Suche und beim Vertragsabschluss achten sollten.

Nichts geht über persönliche Beratung

Es gibt zahlreiche Tipps, mit denen Sie eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung finden. Eine ausführliche individuelle Beratung ist aber noch immer der beste Weg, ein maßgeschneidertes Versicherungsangebot zu entdecken. Und hier kommen wir ins Spiel. Wir unterstützen Sie bei der Suche nach den besten Tarifen. Selbstverständlich beraten wir Sie kostenlos und unverbindlich.

Dirk Walther
Versicherungsberater für Unfallversicherungen
Allzeit bereit, Versicherungsexperte Dirk Walther

“Außerdem können Sie bei uns verschiedenste Tarife rund um die Unfallversicherung vergleichen. Nachdem Sie Angaben wie Ihr Alter, die gewünschte Versicherungssumme und Ihren Beruf in unser Vergleichstool eingetragen haben, starten Sie per Mausklick die Tarifsuche. Auf einen Blick sehen Sie anschließend mehrere Tarifangebote, die zu Ihren Angaben ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.”

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Dirk Walther
Versicherungsberater für Unfallversicherungen

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