Tierarztkosten beim Hund (Tabellen) Auf den Hund gekommen! Doch was kostet der Tierarztbesuch?

  • Tierarztkosten als Tabelle im Überblick
  • Abrechnungsbeispiel aus der Gebührenordnung
  • Komfort für Hunde mit einer Krankenversicherung
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Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

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Das Wichtigste zum Thema Tierarztkosten beim Hund

Die Tierarztkosten sind ein wichtiger Kostenfaktor, den Sie bei der Hundehaltung bedenken sollten. Mindestens 100 Euro pro Jahr müssen Sie dafür einplanen, Tendenz eher steigend.

Vorsorgeuntersuchungen und -behandlungen, Impfungen, regelmäßige Gesundheitschecks, aber auch Verletzungen durch Unfälle, Hundekrankheiten oder ganz einfach Alterserkrankungen gehören zum Hundeleben dazu.

Mit einer Hundekrankenversicherung brauchen Sie sich über die Tierarztpreise wenig Sorgen zu machen. Wir erklären Ihnen, was Sie über die Abrechnungen wissen sollten und helfen Ihnen, eine gute Krankenversicherung für Ihren Hund zu finden.

Wie setzen sich die Tierarztkosten zusammen?

Sind Sie schon erfahren in der Hundehaltung? Dann wissen Sie, dass die Tierarztrechnungen sehr unterschiedlich ausfallen können. Die Kostenunterschiede sind nicht allein auf die verschiedenen Behandlungen zurückzuführen. Eine Tierklinik kann für eine Ultraschalluntersuchung einen höheren Preis in Rechnung stellen als beispielsweise die Tierärztin mit der privaten Praxis, einfach weil die Ausstattung besser ist.

Aber legen die Tiermediziner:innen die Behandlungskosten selbst fest, wenn sie die Rechnung erstellen? Was glauben Sie?

Ganz leicht lässt sich die Frage nicht beantworten. Auf der einen Seite gibt es die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die einen gewissen Kostenrahmen für die Arztleistungen und Abrechnungsrichtlinien vorgibt. Wir werden uns dies weiter unten noch genauer anschauen.

Auf der anderen Seite gibt diese Verordnung keine Festpreise vor, sondern mehrere Gebührensätze. Damit können Tierärzt:innen zum Teil doch selbst entscheiden, nach welchem dieser Sätze sie ihre Leistungen abrechnen.

Kurzinfo: Die Gebührenordnung für Tierärzte

Die Gebührenordnung für Tierärzte gibt einen Gebührenrahmen vor. Die untere Grenze ist der einfache Satz, die oberste Grenze entspricht dem dreifachen Satz.

Bei der Abrechnung dürfen die Kosten nicht unter die einfache Grenze fallen. Die obere Grenze darf nur dann überschritten werden, wenn die Tierbesitzer:innen zustimmen.

Die Notdienstgebühr muss seit 2020 dem vierfachen Gebührensatz entsprechen.

Zusammensetzung der Tierarztkosten

Folgende Kriterien bestimmen die Kosten bei jeder Behandlung bei der Tierärztin oder beim Tierarzt:

Beratung und Untersuchung

Besondere Diagnosemaßnahmen

Laboruntersuchungen

Verabreichte Medikamente

Nötiges Verbandsmaterial

Dies ist bei allen Tierarten gleich, egal ob Hund, Katze oder Pferd.

Nach welchem Gebührensatz Tierärzt:innen abrechnen, ist von weiteren Faktoren abhängig, wie

  • Zeitaufwand für die Behandlung
  • Unerwarteten Komplikationen bei der Untersuchung
  • Einsatz außerhalb der Sprechzeiten (am Wochenendeinsatz, nachts, im Notfall)
  • Anfahrtsweg (bei Hausbesuchen)
  • Ausstattung der Praxis
  • Praxismiete

Die Umstände der Behandlung, aber auch örtliche Gegebenheiten spielen bei der Höhe der Tierarztkosten eine Rolle. Die gleiche Behandlung in einer Tierarztpraxis auf dem Land kann so günstiger sein als in der Tierklinik in der Großstadt.

Tabelle: Welche Kosten fallen bei einem Tierarztbesuch für Hundebesitzer an?

Zu den grundlegenden Leistungen beim Tierarzt oder der Tierärzt:in zählen Beratung, Untersuchung und gegebenenfalls auch die stationäre Unterbringung Ihres Hundes nach einem kleineren Eingriff. In der Tabelle finden Sie die Kosten für diese Grundleistungen, wie sie die Gebührenordnung ansetzt.

Grundleistungen beim Tierarztbesuch

Leistung1-facher Satz2-facher Satz3-facher Satz
Beratung & allgemeine Unter­suchung13,47 Euro26,94 Euro40,41 Euro
Folge­behandlung (gleicher Behandlungs­fall)10,90 Euro21,80 Euro32,70 Euro
Beratung ohne Unter­suchung7,04 Euro14,08 Euro21,12 Euro
Unter­bringung stationär (pro Tag, ohne Futterkosten und Behandlung)16,03 Euro32,06 Euro48.09 Euro

Besondere tierärztliche Leistungen

Auf weitere Kosten müssen Sie sich einstellen, wenn in der Untersuchung zusätzliche Leistungen nötig sind, zum Beispiel die Ausstellung von verschiedenen Dokumenten

Leistung1-facher Satz2-facher Satz3-facher Satz
Ausstellen von Bescheini­gungen6,41 Euro12,82 Euro19,23 Euro
Impf­bescheinigung3,85 Euro7,70 Euro11,55 Euro
Gutachten (einfach)25,65 Euro51,30 Euro76,95 Euro
Gutachten (ausführlich)83,38 Euro166,76 Euro250,14 Euro

Verschiedene Untersuchungen

Diagnoseverfahren gehören zur Behandlung, wenn es eine ausgedehnte Untersuchung nötig ist. Wenn nur der Verdacht besteht, dass Ihr Hund an einer Magendrehung leidet, muss das Tier zunächst geröntgt werden.

Ist die Prozedur mit großem Zeitaufwand verbunden, etwa weil der Vierbeiner nicht mitspielt und sich mit allen Pfoten wehrt, kann dies die Tierarztrechnung ziemlich in die Höhe treiben.

Die Tabelle zeigt die Preisunterschiede zwischen den Gebührensätzen bei gängigen Untersuchungsmethoden und Maßnahmen:

Leistung1-facher Satz2-facher Satz3-facher Satz
Röntgen25,65 Euro51,30 Euro76,95 Euro
Ultraschall42,34 Euro84,68 Euro127,02 Euro
Injektion5,77 Euro11,54 Euro17,31 Euro
Blutunter­suchung (Bl 8)16,03 Euro32,06 Euro48,09 Euro
Trächtigkeits­untersuchung mit Ultraschall38,48 Euro76,96 Euro115,44 Euro
Einschläfern19,24 Euro38,48 Euro57,72 Euro

Mit einer optimalen Hundekrankenversicherung blicken Sie solchen Preisschwankungen gelassen entgegen. Die Krankenversicherung erstattet Ihnen diese Kosten für die medizinische Behandlung Ihres Vierbeiners. Wählen Sie einen Tarif ohne Selbstbehalt und mit einer Kostenübernahme bis zum dreifachen oder gar vierfachen Satz der GOT, haben Sie so gut wie keine Zusatzkosten.

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Kostenbeispiel: So sieht eine Abrechnung nach der Gebührenordnung aus

Wenn Sie wissen wollen, was eine Zahnreinigung beim Hund nun kostet, werden Sie als Laie wahrscheinlich nicht schlau, wenn Sie einfach in die Gebührenordnung schauen.

In der GOT sind viele einzelne Untersuchungsmethoden und medizinische Maßnahmen aufgelistet. Eine echte Behandlung beim Tierarzt besteht jedoch aus ganz vielen dieser Verfahren und Einzelschritte. Hinzu kommen Medikamente, die Ihnen die Tierärzt:innen ebenfalls in Rechnung stellen, sowie die Umsatzsteuer.

Insgesamt kann eine solche Abrechnung recht verwirrend sein, trotz der Richtlinien.

Wir haben Ihnen einmal ein Beispiel mitgebracht, wie die Abrechnung einer Untersuchung nach GOT aussehen kann.

Beispiel Zahnsteinentfernung und Zahnziehen beim Hund – Abrechnungsprinzip nach GOT

Tierärztliche Leistung2-facher Gebührensatz
Allgemeine Untersuchung mit Beratung26,94 Euro
Eingehende Untersuchung Kreislauf19,24 Euro
Venenkatheter einlegen30,78 Euro (Z)
Injektions­narkose38,48 Euro
Ultraschall mit Scaling, Fluorierung und Nachpolieren153,94 Euro
Extraktion P4, schwierig51,30 Euro (Z)
Zwischensumme ohne Umsatzsteuer320,69 Euro

Welche Angaben müssen noch in der Tierarztrechnung stehen?

Neben der Liste mit den erbrachten Leistungen für die Behandlung Ihres Hundes und dem Rechnungsbetrag muss der Rechnungsbogen laut Bundestierärztekammer auch folgende Angaben enthalten:

Datum der Behandlung, Tierart, Diagnose, Umsatzsteuer, Kosten für Medikamente und Verbandsmaterial, gegebenenfalls Fahrtkosten (Hausbesuch).

Wie hoch sind die Tierarztkosten für einen Hund pro Jahr?

Die jährlichen Kosten, mit denen Hundebesitzer:innen pro Jahr rechnen müssen, lassen sich nur schwer abschätzen. Fest steht, Sie werden immer Ausgaben haben, denn ein Hund braucht Wurmkuren, Impfungen und einen allgemeinen Gesundheits-Check mit Blutuntersuchung.

Wurmkur

3 Euro bis 15 Euro (je nach Präparat)

Schutzimpfung

4,49 Euro bis 13,47 Euro

Gesundheits-Check (allgemeine Untersuchung)

13,47 Euro bis 40,41 Euro

Mindestens 100 Euro fallen pro Jahr an Tierarztkosten für den Hund an. Beratungen sowie Vor- oder Nachuntersuchungen sind darin nicht eingerechnet. Auch unvorhergesehene Verletzungen, Erkrankungen oder Eingriffe wie Chippen, Kastrationen bei Hunden oder Sterilisierungen bei Hündinnen müssen Sie bei der Kostenplanung bedenken.

Die teuersten Behandlungen haben wir bisher noch gar nicht erwähnt: die Operationen, etwa bei Hundekrankheiten wie Magendrehung, Kreuzbandriss oder Hauttumoren. Mit Narkose sowie Vor- und Nachkontrollen klettern die Kosten für eine Hunde-OP schnell in den vierstelligen Bereich.

Eine Hundekrankenversicherung kostet etwa 12 bis 60 Euro im Monat, je nach Tarif, Alter des Hundes, Rasse, Krankheitsgeschichte des Hundes und Versicherung. Mit diesem Schutz müssen Sie teure Behandlungen wie Operationen nicht aus eigener Tasche bezahlen. Und Sie wissen Ihren geliebten Vierbeiner gesundheitlich rundum abgesichert.

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