Sterbegeldversicherung Auszahlung Auszahlung von Sterbegeld – So geht’s schnell, einfach und ohne Warten

  • Tipps zur Antragstellung
  • Was ist mit dem Finanzamt?
  • Auszahlung zu Lebzeiten?
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Jenny Gebel - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Gleich voll ins Thema Sterbeversicherung und Auszahlung einsteigen – Inhaltsverzeichnis

An wen wird die Versicherungssumme ausgezahlt?

Sie interessieren sich für die Sterbegeldversicherung und Bestattungsvorsorge? Sehr gut! Schon allein das zeigt, dass Sie sich vorausschauend und verantwortungsbewusst verhalten. Behalten Sie diesen Blick gleich bei. Denn es ist ratsam, dass Sie sich jetzt schon mit der Auszahlung des Sterbegeldes befassen.

Das Geld steht zwar den Hinterbliebenen zu. Dennoch gibt Ihnen dieses Wissen Hinweise darauf, wie Sie Ihren Vertrag aufbauen. Und Sie können mit Ihrer Familie bereits im Vorfeld über den Schutz der Sterbegeldversicherung sprechen. Dann funktioniert die Auszahlung der Versicherungssumme im Ernstfall noch schneller und unkomplizierter als ohnehin schon.

Aber kommen wir endlich zum Punkt: Wer erhält das Geld aus Ihrer Sterbegeldversicherung ausgezahlt?

Bezugsberechtigte Person angeben

In Ihrem Versicherungsvertrag können Sie eine bezugsberechtigte Person festlegen. Das kann Ihr Kind sein, Ihr:e Partner:in, Ihr Bruder, Ihre Schwester oder eine ganz andere Person – auf jeden Fall eine Person, der Sie vertrauen und in deren Hände Sie die Organisation Ihrer Bestattung legen möchten.

Die klare Vorausplanung ist nicht immer leicht. Falls Sie sich bei Vertragsabschluss für keine Person entscheiden können oder falls andere Zweifel vorhanden sind, dann denken Sie daran: Der Name, der im Vertrag steht, ist nicht in Stein gemeißelt. Im Rahmen eines widerruflichen Bezugsrechtes können Sie auch nach Vertragsabschluss Änderungen vornehmen.

Und wenn niemand bezugsberechtigt ist?

Ist keine Person eingetragen, dann zahlt die Versicherung die Summe an die Person aus, die als nächstes erbberechtigt ist. Das Gesetz macht dazu klare Vorgaben, in welcher Reihenfolge die Familienangehörigen als Erbe in Frage kommen:

  • Ehe- oder eingetragene Lebenspartner:in
  • Kinder
  • Enkel
  • Eltern
  • Großeltern
  • Andere Verwandte

(Reihenfolge nach der Erbenordnung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB))

Der Nachteil bei dieser Form der Auszahlung der Sterbegeldversicherung ist die lange Wartezeit. Denn die Erben müssen ihre Berechtigung mit einem Erbschein nachweisen. Dieses Dokument kann sehr teuer sein (je nachdem, wie hoch das Erbe ist), und es kann einige Monate dauern, ehe die Angehörigen diesen Nachweis erhalten. Die Beerdigung ist bis dahin längst erfolgt.

Übrigens: Im Rahmen eines Bestattungsvorsorgevertrages haben Sie die Möglichkeit nicht nur die Kosten abzusichern, sondern auch den Ablauf Ihres Abschiedes festzulegen und zu beauftragen. Sie können dies mit einer Sterbegeldversicherung kombinieren. Dann könnten Sie die Bestatterin oder den Bestatter als Bezugsberechtigte:n in Ihrem Vertrag eintragen.

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In der Rubrik „Wissen“ finden Sie InfosTipps und Ratgeber aus verschiedenen Bereichen des Alltags, in denen auch Schutz, Absicherung und Finanzen eine Rolle spielen.

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Auszahlung: Was gehört zur Antragstellung dazu?

Ist der Versicherung die bezugsberechtigte Person aus Ihrem Vertrag bekannt, erfolgt die Auszahlung der Versicherungssumme schnell und unkompliziert. Folgende Schritte sind nötig, um die Leistung aus der Sterbegeldversicherung zu erhalten:

Wichtig: Meldefristen beachten
Ist der Tod der versicherten Person die Folge eines Unfalls, zahlen viele Versicherer die doppelte Summe. Allerdings gibt es bei Unfall eine Meldefrist von 48 Stunden. Innerhalb von zwei Tagen müssen Angehörige also die Versicherung über das Unglück informieren. Meistens sind dann weitere Unterlagen zum Unfallhergang nötig. Wichtig ist aber: Die Meldefrist beachten!

Nötige Dokumente auf einem Blick

Damit die Auszahlung der Sterbegeldversicherung für Ihre Hinterbliebenen schnell und unkompliziert abläuft, ist es empfehlenswert, wenn Sie schon die wichtigsten Dokumente zusammenstellen, soweit das für Sie möglich ist. Oder eine kleine Checkliste kann den trauernden Angehörigen helfen, die Auszahlung leicht in die Wege zu leiten. Folgende Dokumente werden normalerweise verlangt:

  • Totenschein zur Bescheinigung der Todesursache

  • Sterbeurkunde (als Kopie)

  • Versicherungsschein

  • Geburtsurkunde

  • Antragsschreiben zur Auszahlung (mit Namen und Bankverbindung der berechtigten Person)

  • Erbschein falls notwendig

Sterbegeldversicherung: Auszahlung schon zu Lebzeiten möglich?

An das Geld, das Sie in Ihre Sterbegeldversicherung eingezahlt haben, kommen Sie zu Lebzeiten nur heran, wenn Sie Ihren Vertrag kündigen. Dann erhalten Sie jedoch nur einen Teil der eingezahlten Summe zurück. Denn die Versicherung ist nicht umsonst, soll heißen: Die Versicherung berechnet für einen Vertrag Abschlusskosten und Verwaltungsgebühren.

Diese zahlen Sie durch Ihre regelmäßigen Beiträge. Bei einer Kündigung der Versicherung zieht die Versicherung diese Gebühren ab und zahlt Ihnen die Restsumme aus, den sogenannten Rückkaufswert.

Daher ist es nicht empfehlenswert, eine Sterbegeldversicherung zu kündigen. Denn dies bedeutet für Sie ein Minusgeschäft. Bei finanziellen Engpässen ist es möglich, den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Sollten Sie Grundsicherung oder Hartz IV beantragen, müssen Sie Ihre Ersparnisse für die Bestattung ebenfalls nicht anrühren. Das Geld gehört zum Schonvermögen und muss nicht verbraucht werden, um soziale Leistungen zu erhalten.

Und was ist mit dem Rest? Auszahlung eines Restbetrages

Die Bestattungskosten sind gar nicht so hoch wie die Versicherungssumme? Was geschieht nun mit dem Restbetrag? Wenn Ihre Angehörigen das Geld erhalten haben, können sie es ruhigen Gewissens behalten und verwenden, vielleicht sogar für die zukünftige Grabpflege. Oder für einen anderen Zweck. Sie müssen es nicht an die Versicherung zurückzahlen.

Ist eine Bestatterin oder ein Bestatter als bezugsberechtigt eingetragen, muss sie oder er den restlichen Betrag an die erbberechtigten Angehörigen auszahlen. Dies entschied das Landgericht Münster 2018 (Az.: 9 S 92/17). Wichtig ist, dass die Hinterbliebenen einen Erbschein vorweisen können und damit das Erbe angenommen haben.

Noch Fragen rund um die Sterbegeldversicherung und die Auszahlung der Versicherungssumme? Oder zur Versicherung allgemein? Dann wenden Sie sich gern an unsere Versicherungs-Expert:innen. Sie helfen Ihnen bei der Auswahl der passenden Versicherung und stellen Ihnen ein persönliches Angebot zusammen, das zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt.

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