Riester-Fondssparplan Mehr Rendite gewünscht? So riestern Sie mit Aktien und Indexfonds

  • Holen Sie Aktien in Ihre Sparpläne
  • ETFs sind bequem und kostengünstig
  • Nutzen Sie die staatlichen Förderungen
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Jenny Gebel - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

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Das Wichtigste zum Thema Riester-Fondssparplan auf einem Blick

Eine sichere und dennoch renditestarke Altersvorsorge stellt ein Riester-Fondssparplan dar. Sie ist eine beliebte Alternative zur klassischen Riester-Rente oder zum Banksparplan.

Über den Fondssparplan können Sie die Riester-Rente auch mit ETFs kombinieren. Damit erhalten Sie eine kostengünstige Vorsorgemöglichkeit und profitieren von staatlichen Förderungen.

Damit Sie in Senior:innenalter von Ihrer Riester-Rente profitieren, ist ein passender Vertrag nötig. Wir helfen Ihnen mit Tarifvergleichen und persönlicher Beratung bei Ihrer Strategie zur Altersvorsorge.

Wie funktioniert ein Riester-Fondssparplan?

Laut Stiftung Warentest weisen Riester-Fondssparpläne von allen Riester-Produkten die meisten Renditechancen auf. Bei dieser Anlageform investieren die Anbieter Ihre Beiträge und Riester-Zulagen auf dem internationalen Aktienmarkt.

Neben Aktienfonds kommen auch Investmentfonds, festverzinsliche Wertpapiere oder Rentenfonds als Anlageform in Frage. Diese breit gestreute Investition des Fondsvermögens hält das Verlustrisiko klein. Dies ist beim Riester-Fondssparplan ein wichtiger Punkt, denn – wie anderen Riester-Produkten auch – haben Sie eine Beitragsgarantie. Das heißt: Das angesparte Kapital muss mindestens so hoch sein wie Ihre eingezahlten Beiträge und die erhaltenen Zulagen.

Wie die Anbieter dies umsetzen, ist unterschiedlich. Im Groben werden zwei Methoden unterschieden:

Dynamische ModelleLebenszyklus­modelle
Die Form der Geldanlage unterliegt den Entwicklungen auf dem Markt. Der Anbieter investiert das Fondsvermögen flexibel in chancenorientierte sowie sichere Anlagen. Die Aktienquote (Prozentanteil des Fondsvermögens, der in Aktien angelegt ist) wird also je nach Marktumfeld angepasst.Die Form der Investition richtet sich nach dem Lebensalter der Sparer:in oder des Sparers. Für junge Anleger:innen wird vermehrt in Aktien investiert. Später wird diese Aktienquote verringert, indem mehr sichere, risikoärmere Anlageklassen ausgewählt werden.

Diese Sicherheit ist ein Pluspunkt des Riester-Fondssparplans gegenüber einem herkömmlichen Fondssparplan. Niemand kann im Vorfeld sagen, wie hoch das Kapital sein wird, aber Ihre eingezahlten Beiträge erhalten Sie in jedem Fall als Rente ausgezahlt.

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ETFs – das Zauberwort bei der Altersvorsorge

Geht es ums Sparen oder den Vermögensaufbau, kommen Sie heutzutage nicht an den ETFs vorbei. Auch für das Riester-Sparen wurden ETFs in den letzten Jahren immer attraktiver.

ETF steht für Exchange Traded Funds. Gemeint sind damit sogenannte Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden. Ein solcher Indexfonds bildet Aktienindizes nach wie den DAX oder den MSCI World.

Beispiel: Der DAX enthält Aktien der wichtigsten, börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Ein ETF würde genau diese Aktien und Anleihen nachkaufen und so den DAX abbilden. Auch sein Wert entwickelt sich genau wie der bekannte Aktienindex, der das Vorbild ist.

Weil der Aufbau und die Auswahl der Wertpapiere damit feststehen, brauchen diese Fonds keinen Manager, der gezielt Aktien aussucht. ETF werden daher als passive Fonds bezeichnet. Andere Aktienfonds, die diese Verwaltung brauchen, sind aktive Fonds.

Das hat für Sie einen entscheidenden Vorteil: die ETFs haben geringe Verwaltungskosten und sind dadurch für Sparer:innen deutlich kostengünstiger. Alexander Hinz von ehemals fairr.de, jetzt WeltSparen erklärte dies in einem Interview für das Projekt „15 Jahre Riester-Rente“:

„Die Kosten für aktiv gemanagte Fonds sind nur ein Teil der Ausgaben, die Riester-Sparer gewöhnlich zahlen. Wer von aktiven Fonds auf passive ETFs umsteigt, spart jährlich mindestens 0,5 bis 1 Prozent bei den Fondskosten. Dabei belegen etliche Studien, dass aktive Fonds vergleichbaren ETFs langfristig unterlegen sind, also keine Mehrrendite erwirtschaften.“

Beim Riestern sind es gerade die hohen Verwaltungskosten, die häufig in der Kritik stehen. Riester-Angebote mit ETFs sind daher aus gutem Grund sehr beliebt.

Weil sich der Wert des Indexfonds an der Marktentwicklung orientiert, sind sie jedoch eine Empfehlung für junge Anleger:innen, die noch viel Zeit bis zum Rentenbeginn haben. Diesen Zeitraum braucht es, um Schwankungen auszusitzen.

Was die Sicherheit des Geldes betrifft, stehen sie den herkömmlichen Fonds in nichts nach. Als Sondervermögen bleiben die Wertpapiere in Ihrem Besitz, auch für den unglücklichen Fall, dass der Anbieter insolvent wird.

„Die Beitragsgarantie zum Ende der Ansparphase ist für alle zertifizierten Riester-Verträge vorgeschrieben. Darüber hinaus sind die erworbenen ETF-Anteile in der Ansparphase Sondervermögen.“

Alexander Hinz Interview für das Projekt „15 Jahre Riester-Rente“

Fondssparen mit Förderung vom Staat

Als weitere Vorteile kommen die staatlichen Zulagen und die steuerlichen Vergünstigungen hinzu, die zu Riester gehören.

Folgende Zulagen können Sie beim Riester-Fondssparen pro Jahr erhalten:

Grundzulage für jede:n Sparer:in
Euro
Zulage für jedes Kind (geboren ab 2008)
Euro
Zulage für jedes Kind (geboren bis 2007)
Euro

Was Sie dafür tun müssen? Zahlen Sie vier Prozent Ihres Bruttojahreseinkommens aus dem Vorjahr in den Vertrag ein. Die Obergrenze für diese Einzahlung liegt bei 2.100 Euro.

Die Summe Ihrer eingezahlten Beiträge können Sie steuerlich absetzen. Steuern werden erst bei der Auszahlung der Zusatzrente fällig. Dann zählt jedoch der Steuersatz, den Sie im Rentenalter haben. Dieser ist normalerweise deutlich niedriger als Ihr jetziger Satz im Erwerbsleben. Auch wenn also noch ein wenig abgeht von der monatlichen Riester-Rente, so hat die nachgelagerte Besteuerung doch einen Vorteil für Ihre Altersvorsorge.

Für wen lohnt sich diese Form der Altersvorsorge?

Riester-Fondssparen lohnt sich besonders für Sparer:innen, die sich mehr Rendite wünschen, aber dennoch auf Nummer sicher gehen wollen.

Gerade die Kombination aus staatlichen Förderung und höheren Renditechancen sprechen für diese Form der Riester-Rente. Der Finanz-Experte Alexander Hinz sieht daher in dieser Form der Altersvorsorge viele Chance für die Zukunft:

„Aktien werden auch in Zukunft für den langfristigen Vermögensaufbau die vielversprechendste Anlageklasse bleiben. Viele Anleger haben bereits für sich erkannt, dass ETFs das ideale Instrument sind, um an der Wertentwicklung dieser teilzuhaben.

Doch wer nur privat in ETFs anlegt und sich so ein Polster fürs Rentenalter aufbaut, lässt die Zulagen und Steuervorteilen liegen, mit denen der Staat die Sparanstrengungen zur Ergänzung der gesetzlichen Rente fördert. Die Zukunft der Riester-Rente besteht aus transparenten und leistungsstarken Produkten. ETFs werden dabei immer häufiger zum Einsatz kommen und so bei geringen Kosten eine solide Rendite ermöglichen.“

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