Frühzeitig in Rente? Vielleicht mit 63 schon? So kann es gehen!

Rente mit 63

Traum Frührente: So funktioniert's mit der Rente mit 63

  • Die Anzahl der Beitragsjahre ist entscheidend
  • Dank privater Vorsorge den Lebensabend entspannt angehen
  • Tipps zur Altersvorsorge
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Das Wichtigste zur Frührente mit 63 auf einem Blick:

Seit 2014 ermöglicht der Gesetzgeber die Rente mit 63 Jahren. Allerdings bekommen nicht alle Rentenversicherten die gesetzliche Rente zu diesem Zeitpunkt abschlagsfrei und in vollem Umfang.

Es wird zwischen langjährig und besonders langjährig Versicherten unterschieden. In welche Kategorie Sie fallen, hängt von der Anzahl Ihrer Beitragsjahre ab. Wer weniger als 45 Jahre lang beitragspflichtig war, bekommt bis zu 14,4 Prozent weniger.

Wenn Sie mit 63 in Rente gehen und dabei ein finanziell sorgenfreies Leben führen möchten, dann ist eine private Rentenversicherung die ideale Lösung. Wir beraten Sie ausführlich und helfen Ihnen bei der Suche nach der perfekten Altersvorsorge.

Jenny Gebel - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Das lesen Sie in diesem Ratgeber:

Immer wieder wird in Deutschland über das gesetzliche Renteneintrittsalter diskutiert. Seit 2012 steigt die Altersgrenze für den Renteneintritt stufenweise auf 67 Jahre. Wer nicht so lange arbeiten will, kann sich für die Frührente mit 63 entscheiden.

Doch oft müssen Arbeitnehmer:innen mit Abschlägen rechnen, wenn sie vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze in den Ruhestand treten. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, die gesetzliche Rente aufzustocken. Wir zeigen Ihnen, wie es klappt und wie wir Ihnen dabei helfen können.

Rente mit 63: Das sollten Sie wissen

Eingeführt wurde die Rente mit 63 Jahren im Rahmen des seit 2014 geltenden Rentenpakets. Dass dieses Gesetz nicht zu einer Frühverrentungswelle führte, hat folgenden Grund: Nicht alle Menschen kommen für die abschlagsfreie Frührente in Frage. Die Voraussetzungen für die Rente mit 63 besagen nämlich, dass Neurentner mindestens 45 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben müssen.

Nach diesem Zeitraum gelten Arbeitnehmer:innen als besonders langjährig versichert und bekommen die gesetzliche Rente ohne Abschläge. Die nachfolgende Tabelle für die Rente mit 63 zeigt das Renteneintrittsalter für besonders langjährig Versicherte.

GeburtsjahrRenteneintrittssalter für Rente ohne Abschläge
Bis 195363 Jahre
195363 Jahre und 2 Monate
195463 Jahre und 4 Monate
195563 Jahre und 6 Monate
195663 Jahre und 8 Monate
195763 Jahre und 10 Monate
195864 Jahre
195964 Jahre und 2 Monate
196064 Jahre und 4 Monate
196164 Jahre und 6 Monate
196264 Jahre und 8 Monate
196364 Jahre und 10 Monate
1964 und später65 Jahre

Wie Sie sehen können, gilt bei der abschlagsfreien Rente mit 63 ein „Aber“. Es hängt nämlich auch mit dem Geburtsjahr zusammen, ab welchem Alter die gesetzliche Rente ohne Abschläge gezahlt wird. Sind Sie zum Beispiel im Jahr 1970 geboren, müssen Sie bis 65 arbeiten, um die gesetzliche Rente im vollem Umfang zu bekommen.

Rente ab 63 mit weniger als 45 Beitragsjahren

Auch wenn Sie weniger als 45 Beitragsjahre vorweisen können, haben Sie die Möglichkeit in die Frührente zu gehen, ohne allzu große Abschläge zu befürchten. Dazu müssen Sie jedoch zu den sogenannten langjährig Versicherten gehören und mindestens 35 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Entscheiden Sie sich für die Frührente, müssen Sie für jeden Monat, den Sie vorzeitig in die Rente gehen, mit einem Abschlag von 0,3 Prozent rechnen.

Wie wäre es mit einem Rechenbeispiel?

Angenommen, Ihr Regeleintrittsalter ist 65 Jahre und Sie gehen mit 63 Jahren in Rente. In diesem Fall läge der Abschlag Ihrer monatlichen Rentenbezüge insgesamt bei 7,2 Prozent (0,3  x 24 Monate). Bei einer Monatsrente von 1.000 Euro wären das 72 Euro weniger im Monat.

Die Rechnung ist bis hierher ganz einfach: Je früher Sie in Rente gehen und je weniger Beitragsjahre Sie damit vorzuweisen haben, desto weniger Rente steht Ihnen also zu.

Allerdings hat der Gesetzgeber festgelegt, dass die maximale Abschlagshöhe für langjährig Versicherte nicht höher als 14,4 Prozent sein darf. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Höhe der Abschläge bei der Rente mit 63 nach Geburtsjahr:

GeburtsjahrHöhe der Abschläge bei Rente mit 63 Jahren
19549,6%
19559,9%
195610,2%
195710,5%
195810,8%
195911,4%
196012,0%
196112,6%
196213%
196313,8%
1964 und später14,4%

Was zählt eigentlich als Beitragsjahr für die gesetzliche Rentenversicherung?

Die Erklärung ist zunächst einmal ganz simpel: Als Beitragsjahr gilt ein Jahr, in dem Sie Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben. Allerdings müssen Sie sich nicht zwangsläufig in einem Arbeitsverhältnis befunden haben. So zählt der Gesetzgeber beispielsweise die Zeit der Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr als Beitragszeit – ebenso wie das freiwillige soziale Jahr sowie die Zeit, in der Sie sich um pflegebedürftige Angehörige gekümmert haben.

Außerdem werden Zeiten angerechnet, in denen Sie zum Beispiel Insolvenzgeld oder Kurzarbeitergeld bekommen haben. Auch der Zeitraum des Bezugs von Arbeitslosengeld I zählt zur Beitragszeit. Sie müssen also gar nicht 45 Jahre lang durchgehend gearbeitet haben, um Anspruch auf die abschlagsfreie Rente mit 63 zu haben.

Gut zu wissen:

Es ist prinzipiell möglich, Rentenlücken zu schließen, indem Sie freiwillige Rentennachzahlungen leisten. Nachzahlungen für ein Kalenderjahr sind immer bis zu 31. März des Folgejahres nachzuzahlen. Zudem gilt eine Mindestbeitragszeit von 18 Jahren, damit Sie trotz freiwilliger Zahlungen als besonders lange versichert gelten und die abschlagsfreie Rente mit 63 bekommen.

Private Altersvorsorge: Der Schlüssel für einen sorgenfreien Lebensabend

Ganz egal, ob Sie mit Abschlägen rechnen müssen, wenn Sie mit 63 in Rente gehen möchten, die gesetzliche Rente reicht vielen Menschen im Alter nicht aus, um ein komfortables und sorgenfreies Leben zu führen. Trotz langjährigem Einzahlen in die Rentenkasse bleibt vielen Menschen nicht viel zum Leben. Dies zeigt sich zum Beispiel an den Beträgen, die Rentner im Jahr 2019 durchschnittlich im Monat zur Verfügung hatten.

MännerFrauen
Alte Bundesländer1.090 Euro733 Euro
Neue Bundesländer1.041 Euro1.006 Euro

Private Altersvorsorge bietet die Möglichkeit, sich für die Zeit nach der Arbeitstätigkeit finanziell abzusichern. Mit den richtigen Vorsorgeprodukten haben Sie im Alter mehr Geld zur Verfügung und können ohne Sorgen mit 63 in Rente gehen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Vorsorge für den Ruhestand:

Riester- und Rürup-Rente: Lohnt sich die staatlich geförderte Altersvorsorge?

Bei diesen Altersvorsorgeprodukten verschmelzen staatliche und private Rentenversicherung. Beide stellen eine beliebte Möglichkeit dar, die gesetzliche Rente aufzustocken. Dabei werden die Beiträge, die Sie einzahlen, in der einen oder anderen Form durch den Staat gefördert. Beide Varianten haben ihre Besonderheiten und sind nicht immer für jeden verfügbar.

Riester-RenteRürup-Rente
Zugänglich für rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer:innen und Beamtinnen & Beamte.Zugänglich auch für Selbständige sowie Ärzt:innen und Anwält:innen, die bei der berufsständigen Versorgung pflichtversichert sind.
Wer die maximale staatliche Grundzulage erhalten will, muss über’s Jahr verteilt einen Beitrag einzahlen, der vier Prozent des Jahreseinkommens aus dem Vorjahr entspricht, mindestens jedoch 60 Euro pro Jahr.Der Höchstbetrag für die Rürup-Beiträge liegt für Alleinstehende bei 25.786,60 Euro (Stand 2021).
Die maximale Grundzulage des Staats liegt bei 175 Euro im Jahr.Ab 2025 sind alle Rürup-Beiträge steuerlich absetzbar. (92% aktuell
Für Kinder gibt es je nach Geburtsjahr bis zu 300 Euro obendrauf.Vor allem Gutverdienende profitieren, denn für sie lohnen sich die Steuervorteile besonders.
Von den eingezahlten Beträgen können Sie bis zu 2.100 Euro von der Steuer absetzen.Keine einmalige Kapitalauszahlung möglich, lebenslange monatliche Rente.
Einkünfte aus der Riester-Rente müssen Sie später versteuern.Die ausgezahlten Rentenbeträge sind steuerpflichtig.

Klassische und fondsbasierte Altersvorsorge

Die meisten Arten der Altersvorsorge gibt es in klassischer und fondsgebundener Form.

Die klassische Variante ist für sicherheitsorientierte Sparer:innen geeignet. Dabei gibt es eine feste Verzinsung des Kapitals und die damit verbundene Planungssicherheit. Auf der anderen Seite sind die Renditechancen nicht sehr hoch und der Garantiezins (aktuell 0,9 %, ab 2022: 0,25%) vergleichsweise niedrig.

Wenn Sie sich höhere Renditen wünschen und bereit sind, dafür gewisse Risiken in Kauf zu nehmen, dann sind die fondsgebundenen Vorsorgeangebote das Richtige. Es gibt unzählige Fonds, die für eine Investition in Frage kommen und es sind hohe Kapitalzuwächse möglich. Allerdings kann die Lage des Aktienmarktes das Kapital auch verringern, anstatt es zu vermehren.

Christian Bulik
Experte für Altersvorsorgeversicherungen
Beratung gefällig? Christian Bulik ist unser allzeitbereiter Versicherungsexperte.

„Eine fondsgebundene Rentenversicherung ist eine Empfehlung für junge Sparer:innen. Sie haben haben noch viel Zeit, um sich ein Kapital aufzubauen und können Kursschwankungen aussitzen. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, dann nehmen Sie sich am besten die Zeit für einen Beratungstermin. Meine Kolleg:innen und ich beantworten dann gern alle Ihre offenen Fragen.“

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Die perfekte Altersvorsorge gesucht? Wir beraten und helfen bei der Auswahl!

Wir bei Comfortplan stehen Ihnen in allen Fragen rund um die Altersvorsorge zur Verfügung. Welche Vorsorgeoption ist die beste? Welche individuellen Faktoren spielen bei der Suche nach der perfekten Rentenversicherung eine Rolle? Wir beraten Sie und unterstützen Sie bei Ihrer Altersvorsorgeplanung und dabei, maßgeschneiderte Versicherungsangebote zu entdecken.

Bei uns können Sie aber nicht nur von einer umfassenden Beratung profitieren, sondern auch mithilfe eines Vergleichs die besten privaten Rentenversicherungen entdecken. Ob Riester- oder Rürup, ob betriebliche oder private Zusatzrente – mit wenigen Klicks können Sie sich von unseren Expert:innen in Sachen Versicherung und Altersvorsorge ein unverbindliches Angebot anfordern. Im Gespräch finden wir gemeinsam einen Weg zu einer Altersvorsorge, die Ihnen alle (finanziellen) Sorgen nimmt!

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