Leishmaniose behandeln, vorbeugen und das Leben des Hundes verbessern mit der Krankheit. Tipps und Ideen finden Sie hier.

Leishmaniose beim Hund

Was tun gegen die gefährlichen Parasiten?

  • Symptome erkennen
  • Behandlungsmethoden
  • Tipps zur Vorbeugung
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Leishmaniose beim Hund: Das Wichtigste auf einem Blick

Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit, die vor allem in warmen Regionen verbreitet ist. Sie wird in erster Linie durch die Sandmücke übertragen.

Die Erkrankung ist nicht heilbar und kann unbehandelt in kurzer Zeit zum Tod des infizierten Hundes führen. Es ist daher sehr wichtig, den Hund rechtzeitig zu diagnostizieren und zu therapieren.

Mit den richtigen Medikamenten können Hunde viele Jahre lang mit der Leishmaniose leben. Da sie für immer auf Medikamente angewiesen sind, ist eine Hundekrankenverischerung von unschätzbarem Wert.

Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

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Leishmaniose beim Hund: Was tun gegen die gefährlichen Parasiten?

Hat sich ein Hund mit Leishmaniose angesteckt, heißt es, keine Zeit zu verlieren. Die winzigen Parasiten, die für diese Erkrankung verantwortlich sind, können sehr schnell sehr viel Schaden anrichten. Wir zeigen Ihnen, was hinter dieser Infektionskrankheit steckt und was Sie tun können, wenn es Ihren Vierbeiner erwischt hat.

Was ist Leishmaniose?

Bei Leishmaniose handelt es sich um eine Krankheit, die von einzelligen Parasiten, den sogenannten Leishmanien, verursacht wird. Hunde, die daran erkranken, können unterschiedliche Symptome entwickeln, von denen manche schwerwiegender sind als andere. Tiere, die sich mit den Parasiten anstecken, leiden ihr Leben lang an den Folgen.

Es gibt aktuell keine Möglichkeit, die Erkrankung vollständig zu heilen. Alles, was Hundebesitzer:innen tun können, ist die Symptome zu behandeln. Unterschieden werden zwei Krankheitsformen: viszerale und kutane Leishmaniose. Während die erstgenannte Form die inneren Organe schädigt, wirkt sich die zweite Erkrankungsform in erster Linie auf die Haut aus.

Wie stecken sich Hunde mit Leishmaniose an?

Der Überträger der heimtückischen Erkrankung ist die Sandmücke bzw. der Vertreter der Gattung Phlebotomus mascitti, einer Unterfamilie der Sandmücke. Ein Stich genügt, damit die Parasiten den Körper des Hundes befallen können. Ansteckungen sind aber auch von Hund zu Hund möglich – und zwar über Sekrete. Da die Leishmanien in der Lage sind, die Plazentaschranke zu durchbrechen, können infizierte Hündinnen in der Schwangerschaft ihre Welpen anstecken.

Können sich Menschen mit Leishmaniose infizieren?

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Zoonose. Das bedeutet, dass sie auch für den Menschen gefährlich werden kann. Allerdings ist die Übertragung zwischen Hund und Mensch eine sehr seltene Erscheinung. Vielmehr sind Sandmücken auch hier die Übeltäter.

Wo besteht die Gefahr der Ansteckung mit Leishmaniose?

Nicht umsonst trägt die Leishmaniose den Beinamen „Mittelmeerkrankheit“. Sie ist in vielen Mittelmeerländern wie Spanien, Protugal oder Italien verbreitet. Sie kommt aber auch im Nahen Osten oder in Afrika vor. In den warmen Regionen Mittel- und Südamerikas besteht ebenfalls die Gefahr einer Ansteckung.

Unser Tipp: Wenn Sie vorhaben, mit Ihrem Hund in Länder zu reisen, in denen eine Ansteckung möglich ist, sollten Sie wenn möglich den Zeitpunkt Ihrer Reise mit Bedacht wählen. In den Monaten August und September ist die Sandmücke besonders aktiv. Vor allem in den Abendstunden und in der Nacht sollten Sie auf zusätzlichen Insektenschutz achten.

Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Anja Schlicht Redakteurin & Tierliebhaberin

Welche Symptome hat Leishmaniose beim Hund?

Je nachdem, um welche Krankheitsform es sich handelt, sehen die Symptome bei jedem erkrankten Hund anders aus. Auch die Schwere der Verläufe ist individuell – ebenso wie der Beginn der Symptomatik nach einer Ansteckung. Die häufigsten Symptome der Leishmaniose beim Hund sind die folgenden:

Viszerale LeishmanioseKutane Leishmaniose
AppetitlosigkeitHautentzündung
GewichtsabnahmeStarke Hornbildung
LeistungsabnahmeKnoten an der Hautoberfläche
Durchfall und/oder TeerstuhlHautgeschwüre
ErbrechenHaarausfall
NasenblutenTrockenes und brüchiges Fell
Geschwollene LymphknotenUngewöhnlich lange, brüchige Krallen

Wichtig: Manchmal kann der Hund reiner Überträger der Leishmaniose sein, ohne selbst Symptome zu haben. Es ist daher ratsam, nach einer Reise in Risikoländer oder wenn Sie einen Hund aus einem ausländischen Tierheim adoptieren, schnell einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufzusuchen, um den Vierbeiner entsprechend testen zu lassen.

Wie wird Leishmaniose behandelt?

Der Hund zeigt Symptome der Leishmaniose – und nun? In diesem Fall sollten Sie dringend zum Tierarzt oder zur Tierärztin gehen. Dort wird das Tier zunächst einmal gründlich untersucht. Unter anderem erfolgt eine Blut- oder Knochenmarktentnahme für den Erregernachweis. Ist eine hohe Antikörperkonzentration vorhanden, startet der Arzt oder die Ärztin umgehend die Behandlung. In der Regel werden erkrankten Hunden spezifische Medikamente verabreicht. Zu den häufigsten gehören dabei Miltefosin, Glucantim und Allopurinol.

Leider sind nur die Symptome behandelbar, denn die Parasiten wird der Vierbeiner leider nie wieder los. Bleibt eine Leishmaniose unbehandelt, sind die Folgen gravierend. Nierenversagen ist die häufigste Todesursache bei Leishmaniose beim Hund. Oftmals sterben erkrankte und unbehandelte Hunde innerhalb weniger Monate.

Gibt es eine Impfung gegen Leishmaniose?

Ja, Sie können Ihren Hund mit einer Leishmaniose-Impfung schützen. Diese wirkt allerdings nicht bei allen Arten der Parasiten. Außerdem muss sie jedes Jahr aufgefrischt werden. Ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen kommen Sie also nicht aus.

Darum lohnt sich eine Krankenversicherung für den Hund

Die tierärztliche Behandlung gibt es nicht kostenlos. Neben den Kosten für die Untersuchung und Beratung kommen noch die Ausgaben für die Medikamente hinzu. Diese sind an sich nicht allzu teuer – allerdings wird der Hund sie sein ganzes Leben lang benötigen. Zeigen die Medikamente nicht die erwünschte Wirkung oder ist diese nicht stark genug, werden weitere Behandlungen notwendig. Im Laufe der Zeit kann die ärztliche Versorgung sehr teuer werden, vor allem wenn noch andere Erkrankungen hinzukommen.

Um die Bezahlung der Tierarztrechnung müssen Sie sich weniger Sorgen machen, wenn Sie zuvor an eine gute Absicherung denken. Und zwar für den Fall, dass Ihr Hund erkrankt oder einen Unfall hat. Das Zauberwort lautet dabei „Hundekrankenversicherung“. Diese Versicherung erstattet einen Großteil der Kosten, die die tierärztliche Behandlung mit sich bringt.

Maximilian Gruber
Experte für Tierversicherungen

“Empfehlenswert ist es, wenn Sie Ihren Hund krankenversichern, wenn dieser noch jung ist. Dann gibt es zum Einen eine große Auswahl an Versicherern, weil viele vor allem junge und gesunde Tiere in den Versicherungsschutz aufnehmen. Bei älteren Hunden und Tieren mit Vorerkrankung wird die Anzahl der Hundekrankenversicherungen schon kleiner und der Versicherungsschutz wird teurer.”

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Maximilian Gruber
Experte für Tierversicherungen

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So schützen Sie Ihren Hund vor einer Ansteckung mit Leishmaniose

Sie möchten alles dafür tun, dass Ihr geliebtes Haustier niemals an der schlimmen Krankheit leidet? Zum Glück gibt es einige Vorkehrungen, mit denen Sie das Risiko einer Ansteckung minimieren:

  • Schützen Sie Ihren vierbeinigen Begleiter auf Reisen mit einem speziellen Halsband, der den Wirkstoff Deltamethrin enthält.

  • Wechseln Sie das Halsband nach spätestens zwei Wochen aus.

  • Behalten Sie den Hund nach Sonnenuntergang am besten im Haus.

  • Mückenschutz an den Fenstern hält die Insekten von Innenräumen fern.

Fazit: Auf den Fall der Fälle vorbereitet sein

Leishmaniose ist ein tückische Krankheit, die Ihrem Hund viel Leid zufügen kann. Am besten ist es natürlich, wenn Ihr tierischer Mitbewohner gar nicht erst erkrankt. Hat sich der Vierbeiner allerdings angesteckt, bleibt Ihnen noch immer, ihm die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Da die Kosten für Arztbesuche und Medikamente im Laufe der Zeit ziemlich hoch werden können, ist eine gute Hundekrankenversicherung mit das Beste, was Sie für Ihren Hund und Ihr Portemonnaie tun können.

Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

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