Katzen: Impfen & Kosten Impfungen für Katzen: Wichtig für Stubentiger und Freigänger

  • Welche Impfungen braucht Ihre Samtpfote wirklich?
  • Unterschiede bei Wohnungskatzen und Freigängern
  • Kostenersparnis durch Katzenversicherung
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Jenny Gebel - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Gleich ins Thema Katze, Impfung & Kosten einsteigen – Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste rund um Kosten & Impfungen bei Katzen auf einem Blick

Damit sich schwere Krankheiten wie Katzenschnupfen oder Katzenseuche nicht ausbreiten können, müssen mindestens 70 Prozent der Katzen geimpft sein. Eine Impfung sorgt zudem dafür, dass diese Krankheiten mild verlaufen.

Kätzchen sind besonders anfällig für viele Infektionen. Eine rechtzeitige Immunisierung kann für die Kleinen lebensrettend sein.

Nach der Grundimmunisierung muss Ihre Katze in den kommenden Jahren regelmäßig nachgeimpft werden. Diese Vorsorge gibt es nicht umsonst. Eine Katzenkrankenversicherung bezahlt Ihnen die Ausgaben und auch weitere Leistungen zur Gesundheit Ihrer Samtpfote.

Welche Impfungen muss Ihre Katze unbedingt erhalten?

Welchen Schutz die Katze braucht, ist abhängig davon, ob sie als Wohnungskatze oder Freigänger lebt. Wichtig ist zudem, ob das Tier Kontakt zu anderen, unbekannten Katzen haben könnte, zum Beispiel bei der Unterbringung in einer Tierpension. Gibt es ein höheres Ansteckungsrisiko, ist auch ein entsprechender Impfschutz ratsam.

Wichtige Katzenimpfungen (Core-Impfungen)

Gegen zwei Katzenkrankheiten muss nach Ansicht der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) jede Miez geschützt sein:

  • Katzenschnupfen: Klingt harmlos, ist aber eine sehr schwere Infektion, die unter anderem durch feline Herpesviren oder feline Caliciviren oder Bakterien (zum Beispiel Chlamydien) ausgelöst wird. Ausflüsse aus Augen und Nase sind Anzeichen dafür. Besonders Kätzchen leiden bei dieser Krankheit.
  • Katzenseuche (Panleukopenie, Parvovirose, Katzenstaupe, Katzenpest): Ausgelöst durch Parvoviren führt diese Erkrankung dazu, dass immer weniger weiße Blutkörperchen vorhanden sind. Das schwächt die Abwehrkräfte der Katze und macht ihren Körper anfällig für andere Infektionen.

Hinweis: Auch wenn Tierärzt:innen sagen, dass die Impfungen gegen diese schweren Katzenkrankheiten unbedingt für Ihre Katze nötig sind, so gilt dennoch: Eine Impfpflicht für Katzen gibt es in Deutschland nicht.

Bei freilaufenden Katzen empfehlen die Expert:innen außerdem einen Impfschutz gegen Tollwut.

Wohnungskatzen, die keinen Kontakt zu anderen, unbekannten Vierbeinern haben, sind weniger gefährdet. Nur bei Reisen ins Ausland oder bei einem geplanten Aufenthalt in einer Tierpension ist ein solcher Impfschutz auch für sie Vorschrift. Dazu wird die Impfung in den EU-Heimtierpass des Tieres eingetragen.

Empfehlenswerte Katzenimpfungen (Non Core-Impfungen)

Gegen folgende Krankheiten können Sie Ihre Katze impfen lassen, wenn eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht. Bei freilaufenden Fellnasen kann der Schutz sinnvoll sein, Katzen in der Wohnung haben ein eher niedriges Infektionsrisiko:

  • Katzenleukämie (Katzenleukose, FeLV)

  • Bauchfellentzündung (Feline Infektiöse Peritonitis, FIP)

  • Chlamydien (können Katzenschnupfen auslösen)

  • Bordetella bronchiseptica (führt zu Erkrankungen der Atemwege)

  • Pilzinfektionen

Besprechen Sie die Angelegenheit mit Ihrer Tierärztin oder dem Tierarzt und lassen Sie sich eine Impfempfehlung geben.

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In der Rubrik „Wissen“ finden Sie Infos, Tipps und Ratgeber aus verschiedenen Bereichen des Alltags, in denen auch Schutz, Absicherung und Finanzen eine Rolle spielen.

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Worauf sollten Sie achten, wenn Sie Ihre Katze impfen lassen?

Wichtig ist, dass Ihre Katze beim Impftermin rundum gesund ist. Ist das Immunsystem des Tieres noch damit beschäftigt, Krankheitserreger zu bekämpfen, könnte es zu schwach sein, um die Impfung gut auszuhalten. Denn ein Vakzin fordert das Immunsystem etwas heraus. Der Ausbruch von unerwünschten Nebenwirkungen kann die Folge davon sein.

Ein Grund dafür ist die Art und Weise, wie der Schutz durch eine Impfung aufgebaut wird. Dies funktioniert so:

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Impfungen verhindern damit nicht unbedingt eine Ansteckung mit den Krankheitserregern. Vielmehr sorgen sie für einen milden Verlauf.

Ab welchem Alter sollte die Katze einen Impfschutz erhalten?

In den ersten Wochen nach der Geburt sind die Kätzchen durch Antikörper geschützt, die sie über die Muttermilch aufnehmen. Dieser Schutz lässt jedoch allmählich nach. Dann sind gerade Jungtiere am anfälligsten gegen verschiedene Infektionen und brauchen einen wirksamen Schutz.

Die Ständige Impfkommission der Veterinärmediziner empfiehlt ein Grundimmunisierung von Katzenbabys ab der achten Lebenswoche. Die Behandlung besteht aus vier Impfungen, bei Freigängern kommen noch jeweils drei Vakzine gegen Tollwut und Katzenleukämie hinzu. Folgendes Impfschema schlagen die Expert:innen zur Immunisierung der Katzenwelpen vor:

Für Wohnungskatzen

AlterImpfung gegen Katzen­schnupfen und Katzen­seucheImpfung gegen TollwutImpfung gegen Katzen­leukämie (FeLV)
8 Lebens­wochenx
12 Lebens­wochenxMöglich
16 Lebens­wochenxMöglich
15 MonatexMöglich

Für freilaufende Katzen

AlterImpfung gegen Katzen­schnupfen und Katzen­seucheImpfung gegen TollwutImpfung gegen Katzen­leukämie (FeLV)
8 Lebens­wochenx
12 Lebens­wochenxxx
16 Lebens­wochenxxx
15 Monatexxx

 

„Die Tollwutimpfung gehört laut diesen Richtlinien nicht zu den „Must-have-Impfungen“. Da in Deutschland für Katzen keine Ansteckungsgefahr besteht, ist dieser Schutz nicht zwingend erforderlich. Wenn Sie jedoch Ihre Katze mit ins Ausland nehmen wollen, müssen Sie mit einem sogenannten Titertest nachweisen, dass Ihr Tier ausreichend viele Antikörper gegen die Krankheit aufweist. In diesem Fall ist die Impfung im Rahmen der Grundimmunisierung ein Vorteil.“

Jenny Gebel - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Jenny Gebel Redakteurin und Kostenexpertin

Impfauffrischung bei älteren Tieren: Wie oft sollte die Katze geimpft werden?

Damit der Impfschutz langzeitig wirkt, sind Wiederholungsimpfungen nötig. Folgende Abstände schlägt die StIKo Vet dafür vor:

  • Katzenschnupfen: alle ein bis drei Jahre (je nach Impfstoff)
  • Katzenseuche und Tollwut: alle drei Jahre

Ab dem zweiten Lebensjahr sollte Ihre Katze regelmäßig Nachimpfungen erhalten.

Hinweis: In anderen Ländern herrschen andere Bestimmungen. Das betrifft vor allem die Tollwut-Impfung. Wenn Sie mit Ihrer Katze ins Ausland reisen, ist oft eine jährliche Wiederholungsimpfung gegen Tollwut nötig.

Was kostet die Impfung Ihrer Katze?

Laut der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) kostet eine Schutzimpfung für eine Katze zwischen 4,49 Euro (1-facher Gebührensatz) und 13,47 Euro (3-facher Satz). Hinzu kommen noch die Kosten für die Voruntersuchung, den Impfstoff sowie alle Materialkosten, also Spritze, Handschuhe, Desinfektion, die Ausstellung der Impfbescheinigung sowie die Umsatzsteuer.

Eine Impfung bei der Grundimmunisierung kostet damit rund 30 Euro bis 40 Euro.

Für Freigänger-Katzen müssen Sie tiefer in die Tasche greifen, weil diese mehr Schutz benötigen. Die Kosten für eine Impfung liegen dann bei etwa 50 Euro bis 60 Euro.

Denken Sie aber auch daran, dass die Grundimmunisierung aus vier Impfungen besteht, die im Abstand von wenigen Wochen erfolgen. Damit erhöhen sich die Kosten für die Katzenimpfung noch einmal:

Preis für die Grundimmunisierung einer Katze

Wohnunskatze, bis zu
Euro
Freigänger, bis zu
Euro

Die regelmäßige Auffrischungsimpfung schlägt ebenfalls mit etwa 30 Euro bis 40 Euro pro Nachimpfung auf der Tierarztrechnung zu Buche. Die Kosten pro Jahr variieren, da einige Vakzine nicht jedes Jahr verabreicht werden müssen.

Tipp: Eine leistungsstarke Katzenversicherung übernimmt die Kosten für die Grundimmunisierung Ihres Kätzchens im Rahmen der Vorsorgeleistungen. Neben den Impfungen fallen auch Leistungen wie die Wurmkur oder die Zahnsteinentfernung darunter. Darüber hinaus erstattet Ihnen eine Katzenkrankenversicherung die Kosten für die Heilbehandlung Ihrer Fellnase bei Krankheit, Unfall und Operation.

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Welche Nebenwirkungen können nach der Impfung auftreten?

Die modernen Impfstoffe lösen nur noch selten Nebenwirkungen aus. Das bedeutet aber nicht, dass unerwünschte Beschwerden völlig ausgeschlossen sind.

Mit folgenden Symptomen kann Ihre Katze auf die Spritzen reagieren:

  • Sie ist müde, matt und frisst weniger als üblich. Auch leichtes Fieber kann auftreten.
  • Diese Nebenwirkungen treten meist einige Stunden nach der Impfung auf und klingen nach einem, spätestens nach drei Tagen von selbst wieder ab.
  • Manchmal schwillt die Einstichstelle an oder die Katze zeigt leichte Symptome der Erkrankung, gegen die sie geimpft wurde.
  • Bei allergischen Reaktionen wie Durchfall, Erbrechen oder gar Atembeschwerden sollten Sie unbedingt noch einmal mit dem Tier in die Tierarztpraxis gehen.

Zu den seltenen Nebenwirkungen gehört das Impfsarkom. Das ist ein bösartiger Tumor, der sich im Bindegewebe und meistens an der Einstichstelle bildet. Verursacht wird dies vermutlich durch Zusatzstoffe (Adjuvantien), die bei Mehrfachimpfstoffen zugesetzt sind.

Bei Komplikationen kann die Tierarztrechnung schnell in die Höhe schießen. Dann ist es gut, wenn Sie rechtzeitig eine Tierkrankenversicherung für Ihre Samtpfote abgeschlossen haben. Diese übernimmt die Kosten für die Behandlung, nötige OPs und die Nachversorgung.

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