Katze chippen: Kosten Ein Chip für die Katze: Was bringt die Kennzeichnung und was kostet sie?

  • Wann ist das Chippen Ihrer Katze Pflicht?
  • Welche Vorteile gibt es?
  • Welche Infos sind auf dem Chip?
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Jenny Gebel - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Gleich ins Thema Katzen chippen & Kosten einsteigen – Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einem Blick zum Thema Katze chippen

Laut der Tierschutzorganisation Tasso e.V. verschwanden 2020 etwa 80.000 Katzen. Rund 61.500 Samtpfoten konnten wieder nach Hause gebracht werden. Eine Hilfe war die Chip-Kennzeichnung der Tiere.

Ist die Wohnungskatze entwischt? Oder warten Sie darauf, dass Ihre Katze von ihrem täglichen Ausflug zurückkommt. Natürlich machen Sie sich dann viele Sorgen. Eine Kennzeichnung mit Chip hilft Tierheimen und Tierarztpraxen, Sie schnell zu kontaktieren.

Die Kennzeichnung von Katzen oder auch Hunden macht es leicht, die Tiere eindeutig zu identifizieren. Für die Auslandsreise mit Katze ist der Chip inzwischen Pflicht. Viele Katzenkrankenversicherungen übernehmen die Kosten für den harmlosen Eingriff.

Die Kennzeichnung von Haustieren mit einem Transponder, umgangssprachlich auch Mikrochip oder einfach Chip genannt, sorgt immer noch für Unsicherheit bei vielen Tierhalter:innen. Werden persönliche Daten darauf gespeichert? Schadet es meinem Tier? Muss ich meine Wohnungskatze chippen lassen?

In diesem Ratgeber beantworten wir für Sie die wichtigsten Fragen zum Thema Chippen von Katzen.

Wie funktioniert das Chippen der Katze?

Beim Chippen wird Ihrer Katze ein winzig kleiner Mikrochip unter die Haut platziert. Der Transponder ist etwa zwölf Millimeter groß, also nicht viel größer als ein Reiskorn. Tierärzt:innen setzen den Chip mit einer Spritze in den linken Nackenbereich der Katze ein.
Die Prozedur erfolgt sekundenschnell, Betäubung oder Narkose braucht es dafür nicht.

Der kleine Transponder verwächst mit dem Gewebe des Tieres und stört nicht weiter. Einmal eingesetzt, muss er nicht ausgetauscht, aufgeladen oder in anderer Form erneuert werden.

Kann es beim Chippen der Katze zu Komplikationen kommen?

Der Mikrochip besteht aus gewebeverträglichem Material. Er wird flach unter der Haut platziert und verwächst sich schnell im Gewebe. Damit ist er für Ihren Vierbeiner völlig harmlos. Organe, Nerven oder Gefäße werden durch das Chippen nicht verletzt.

Was kostet es, die Katze chippen zu lassen?

Die Kosten für den Eingriff können je nach Tierarztpraxis und je nach Transponder-Art unterschiedlich hoch sein.Sie liegen normalerweise zwischen 30 Euro und 50 Euro.

Ein Blick in die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) zeigt, dass die reine Implantation eines Mikrochips bis zu 19,23 Euro (zuzüglich Umsatzsteuer) kosten kann. Ein Teil der gesamten Tierarztrechnungergibt sich daher auch aus dem Material des Chips.

Daneben wird das Ablesen des Mikrochips wird mit rund 10 Euro (im dreifachen Gebührensatz) in Rechnung gestellt.

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So können Sie Ihrer Samtpfote helfen

In der Rubrik „Wissen“ finden Sie Infos, Tipps und Ratgeber aus verschiedenen Bereichen des Alltags, in denen auch Schutz, Absicherung und Finanzen eine Rolle spielen.

Zum Beitrag

Einzelne Eingriffe kosten vielleicht nicht viel. Alles zusammengerechnet, ergibt am Ende doch eine stolze Summe auf der Tierarztrechnung. Eine Katzenkrankenversicherung hilft Ihnen dabei, diese Kosten zu stemmen, auch beim Chippen Ihrer Katze. Einige Versicherer, wie Petplan und Barmenia und setzen die Chip-Kennzeichnung sogar voraus, wenn Sie eine Versicherung abschließen wollen.

Zu den Katzenversicherungen

Welche Infos sind auf dem Chip gespeichert?

Auf dem Mikrochip ist eine 15-stellige Nummer gespeichert. Sie setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

  • Einem dreistelligen Ländercode
  • Der Herstellernummer des Transponders
  • Einer individuellen Kennzahl

Persönliche Daten wie Name, Adresse oder Kontaktdaten enthält der Transponder nicht. Es ist auch nicht möglich, Ihre Katze über den eingesetzten Transponder zu orten. Der Chip dient nur dazu, die Kennnummer zu speichern. Mithilfe eines Auslesegerätes können Tierärzt:innen sowie die Mitarbeiter:innen in Tierheimen die Nummer von dem Chip abrufen.

Um Sie als Katzenhalter:in ausfindig zu machen, braucht es noch einen Blick in das Haustierregister.

Die Registrierung im Haustierregister

Mit dem Einsetzen des Chips ist die eindeutige Kennzeichnung Ihrer Katze noch nicht erledigt.

Im Anschluss daran müssen Sie sich und Ihre Samtpfote in einem Haustierregister eintragen. Die drei größten Tierregister in Deutschland sind

  • Tasso e.V. (Tierschutzorganisation): kostenlos
  • FINDEFIX (Deutscher Tierschutzbund): kostenlos
  • IFTA (Internationale zentrale Tierregistrierung): kostenpflichtig

Die drei Datenbanken sind miteinander vernetzt. Es genügt daher, wenn Sie sich bei einem Haustierregister anmelden.

Dort hinterlegen Sie Ihre Kontaktdaten und die Chip-Nummer Ihrer Katze.

Hinweis: Die Registrierung als Tierhalter:in ist ein wichtiger Schritt. Denn ohne diesen Eintrag in der Datenbank weiß niemand, dass die entlaufene Katze zu Ihnen gehört. Die ID-Nummer allein hilft nicht weiter. Ohne Registrierung ist das Chippen der Katze sinnlos.

Warum werden Katzen gechippt?

Die Kennzeichnung mit Chip macht es einfacher, ein Tier eindeutig zu identifizieren. Ist Ihre freilaufende Katze beispielsweise in einen Unfall verwickelt, können helfende Tierärzt:innen mit einem Lesegerät die Nummer erfassen und über die Datenbank Ihre Kontaktdaten ermitteln.

Auch Tierheime sind mit den Auslesegeräten ausgestattet. Bei vermeintlich herrenlosen Fundtieren lassen sich die Besitzer:innen ermitteln. So finden entlaufene Katzen, aber auch Hunde, schnell wieder zurück in ihr Zuhause.

Bei freilaufenden Katzen empfiehlt sich das Chippen, wenn Sie sicher sein wollen, dass Sie Ihre Schmusekatze wiederbekommen, falls diese bei ihrem Streifzug durchs Revier einmal auf Abwege gerät. Die Tierschutzorganisationen wie Tasso helfen auch bei der Suche.

Muss ich meine Katze chippen lassen?

Das Chippen der Katze und die Registrierung über Transponder sind in Deutschland keine allgemeine Pflicht für Katzenbesitzer:innen. Einzelne Bundesländer und Landkreise haben jedoch Katzenschutzverordnungen erhoben, um die Vermehrung von streunenden Katzen zu verhindern. Diese sehen auch die Kennzeichnung von Freigängern vor. Zum Beispiel Berlin: Dort müssen freilaufende Katzen, die älter als fünf Monate sind, seit 2022 kastriert und über einen Chip gekennzeichnet sein.

Lebt Ihre Katze in der Wohnung, ist das Chippen nicht unbedingt notwendig. Aber auch Stubentiger können entwischen. Sollte das verirrte Tier in einem Tierheim abgegeben oder in eine Tierarztpraxis gebracht werden, stehen die Chancen mit Kennzeichnung gut, dass Sie kontaktiert werden und Ihre Fellnase abholen können.

Laut Tasso e.V. kann es bei Katzen ohne Kennzeichnung bis zu zwölf Tage dauern, ehe die Besitzer eines Fundtieres ausfindig gemacht sind. In diesem Fall ist das Chippen Ihrer Katze eine Form der Sicherheit.

Wann muss Ihre Katze gechippt sein?

Wollen Sie mit Ihrer Samtpfote eine Reise ins EU-Ausland unternehmen, müssen Sie sich rechtzeitig darum kümmern, alle Auflagen zu erfüllen. Neben den erforderlichen Impfnachweisen sind der EU-Heimtierausweis sowie eine eindeutige Kennzeichnung des Tieres Pflicht. Das Chippen hat sich dafür international durchgesetzt. Eine Tätowierung als Kennzeichen wird seit 2012 bei Reisen ins europäische Ausland nicht mehr anerkannt.

Auch einige Katzenkrankenversicherungen nehmen nur Tiere in den Versicherungsschutz auf, die gechippt sind. Grund: Nur so lassen sich die Tiere eindeutig identifizieren.

Alternativen zum Mikrochip

Neben dem Mikrochip haben Sie zwei andere Formen, um Ihre Katze zu kennzeichnen:

  • Das Halsband mit Adressanhänger
  • Die Tätowierung im Ohr
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Was kann der Mikrochip besser?

Ein Mikrochip ist leider nicht von außen zu sehen. Man braucht ein Lesegerät und die Haustierregistratur, um Ihre Kontaktdaten herauszufinden. Das kann sich als Nachteil erweisen, da noch nicht viele Menschen wissen, dass man Haustiere chippen kann. So kann es doch passieren, dass eine zugelaufene Katze beim Finder oder der Finder:in bleibt. Erst beim nächsten Tierarztbesuch könnte die Nummer ausgelesen werden.

Vorteilhaft ist das Chippen der Katze, weil die Kennzeichnung immer lesbar bleibt. Zudem geht das Einsetzen ohne Betäubung, schnell und stressfrei für das Tier. Als Pluspunkt erweist sich der Chip zudem, wenn Sie sich ein Wunderwerk der Technik anschaffen: eine Katzenklappe mit Chip-Erkennung. Diese öffnet das Türchen nur, wenn die Katze mit der richtigen ID-Nummer davorsteht. Neugierige, fremde Katzen haben dann in Ihrem Haus keinen Zutritt mehr.

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