Wie hoch ist die Hundesteuer in welchem Bundesland? Eine wichtige Frage, schon vor dem Hundekauf.

Hundesteuer - Kosten, Tabelle, Rechner

So viel müssen Sie für Ihren Vierbeiner pro Bundesland zahlen

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Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Alles zur Hundesteuer im Überblick – Inhaltsverzeichnis

Hundesteuer: Das Wichtigste auf einem Blick

In Deutschland müssen alle Hundehalter:innen regelmäßig Hundesteuer zahlen. Die Höhe hängt dabei vom Wohnort ab.

Für Hunderassen, die als gefährlich eingestuft sind, werden in vielen Bundesländern höhere Steuern fällig. Dabei können die Länder diese Listenhunde jeweils unterschiedlich einstufen.

In sechs Bundesländern gilt außerdem die Verpflichtung, eine Hundehaftpflicht­versicherung abzuschließen. Wir helfen Ihnen bei der Suche nach dem besten Tarif!

Hundesteuer: So viel kostet der Vierbeiner pro Bundesland

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Kein Wunder, denn die Vierbeiner sind loyale Lebensbegleiter und machen ihre Besitzer:innen jeden Tag glücklich. Doch ein Hund bringt nicht nur Freude, sondern auch Verpflichtungen. Eine davon ist die Hundesteuer, die in jeder Kommune anders geregelt ist. Bei uns entdecken Sie nachfolgend einen Überblick über Steuern für die Hundehaltung und erfahren, in welchen Bundesländern weitere Pflichtkosten auf Sie zukommen.

Die Hundesteuer in Deutschland

Bereits im Mittelalter mussten Bauern eine Art Gebühr für ihre Hunde an die Lehnsherren bezahlen. Auch heutzutage leisten Hundehalter:innen in Deutschland eine regelmäßige Abgabe in Form der Hundesteuer. Deutschland gehört in heutiger Zeit europaweit zu den wenigen Ländern, die eine Steuer auf Hundehaltung erheben. Österreich, die Schweiz und die Niederlande sind weitere europäische Länder mit Hundesteuer.

Es handelt sich um eine sogenannte Gemeindesteuer. Das bedeutet, dass jede Gemeinde eigene Regelungen hat und eigene Steuersätze erheben kann. Dies ist auch der Grund, warum sich die Steuersätze von Ort zu Ort deutlich unterscheiden. Eine Übersicht über die jährlichen Kosten der Bundesländer finden Sie in der nachfolgenden Hundesteuer-Liste:

Steuersätze für Hunde nach Bundesland
  • Baden Württemberg 108 bis 120 Euro
  • Bayern 84 bis 132 Euro
  • Berlin 120 Euro
  • Brandenburg 72 bis 108 Euro
  • Bremen 150 Euro
  • Hamburg 90 Euro
  • Hessen 90 bis 180 Euro
  • Mecklenburg-Vorpommern 96 bis 108 Euro
  • Niedersachsen 120 bis 132 Euro
  • Nordrhein-Westfalen 96 bis 156 Euro
  • Rheinland-Pfalz 114 bis 186 Euro
  • Saarland 72 bis 120 Euro
  • Sachsen 96 bis 108 Euro
  • Sachsen-Anhalt 90 bis 100 Euro
  • Schleswig-Holstein 126 bis 144 Euro
  • Thüringen 84 bis 108 Euro

Wie Sie sehen können, zahlen Sie für den Ersthund einen anderen Steuerbetrag als für den Zweithund und weitere Vierbeiner in Ihrem Haushalt. Informieren Sie sich am besten noch vor der Anschaffung über Hundesteuer-Kosten und Zahltermine, wobei Sie sich für eine vierteljährliche, halbjährliche und jährliche Zahlung entscheiden können. So sind Sie von Anfang an gut vorbereitet und müssen sich um Bußgelder keine Gedanken machen.

Besondere Regelungen bei der Hundesteuer

Neben den allgemeinen Steuersätzen gelten in einigen Bundesländern und bei bestimmten Hunderassen besondere Regelungen. So zahlen Halter:innen sogenannter Listenhunde in vielen Bundesländern höhere Hundesteuern.

Dies liegt daran, dass bestimmte Hunderassen als potentiell gefährlich eingestuft werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch kennen Sie diese Hunde sicher als sogenannte „Kampfhunde“. Auf der Liste dieser „gefährlichen“ Hunderassen stehen unter anderem American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier  und Rottweiler.

Hundesteuer bei gewerblicher Haltung

Wer Hunde rein gewerblich hält, zum Beispiel als Spürhund oder jagdhund, muss in Deutschland keine Hundesteuer zahlen. Allerdings muss zweifelsfrei nachgewiesen sein, dass die Haltung einen rein erwerbswirtschaftlichen Zweck hat. Dies ist der Fall, wenn Halter:innen auf eigene Rechnung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr teilnehmen und die Absicht haben, Gewinne zu erzielen.

Ermäßigung und Befreiung der Hundesteuer

Obwohl die Hundesteuer-Kosten in den Gemeinden geregelt werden, sind die Ermäßigungen und Befreiungen für bestimmte Hunde bundesweit einheitlich geregelt. Bei der Steuerermäßigung sind je nach Gemeinde Nachlässe von 30 bis  50 Prozent möglich.

 

SteuerermäßigungSteuerbefreiung
Diensthunde wie Polizei- und TherapiehundeAssistenztiere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie Gehörlosen- und Blindenhunde
Tiere, die Gebäude überwachen und dabei im Außenbereich eingesetzt werdenRettungshunde wie Lawinenspürhunde oder Wasserrettungshunde
Fundhunde bzw. Hunde, die im Tierheim lebenHerdenschutzhunde sowie Hirten- und Hütehunde
Halter:innen, die Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz bekommenHunde, die für Feld-, Forst- und Jagdschutz eingesetzt werden
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Das müssen Sie über den eigenen Vierbeiner wissen

In der Rubrik „Wissen“ finden Sie InfosTipps und Ratgeber aus verschiedenen Bereichen des Alltags, in denen auch Schutz, Absicherung und Finanzen eine Rolle spielen.

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So melden Sie Ihren Vierbeiner bei Ihrer Gemeinde an

In der Regel sind Hunde beim zuständigen Amt der Gemeinde anzumelden, in der Sie wohnhaft sind. Dies sollte innerhalb von zwei bis vier Wochen nach Anschaffung des Haustiers geschehen. Je nach Wohnort erfolgt die Anmeldung online, per Post, telefonisch oder persönlich. Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Bescheid über die Höhe der Hundesteuer sowie die Steuermarke für das Hundehalsband.

Die Anträge für die Ermäßigung oder Befreiung der Hundesteuer reichen Sie ebenfalls bei Ihrer Gemeinde ein. Denken Sie daran, dass Sie einen Nachweis dafür haben müssen, dass sich Ihr Hund dafür qualifiziert.

Unser Tipp:

Sie sollten Ihren Hund auf jeden Fall bei Ihrer Gemeinde anmelden. Mancherorts werden regelmäßige Kontrollen von Hundesteuermarken durchgeführt. Besitzt ein Hunde keine gültige Marke, kann das Versäumnis Geldbußen bis zu 10.000 Euro nach sich ziehen. Denken Sie außerdem daran, den Vierbeiner bei einem Umzug am neuen Wohnort anzumelden.

Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Anja Schlicht Redakteurin & Tierliebhaberin

Haben Sie schon einmal an eine Versicherung für Ihren Vierbeiner gedacht?

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Nicht nur die Hundesteuer: Weitere Pflichtkosten für Hundebesitzer:innen

Während die Hundesteuer in ganz Deutschland erhoben wird, kommen auf Frauchen und Herrchen in einigen Bundesländern weitere Verpflichtungen zu. Die Rede ist von der Hundehaftpflicht­versicherung, die Halter:innen in den folgenden Ländern besitzen müssen:

  • Berlin
  • Hamburg
  • Sachsen-Anhalt
  • Niedersachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

In den anderen Bundesländern gilt die Versicherungspflicht nur für bestimmte Hunderassen. (Stichwort: Listenhunde). Lediglich Mecklenburg-Vorpommern verzichtet in Gänze auf die Versicherungspflicht.

Diese Leistungen umfasst eine Hundehaftpflicht­versicherung

Es gibt so einiges, was im Laufe eines Hundelebens alles passieren kann. Selbst die besterzogenen Haustiere können einmal Unsinn anstellen, aus dem großer und vor allem teurer Schaden entstehen kann. Daher ist es, unabhängig von den gesetzlichen Vorschriften, mehr als empfehlenswert, über eine Hundehaftpflicht­versicherung nachzudenken. Sie schützt Sie vor hohen Kosten zum Beispiel in den folgenden Fällen:

  • Personenschäden durch Bisse oder Unfälle

  • Sachschäden und Mietsachschäden

  • Schäden bei Missachtung des Leinenzwangs

  • Ungewollter Deckakt

  • Schutz bei Schäden im Ausland

  • Absicherung bei Vermögensschäden

  • Abdeckung des Fremdhüterrisiko

Maximilian Gruber
Experte für Tierversicherungen
Freude bei der Arbeit - Maximilian Gruber ist einer der beliebtesten Berater bei Comfortplan.de

“Als Tierhalter:in haften Sie nicht nur für die Unfälle und Schäden, die Ihr Hund verursacht. Auch für mögliche Folgeschäden können Sie im Rahmen dieser Haftpflicht zur Kasse gebeten werden. Diese Schadenersatzforderungen werden vor allem dann teuer, wenn Personen verletzt wurden. Daher ist eine Hundehaftpflicht meiner Meinung nach für jede Hundehalterin und jeden Hundehalter sinnvoll. Denn dieser Versicherungsschutz deck Schäden bis in Millionenhöhe ab. Die Kosten sind dennoch relativ günstig.”

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Maximilian Gruber
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Wir von Comfortplan haben es uns zum Ziel gesetzt, Ihnen dabei zu helfen, maßgeschneiderte Versicherungsangebote zu entdecken. Entweder Sie rufen uns an und wir klären Ihre Fragen bei einem Beratungstermin. Wenn Sie sich lieber auf eigene Faust einen Überblick verschaffen wollen, dann sind unsere Vergleichsrechner zur Hundehaftpflicht ein Tipp für Sie. Dort müssen Sie lediglich einige Angaben zu Ihnen und Ihrem Hund eintragen. Mit einem Klick erhalten Sie danach Vorschläge zu günstigsten Versicherungstarife, die zu Ihren persönlichen Angaben passen.

Haben Sie gewusst, dass Sie bei uns auch Hundekranken­versicherungen vergleichen können? Mit einer Krankenversicherung für Ihren felligen Vierbeiner sorgen Sie dafür, dass Sie sich mögliche, komplizierte und meist auch teure Tierarztbehandlungen leisten können. Weil die Tierkrankenversicherung die Kosten für OP, Unfallbehandlung oder die Behandlung in der Tierarztpraxis erstattet. Natürlich ist auch dieser Tarifvergleich unverbindlich und kostenlos. Jetzt Tarife zur Hundekranken­versicherung vergleichen!

Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

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