Hund: Röntgen und Kosten Der Hund muss zum Röntgen! Welche Kosten kommen auf Sie zu?

  • Wann ist Röntgen beim Hund nötig?
  • Was kostet die Untersuchung?
  • Welche Risiken bringt Röntgen mit sich?
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Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

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Das Wichtigste zum Thema Kosten beim Röntgen eines Hundes

Röntgen wird in der Tiermedizin häufig eingesetzt, um Auffälligkeiten beim Bewegungsapparat zu untersuchen. Knochen werden bei dem Verfahren auch ohne Hilfsmittel deutlich dargestellt.

Zu den Kosten für das Röntgen gehören ebenfalls Voruntersuchung, Narkose und Verfahren für Kontrastmittel dazu. Je nach Aufwand und Anzahl der Aufnahmen starten die Preise bei rund 50 Euro und können nach oben hin stark variieren.

Eine Hundekrankenversicherung übernimmt diese Rechnung, wenn der Eingriff medizinisch notwendig ist. Wir helfen Ihnen, einen Tarif zu finden, der Ihnen für Ihren Vierbeiner den besten Leistungsumfang bietet.

Wann muss der Hund zum Röntgen?

Wenn Ihr Hund plötzlich das Bein hinterherzieht oder nicht mehr gerne läuft, ahnen Sie als erfahrene:r Hundebesitzer:in schon, dass etwas nicht stimmt. Wahrscheinlich hat er irgendwo Schmerzen. Wenn die Tierärztin oder der Tierarzt durch Abtasten oder Beobachtung des Gangbildes keine sichere Diagnose stellen kann, muss zur Sicherheit ein Blick ins Innere des Hundekörpers geworfen werden.

Eine bekannte Methode dafür ist das Röntgen. Das Tier liegt dazu auf einem Untersuchungstisch und wird über den Röntgenapparat mit Strahlen durchleuchtet. Die verschiedenen Gewebestrukturen wie Knochen, Muskeln und Organe ergeben das Röntgenbild, das zur weiteren Untersuchung dient.

Tierärzt:innen setzen dieses bildgebende Verfahren ein, um Erkrankungen von Skelett, Knochen und inneren Organen sicher zu bestimmen. Das Röntgen hilft bei der Diagnose von verschiedenen Auffälligkeiten, zum Beispiel:

Veränderungen am Skelett

Brüche, Fehlstellungen, Verknöcherungen der Wirbelsäule, Abnutzung, Arthrose

Schädelveränderungen

Kiefer, Nebenhöhlen, Gehörgang

Veränderungen an inneren Organen

Tumore, Blutungen, Magendrehung, Organ-Vergrößerungen

Fremdkörper im Bauchraum

etwa ein verschlucktes Spielzeug

Trächtigkeit einer Hündin

Anzahl und Größe der Welpen

Zahnerkrankungen

Dentalröntgen

Darüber hinaus kann das Röntgen zur Absicherung von Diagnosen und zum Gegen-Check von Krankheitsmerkmalen dienen.

  • Bei einem Kreuzbandriss sorgt das Röntgen für mehr Sicherheit, zum Beispiel wenn die Verletzung mit anderen Diagnosemethoden schwer zu erkennen ist.
  • Ein Tumor lässt sich durch eine Blutuntersuchung in Kombination mit Röntgen zweifelsfrei nachweisen.

Röntgen bei Knochenerkrankungen

Vor allem knöcherne Strukturen werden durch die Röntgenuntersuchung gut abgebildet. Kein Wunder, dass Tierärzt:innen für die Untersuchung von Knochenerkrankungen an Wirbelsäule, wie Spondylosen, oder Gelenken oft auf das Röntgen setzen.

Andere bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT), Ultraschall oder die Kernspintomographie (auch bekannt als MRT oder „Röhre“) eignen sich dagegen, wenn es um die Untersuchung der inneren Organe geht.

Für die genaue Diagnose von Verletzungen und Erkrankungen beim Hund kann eine Kombination aus mehreren Untersuchungsmethoden erforderlich sein, etwa bei einem Bandscheibenvorfall oder bei einem Tumor.

  • Für Hüftdysplasie (HD) und Ellenbogengelenksdysplasie (ED) gibt es sogar eigenständige Röntgenverfahren, das HD-Röntgen bzw. ED-Röntgen. Bei bestimmten Hunderassen sollten diese Untersuchungen schon im Welpenalter erfolgen, also etwa mit ein bis anderthalb Jahren. Dann sind die Auffälligkeiten am Skelett erkennbar und Sie können sich rechtzeitig um eine Behandlung, eine Operation oder eine Unterstützung für Ihren Hund kümmern.

Gelenkerkrankungen wie Dysplasien von Hüfte und Ellenbogen sind bei Hunden oft erblich. Aus diesem Grund fordern Zuchtverbände eine Röntgenuntersuchung, bevor sie eine Zulassung erteilen.

“Ist das Röntgen medizinisch erforderlich, übernimmt eine Hundekrankenversicherung die Tierarztkosten für die Behandlung. Allerdings schließen einige Versicherungen die Kostenübernahme bei rassespezifischen Erkrankungen aus, etwa bei Hüftdysplasie. Erkundigen Sie sich daher vor einer anstehenden Untersuchung bei Ihrer Versicherung, ob sie die Tierarztrechnung trägt.”

Maximilian Gruber - Ihr Berater für Versicherungen und Leben bei Comfortplan.de

Maximilian Gruber Experte für Tierversicherungen

Welche Kosten entstehen beim Röntgen des Hundes?

Die Kosten für eine Röntgenuntersuchung regelt die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Sie gibt einen mehrstufigen Preisrahmen vor, nach dem die Tiermediziner:innen ihre Leistungen für Impfungen, Kastration, Kreuzbandriss, Röntgen und mehr abrechnen.

Je nachdem, wie kompliziert oder zeitaufwendig das Röntgen war, rechnet die Tierärztin beziehungsweise der Tierarzt die Kosten im einfachen bis dreifachen Gebührensatz ab. Bei Notfalleinsätzen gilt seit Anfang 2020 sogar ein vierfacher Satz. Die Tierarztkosten steigen also immer weiter an.

Das Röntgen des Hundes setzt sich unter anderem aus diesen Behandlungsschritten zusammen:

BehandlungsschrittKostenspanne
Durchleuchtung25,65 Euro bis 76,95 Euro
Erste und zweite Aufnahme je32,07 Euro bis 96,21 Euro
Weitere Aufnahmen je19,24 Euro bis 57,72 Euro
Kontrastmitteluntersuchung (je nach Verfahren und Körperteil)6,41 Euro bis 192,42 Euro

Quelle: Gebührenordnung für Tierärzte (2020), Ziffer 410

Achtung: Die angegebenen Behandlungsschritte für den Röntgenvorgang bei Hunden und Katzen sind ein Vorschlag aus der Gebührenordnung. Auf der Tierarztrechnung können darüber hinaus weitere Leistungen aus der Gebührenordnung erscheinen, wie Narkose, der begleitende Gesundheitscheck oder eine Blutuntersuchung. Daher lassen sich die Kosten für das Röntgen eines Hundes kaum pauschal bestimmen, trotz Gebührenordnung.

Eine Hundekrankenversicherung, die den vollen Krankenversicherungsschutz abdeckt, übernimmt die Kosten, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist. Eine Hunde-OP-Versicherung bezahlt nur für Behandlungen, die zur Operation dazugehören. Manche Versicherer zählen die nötigen Voruntersuchungen wie das Röntgen vor der OP dazu, andere wieder nicht.

Sie sind noch auf der Suche nach einer passenden Versicherung? Dann vergleichen Sie vor dem Abschluss die Leistungsangebote der einzelnen Tarife.

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Wie funktioniert Röntgen beim Hund?

Im Allgemeinen ist das Röntgen schnell erledigt. Wenn Ihr Hund entspannt genug ist und auch Vertrauen zum Personal in der Tierarztpraxis gefasst hat, kann es sogar ausreichen, wenn ihn eine Person in der passenden Position auf dem Untersuchungstisch kurz festhält. Eine Narkose ist nicht bei jedem Röntgen notwendig.

Kurze Narkose für bessere Ergebnisse

Es gibt jedoch Situationen, in denen der Hund eine Position halten muss, die für ihn schmerzhaft sein kann. Vielleicht muss er die Beine strecken, hat aber Gelenkschmerzen.

Zudem muss die Röntgenaufnahme den betroffenen Körperteil in bestmöglicher Qualität zeigen. Ein lebhafter Hund, der herumzappelt, sabotiert eine gelungene Aufnahme.

In vielen Fällen ist es deshalb doch empfehlenswert, wenn Ihr Vierbeiner eine Kurzzeitnarkose erhält. Es macht die Prozedur für Ihren kranken Hund leichter und erträglicher. Außerdem geht das Röntgen dann schneller. Die Kurznarkose hält etwa fünf bis zehn Minuten an. Unmittelbar danach können Hundehalter:innen ihre Fellnase wieder munter mit nach Hause nehmen.

“Kleiner Tipp: Muss Ihr Hund in der Tierarztpraxis wegen Zahnproblemen in Narkose gelegt und geröntgt werden, führen die Veterinär:innen auf Wunsch bei diesem Eingriff gleich weitere Behandlung aus, zum Beispiel eine Zahnsteinentfernung. “

Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Anja Schlicht Online-Redakteurin & Tierfreundin

Voraussetzungen für das Röntgen des Hundes

Ist eine Röntgenuntersuchung mit Narkose als fester Termin in der Tierklinik vereinbart, ist es wichtig, dass Ihr Hund einen leeren, nüchternen Magen hat. Er muss also für diesen Tierarztbesuch einmal auf das Frühstück verzichten. Ein Grund ist die Narkose, die das Tier erhält, damit es während der Untersuchung ruhig liegen bleibt.

In der Regel untersucht die Tierärztin oder der Tierarzt Ihren Hund vorher, um sicherzugehen, dass er gesundheitlich fit genug ist, um die Narkose auszuhalten. Bei einigen, vorwiegend sehr großen Hunderassen ist sogar ein EKG, also eine Herzuntersuchung, ratsam, wenn sie eine Veranlagung zur Herzrhythmusstörung haben.

Röntgen mit Kontrastmittel

Kontrastmittel verstärken die Hell-Dunkel-Unterschiede auf dem Röntgenbild künstlich. Tierärzt:innen erkennen so Gefäße oder Hohlräume von Organen besser. Laut Arzneimittelgesetz sind Kontrastmittel Medikamente, die über die Vene verabreicht werden. Sollen Körpervorgänge über eine Röntgenaufnahme sichtbar gemacht werden, verabreicht die Ärztin oder der Arzt das Mittel über einen Nahrungsbrei. So lassen sich Verdauungsbewegungen besser abbilden und nachvollziehen.

Was ist digitales Röntgen?

Beim normalen (analogen) Röntgen wird das Bild zuerst mithilfe der Röntgen-Strahlung erstellt und danach auf einem Film entwickelt. Bei der neuen Röntgenmethode wird das Bild digital erfasst. Die Tiermediziner:innen können die Abbildung abspeichern, auf dem Computerbildschirm anzeigen und vergrößern. Weitere Vorteile: Das Verfahren braucht weniger Material und ist damit preisgünstiger.

Welche Risiken gibt es beim Röntgen für Ihren Hund?

In einzelnen Fällen lösen die Kontrastmittel unerwünschte Nebenwirkungen aus, etwa Reizungen an den Gefäßen oder allergische Reaktionen wie Erbrechen, leichte Temperaturerhöhung oder Nervosität. Ionische Jodlösungen als Kontrastmittel im Magen-Darm-Bereich entziehen dem Körper außerdem Wasser. Wird Ihr Hund ohne Kontrastmittel geröntgt, ist das Risiko für Nebenwirkungen geringer.

Röntgenstrahlen sind leicht radioaktiv. Die Strahlenuntersuchung ist daher grundsätzlich krebserregend. Diesem Risiko ist nicht nur Ihr Hund ausgesetzt, sondern auch die Tierarzthelfer:in, die Ihrem Vierbeiner beim Röntgen die Pfote halten. Daher wägen Tierärzt:innen genau ab, ob das Röntgen des Hundes wirklich von Nutzen ist.

Es gilt: Je weniger Aufnahmen nötig sind, desto besser. Das hält nicht nur die Kosten für das Röntgen des Hundes gering, sondern auch die Strahlenbelastung für Hund und Mensch.

Das mag alles dramatisch klingen. Daher noch ein Hinweis: Das Risiko einer nicht erkannten Krankheit ist oft größer als eine Untersuchung, die viele Röntgenaufnahmen erfordert.

Die Methode des Röntgens ist anerkannt, vergleichsweise risikoarm und ein wichtiger Teil der Diagnostik, nicht nur in der Tierklinik. Für das verbreitete digitale Röntgen ist außerdem sehr geringe Strahlendosis nötig.

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