Entwurmung beim Hund:

So haben Würmer keine Chance

  • Symptome deuten. Ist Ihr Liebling betroffen?
  • Behandlungsmethoden verstehen
  • Prävention und Kostenübersicht finden
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Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

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Das Wichtigste zur Entwurmung beim Hund auf einen Blick

Wurmbefall ist eine unangenehme Erfahrung für den Hund. Es gibt viele Arten der kleinen Parasiten, die sich im Hundekörper ansiedeln können. Jede von ihnen verursacht Schäden im Organismus des Tieres.

Regelmäßige Wurmkuren rücken den Schädlingen auf die Pelle und können auch vorbeugend eingesetzt werden. Es gibt diverse Mittel und die meisten Hunde vertragen eine Entwurmung ganz ohne Nebenwirkungen.

Um sich regelmäßige hohe Kosten für Wurmkuren und andere Behandlungen zu ersparen, sollten Sie über eine Hundekrankenversicherung nachdenken. Wir helfen Ihnen bei der Suche nach dem perfekten Tarif.

Entwurmung beim Hund: So haben Würmer keine Chance

Die meisten Besitzer:innen von Hunden machen früher oder später die unangenehme Bekanntschaft mit Würmern. Diese Parasiten machen sich gerne im Hundekörper breit und verursachen allerlei Schäden. Zum Glück sind Sie nicht machtlos und können den fiesen Schädlingen die Stirn bieten. Wir erklären Ihnen nachfolgend alles Wichtige rund um die Entwurmung beim Hund und zeigen Ihnen außerdem, wie Sie langfristig hohe Kosten für tierärztliche Behandlungen sparen.

Wurmbefall beim Hund

Bei Würmern handelt es sich um Parasiten – um Lebewesen, die einen Wirt benötigen, den sie befallen und den sie zum Überleben brauchen. Haben sich die kleinen Schmarotzer im Körper des Wirtes angesiedelt, schädigen sie auf verschiedenste Weise dessen Organismus. Es gibt diverse Wurmarten, die sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden, aber auch allesamt Gemeinsamkeiten aufweisen.

Der Wurmzyklus

Als Wurmzyklus wird der Lebenszyklus der Würmer bezeichnet – also die Gesamtheit der Entwicklungsstadien von den Eiern und Larven bis hin zu ausgewachsenen Parasiten. In der Regel gibt es dabei Zwischen- und Endwirte – und bei manchen Wurmarten sogar sogenannte Fehlwirte:

Im Endwirt leben die erwachsenen, voll entwickelten und fortpflanzungsfähigen Würmer. Ihre Eier werden mit dem Kot des Wirtes ausgeschieden. Daraufhin können die Eier von einem anderen Wirt/Tier aufgenommen werden. Dort entwickeln sie sich zu Larven und später wieder zu adulten Würmern.

Manche Wurmarten benötigen einen Zwischenwirt, ohne den sie in ihrer Entwicklung stehen bleiben. Auch Zwischenwirte können unter starken Symptomen leiden.

Als Fehlwirte werden Tiere bezeichnet, die eigentlich nicht zum Wurmzyklus gehören. Werden die Wurmeier von Fehlwirten aufgenommen, können die Parasiten im Organismus des Fehlwirtes großen Schaden verursachen.

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In der Rubrik „Wissen“ finden Sie InfosTipps und Ratgeber aus verschiedenen Bereichen des Alltags, in denen auch Schutz, Absicherung und Finanzen eine Rolle spielen.

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Welche Arten von Würmern beim Hund gibt es?

Nicht alle Würmer befallen Hunde und manche von ihnen nutzen die Tiere lediglich als Zwischenwirte. In manchen Fällen ist der Hund sogar ein Fehlwirt. Die häufigsten Wurmarten, die dem Vierbeiner gefährlich werden können, gibt es von uns im Überblick:

  • Bandwürmer

    Bandwürmer gehören zu den häufigsten Parasiten, die den Hundekörper befallen. Neben dem echten Bandwurm siedeln sich auch Arten wie der Gurkenkernbandwurm, der Tonnenbandwurm sowie der Hunde- und der Fuchsbandwurm mit Vorliebe im Körper der Vierbeiner an.

    Manche von ihnen können bis zu 2,5 Meter lang werden. Meist schädigen die Parasiten den Darm, wobei manche von ihnen auch andere Organe wie die Leber oder das Gehirn befallen. Die Würmer gelangen entweder über Zwischenwirte in den Hundekörper oder werden direkt aus der Umwelt aufgenommen.

  • Spulwürmer

    Diese Wurmart wird bis zu 50 Zentimeter lang und befällt vor allem den Darm. Manche Unterarten bohren sich allerdings durch die Darmwand und besiedeln auch andere Organe. Sie können unter anderem Lungenentzündungen und Erblindungen verursachen. Charakteristisch für Spulwürmer ist der vergleichsweise kurze Entwicklungszyklus von rund vier Wochen. Hunde und andere Tiere sind Endwirte der Parasiten. Als Zwischenwirte dienen Nagetiere.

  • Hakenwürmer

    Diese vergleichsweise kleinen Würmer fühlen sich ebenfalls im Darm ihrer Wirte wohl und wandern von dort aus in andere Organe. Sie können unter anderem Muskeln befallen. Manche Arten ernähren sich vom Blut des infizierten Hundes. Am bekanntesten sind die Unterarten Fuchs- und Hundehakenwanderwurm. Beide Arten können trotz ihrer Namen verschiedenste Tiere besiedeln und große Schäden anrichten.

  • Lungenwürmer

    Lungenwürmer gehören der Familie der Fadenwürmer an. Wie der Name vermuten lässt, siedeln sich solche Parasiten nach einer Infektion überwiegend in der Lunge an, wo sie unter anderem Entzündungen verursachen. In vielen Fällen sind Schnecken die Zwischenwirte. Besonders bekannt und weit verbreitet sind der große und der kleine Lungenwurm.

  • Herzwürmer

    Solche Fadenwürmer wandern nach dem Darmbefall zum Herzen, wo sie sich ansiedeln und wachsen. Sie werden vor allem durch Mücken übertragen. Bei einer solchen Infektion spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Sind die Herzwürmer noch klein, kann die Entwurmung beim Hund alle Infektionen ohne Folgeschäden beseitigen. Nachdem die Parasiten herangewachsen sind, können sie das Herz dauerhaft schädigen.

  • Peitschenwürmer

    Der Hundepeitschenwurm wird bis zu acht Zentimeter lang und siedelt sich zunächst im Dünn- und Dickdarm an. Von dort aus können die Schädlinge in weitere Organe gelangen und befallen beispielsweise die Leber oder die Harnblase. Nicht selten dauert es viele Monate, bis der Befall entdeckt wird. Peitschenwürmer sind sehr robust und ihre Eier können bis zu sechs Jahre außerhalb des Wirtes überleben.

Woher bekommen Hunde Würmer?

Es gibt viele Wege einer Ansteckung mit Würmern. So verschieden die Parasiten sind, so unterschiedlich sind auch die Orte und Zwischenwirte, die die Gefahr einer Infektion bergen. So können sich zum Beispiel bereits ungeborene Tiere im Mutterleib mit Würmern anstecken. Welpen können die Parasiten mit der Muttermilch aufnehmen.
Auch bei ausgewachsenen Tieren besteht im Grunde täglich das Risiko, sich mit Würmern zu infizieren. Denken Sie nur an das regelmäßige Gassi-Gehen. Es reicht, wenn der Vierbeiner am infizierten Kot anderer Tiere riecht oder daran leckt, um Wurmeier oder Larven aufzunehmen. Aber auch der Kontakt mit Insekten birgt ein Ansteckungsrisiko.

Achtung: Würmer können durchaus lange außerhalb des Hundekörpers überleben. Das bedeutet, dass Sie nicht nur nach einer nachgewiesenen Ansteckung auf Hygiene achten sollten. Reinigen Sie die Näpfe sowie die Liegeplätze des Vierbeiners regelmäßig und gründlich. Achten Sie außerdem darauf, den infizierten Hund häufig zu waschen, damit nach dem Verrichten des Geschäftes keine Parasiten am Fell bleiben.

Ist eine Übertragung auf den Menschen möglich?

Ja, leider können die Vierbeiner Würmer auch an Herrchen und Frauchen weitergeben. Besonders dann, wenn Sie im engen Kontakt zu Ihrem Schützling leben. Kuscheln Sie viel mit dem Hund oder schläft die Fellnase bei Ihnen im Bett, dann könnten die Würmer mittels Schmierinfektion in Ihren Organismus gelangen.

Vor allem bestimmte Wurmarten, wie Band-, Spül- und Hakenwürmer nisten sich mit Vorliebe im menschlichen Körper ein. Für besonders junge und besonders alte Menschen kann eine solche Ansteckung sehr gefährlich sein.

Besonders gefährliche Parasiten

Eine Ansteckung mit dem Hunde- und Fuchsbandwurm kann für Menschen schwerwiegende Folgen haben. Diese Parasiten können nämlich die Bildung von Zysten in der Leber und anderen Organen verursachen. Manchmal führt eine solche Wurminfektion trotz fachgerechter Behandlung zum Tod der Infizierten.

Wurmbefall beim Hund: Symptome

Wie wir bereits erklärt haben, können Würmer im Körper des Hundes allen möglichen Schaden anrichten. Je nachdem, mit welchen Parasiten sich Ihr Vierbeiner infiziert hat, treten entsprechende Symptome auf. Zu den häufigsten gehören dabei die folgenden:

  • Verstopfung

  • Schmerzhafte Blähungen

  • Erbrechen

  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust

  • Blutarmut

  • Juckreiz vor allem am Anus

  • Mangelerscheinungen

  • Entwicklungsstörungen bei jungen Hunden

Beobachten Sie bei Ihrem Schützling eines oder mehrere Symptome, sollten Sie schnell handeln. Eine Wurmkur kann das Leiden des Hundes beenden und seinen Organismus von den schädlichen Parasiten befreien.

Entwurmung beim Hund: Diese Mittel helfen

Bevor Sie die Entwurmung beim Hund angehen, sollten Sie zunächst einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen. Dort wird der Wurmbefall zunächst diagnostiziert. Unter anderem erfolgt eine Kotuntersuchung, bei der nach Würmern oder ihren Eiern im Hundekot gesucht wird. Eine solche Untersuchung ist allerdings nicht immer zuverlässig, da infizierte Tiere die Parasiten sehr unregelmäßig ausscheiden.
Hat der Tierarzt oder die Tierärztin den Wurmbefall zweifelsfrei diagnostiziert, wird in der Regel abhängig von der Art der Parasiten eine entsprechende Wurmkur verschrieben. Dabei kann es sich um Tabletten, Pasten oder Spot-ons handeln. Manchmal werden mehrere Mittel kombiniert, um gegen mehrere Wurmarten zugleich vorzugehen.
Wurmkuren wirken in der Regel 24 Stunden lang. Anschließend ist der Wirkstoff im Körper des Hundes abgebaut und bietet keinen Schutz mehr. So kann es in einigen Fällen sinnvoll sein, die Wurmkur an mehreren hintereinander folgenden Tagen zu verabreichen.

Mit einer Krankenversicherung hohe Tierarztkosten vermeiden

Sie möchten sich keine Gedanken über hohe Tierarztkosten machen? Dann ist eine Krankenversicherung für Ihren Hund die perfekte Lösung! Was auch immer Ihr Schützling hat und welche Behandlung dieser auch braucht – eine Hundekrankenversicherung übernimmt viele Tierarztkosten.

Welche Krankenversicherung ist die richtige?

Wichtig ist es zunächst einmal, sich mit den beiden Arten der Tierversicherung auszukennen. Es ist aber eigentlich ganz einfach. Unterschieden werden die allgemeine Hundekrankenversicherung und die OP-Versicherung für den Hund:

Hohe Tierarztkosten sparen: Es ist ganz einfach

Frauchen und Herrchen müssen im Laufe eines Hundelebens mit vielen Ausgaben rechnen. Kosten für Gesundheitsvorsorge und Tierarztbehandlungen stellen dabei einen der größten Posten dar. Zum Glück gibt es die perfekte Lösung! Mit einer Hundekrankenversicherung schützen Sie sich vor den hohen Kosten, die eine Tierarztbehandlung mit sich bringen kann. Es gibt unzählige Versicherungstarife – und nicht alle von ihnen kommen für jede:n Tierbesitzer:in in Frage.
Was also tun, um den besten Tarif für die Hundekrankenversicherung zu finden? Wir haben die Lösung! Bei uns vergleichen Sie schnell und unkompliziert zahlreiche Tarife ausgezeichneter Versicherer. Tragen Sie einfach einige Angaben in unseren Vergleichsrechner ein und wenige Sekunden später sehen Sie die Versicherungstarife mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis. Aussuchen, abschließen und clever vorsorgen!

Der Ganz zum Tierarzt oder zur Tierärztin bleibt Ihnen bei der Entwurmung des Hundes also nicht erspart. Eine Hundekrankenversicherung hilft Ihnen, die Kosten für diese Behandlungen zu bezahlen. Mit dem passenden Tarif ist diese Absicherung für Sie sehr günstig und zugleich haben Sie für die Gesundheit Ihres Vierbeiners gesorgt.

Anja Schlicht - Redakteurin bei Comfortplan (Finanzen Group)

Anja Schlicht Redakteurin und Tierliebhaberin

Wurmbefall vorbeugen: So geben Sie den Parasiten keine Chance

Viele Expert:innen raten dazu, die Vierbeiner vorbeugend zu entwurmen. Bei der Frage danach, wie oft eine Entwurmung beim Hund angebracht ist, spielen diverse Faktoren eine Rolle, zu denen Alter, Haltung, Ernährung und individuelles Infektionsrisiko gehören. Häufigere Entwurmungen sind in den folgenden Fällen angebracht:

  • Frisst Ihr Vierbeiner gerne Aas oder sogar Kot, sollten Sie ihn alle 1-2 Monate vorsorglich entwurmen.

  • Hat der Hund häufigen Kontakt zu Kleinkindern oder immungeschwächten Menschen, dann sind ebenfalls häufigere Entwurmungen angebracht.

  • Füttern Sie Ihr Haustier mit Rohfleisch, sollten Sie ebenfalls auf regelmäßige Wurmkuren achten.

  • Nach einem Flohbefall ist eine Entwurmung beim Hund ebenfalls empfehlenswert. Flöhe können Zwischenwirte sein und den Hund mit Würmern infizieren.

  • Nach einem Auslandsaufenthalt ist bei Ihrem Hund ebenfalls eine Entwurmung empfehlenswert.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Enwurmung?

In den meisten Fällen verläuft eine Entwurmung beim Hund ohne Nebenwirkungen. Manchmal kann es, je nach Grad des Wurmbefalls und Mittels, zu Durchfall und Erbrechen kommen. Aber auch Juckreiz, Abgeschlagenheit und Haarausfall gehören zu den seltenen Begleiterscheinungen einer Wurmkur. Treten Nebenwirkungen auf, ist erneut ein Besuch beim Tierarzt bzw. der Tierärztin angebracht, um ein anderes Mittel zu finden und die Dosierung anzupassen.

Die Kosten einer Entwurmung beim Hund

Die Kosten einer Wurmkur hängen vom verwendeten Mittel und nicht zuletzt auch von der Größe Ihres Vierbeiners ab. Je größer der Hund ist, desto mehr Wurmmittel benötigt dieser. Auch die Häufigkeit der Behandlungen spielt natürlich eine Rolle. Nicht zu vergessen sind auch die Kosten für tierärztliche Untersuchungen. Aufs Jahr gerechnet kommen schnell mittlere dreistellige Beträge zusammen.

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