Unfallversicherung – Gut versichert nach einem Unglück

  • Weltweiter Schutz für Freizeit- und Haushaltsunfälle
  • Finanzielle Sicherheit bei folgenschweren Unfällen
  • Viele leistungsstarke Tarife mit Sonderkonditionen

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Finanzieller Schutz bei bleibenden Unfallfolgen

Die private Unfallversicherung schützt Sie, wenn ein Unfall im Alltag zu einer dauerhaften Beeinträchtigung bei Ihnen führt. Dieser Schutz ist sehr wichtig, denn es passieren nicht nur etliche Unfälle pro Tag. Die meisten von ihnen geschehen in der Freizeit oder im Haushalt, wo die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift.

9,7 Millionen Unfälle insgesamt, davon:

  • 0,99 Mio.: Arbeit
  • 0,39 Mio.: Verkehr
  • 1,30 Mio.: Schule
  • 3,15 Mio.: Hausbereich
  • 3,9 Mio.: Freizeit

Quelle: Aktuellste Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Tragen Sie nach einem Freizeitunfall dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen davon, zahlt die private Unfallversicherung abhängig von der Schwere der Unfallfolgen die vertraglich vereinbarten Leistungen. Sollten Sie aufgrund des Unfalls versterben, können Ihre Angehörigen zudem eine Todesfallsumme erhalten.

Warum ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?

Viele Menschen glauben, dass sie über die gesetzliche Unfallversicherung bestens abgesichert sind, wenn sie verunfallen. Doch das stimmt nur zum Teil. Einerseits gilt der Versicherungsschutz nicht für alle Personen. Andererseits greift er nur bei Berufskrankheiten und bei Unfällen, die während der Arbeitszeit (Arbeitsunfall) beziehungsweise auf dem direkten Weg dorthin oder zurück nach Hause (Wegeunfall) geschehen.

Verletzen Sie sich dagegen bei einem Unfall in Ihrer Freizeit, fließen keine Leistungen der gesetzlichen Versicherung. Daher ist der zusätzliche Schutz durch eine private Unfallversicherung sehr sinnvoll.

Wann zahlt die gesetzliche Unfallversicherung?

 Zahlt die private Unfallversicherung?Zahlt die gesetzliche Unfallversicherung?
Eine Radfahrerin stürzt auf dem Weg zur Arbeit unglücklich auf ihre Hüfte und ist dadurch dauerhaft gehbehindert.
Bei einer Radtour am Wochenende stürzt ein Radler und hat fortan Probleme mit dem Laufenx
Während der Arbeit rutscht eine Putzkraft auf dem nassen Boden aus. Sie bricht sich mehrere Knochen, nach ihrer Genesung ist sie im Alltag dauerhaft eingeschränkt.
Eine Hausfrau kommt beim Fensterputzen auf dem Reinigungswasser ins Rutschen. Sie bricht sich mehrfach den Ellenbogen und kann diesen nie wieder voll durchstrecken.x
Beim Fußballspielen im Park verdreht sich ein Spieler das Knie so stark, dass dies zu einer zehnprozentigen Invalidität führt.x

Achtung: Als Selbstständiger sind Sie gar nicht über eine Unfallkasse oder Berufsgenossenschaft abgesichert. Selbst wenn Sie über die gesetzliche Unfallversicherung versichert sind, sollten Sie über die private Absicherung nachdenken, um außerhalb der Arbeit geschützt zu sein. Das gilt nicht nur für Sie, sondern ebenfalls für Ihre Kinder.

Wann zahlt die private Unfallversicherung?

Eine private Unfallversicherung hilft nicht bei jedem Unfall. Genesen Sie nach einem Unglück vollständig, springt die Versicherung nicht ein. Sie leistet erst, sobald eine sogenannte Invalidität eingetreten ist, Sie also im Zuge des Unfalls körperlich oder geistig dauerhaft einschränkt sind. Dies kann schon bei einem schlecht verheilten Knochenbruch der Fall sein.

Unfall- oder Berufsunfähigkeits­versicherung?

Experten empfehlen, möglichst zuerst eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Sie leistet bei Berufsunfähigkeit wegen Unfall oder Krankheit. Wer keine BU-Versicherung bekommt, erhält mit der Unfallversicherung zumindest den finanziellen Schutz bei Unfällen.

Wann gilt ein Unfall als Unfall?

Unter einem Unfall ist der Sachverhalt zu verstehen, wenn Sie durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Schädigung der Gesundheit erleiden. Dauerhafte Einschränkungen durch Krankheiten sind nicht versichert.

Sie können mit Ihrer privaten Unfallversicherung auch einen erweiterten Unfallbegriff vereinbaren. Dann sind Sie bei Unfällen versichert, die beispielsweise durch einen Schlaganfall oder erhöhte Kraftanstrengung entstehen, etwa wenn Sie sich beim Sport einen Muskel reißen.

Darüber hinaus ist es vorteilhaft, den Versicherungsschutz auf weitere Unfallursachen auszuweiten, zum Beispiel:

  • Bewusstseinsstörungen durch den Einfluss von Medikamenten, Übermüdung und Alkohol
  • Infektionen
  • Vergiftungen

Gleiches gilt für psychische Dauerfolgen eines Unfalles.

Was zahlt die private Unfallversicherung?

Sie können unterschiedliche Leistungen mit der Unfallversicherung vereinbaren:

  • Einmalige Leistung bei Invalidität
  • Lebenslange Unfallrente
  • Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld
  • Kurkostenbeihilfe
  • Kostenerstattung für unfallbedingte kosmetische Operationen
  • Kostenersatz für Such-, Bergungs- und Rettungseinsätze
  • Auszahlung einer Todesfallsumme bei Unfalltod

Die Invaliditätsleistung ist die bekannteste Leistung der privaten Unfallversicherung. Abhängig vom Grad der gesundheitlichen Einschränkung erhalten Sie eine Summe, die sich an der Höhe der Versicherungssumme orientiert. Häufig wird sie auch als Grundsumme oder Invaliditätssumme bezeichnet.

Wichtig ist hierbei die sogenannte Gliedertaxe. Darunter ist eine Art Bewertungstabelle zu verstehen. Sie gibt an, wie viel Prozent der Grundsumme Ihnen ausgezahlt wird.

Drei Beispiele dazu:

  • Können Sie nach einem Unfall nicht mehr schmecken: 5 Prozent
  • Erblinden Sie: 50 Prozent
  • Wird Ihnen das Bein unterhalb des Knies amputiert: 50 Prozent

Beachten Sie, dass sich die Versicherer hinsichtlich der Gliedertaxe unterscheiden.

Der zweite wichtige Begriff ist die Progression. Durch sie erhöhen sich Ihre Leistungen deutlich. Liegt diese beispielsweise bei 500 Prozent, erhalten Sie bei Vollinvalidität das Fünffache der vereinbarten Versicherungsleistung. Die Steigerung ist abhängig vom Invaliditätsgrad und beginnt meist erst ab 25 Prozent.

Ein Beispiel dazu:

  • Die Versicherungssumme liegt bei 100.000 Euro. Infolge eines Unfalls muss der linke Arm unterhalb des Ellenbogengelenks amputiert werden, was einem Invaliditätsgrad von 60 Prozent entspricht.
  • Auszahlung ohne Progression: 60.000 Euro
  • Mit 225 Prozent: 105.000 Euro
  • Mit 350 Prozent: 150.000 Euro

Zusätzliche Assistance-Leistungen

Manche Tarife bieten finanzielle Unterstützung, wenn ein Versicherter unmittelbar nach einem Unfall Hilfe im Alltag braucht. Zu den sogenannten Assistance-Leistungen zählen Essenslieferung, Reinigung von Wohnung und Wäsche, Hausnotruf sowie Hilfe bei Arzt- und Behördengängen.

Was kostet eine private Unfallversicherung?

Die Kosten für die private Unfallversicherung hängen unter anderem von

  • Alter und Beruf des Versicherten,
  • den gewünschten Leistungen sowie
  • der Vertragslaufzeit

Für den Preis ist insbesondere entscheidend, ob ein Antragsteller von der Versicherung in eine hohe oder niedrige Gefahrengruppe eingestuft wird. Erwachsene in einer niedrigen Gefahrengruppe zahlen für eine private Unfallversicherung laut der Stiftung Warentest mindestens 177 Euro pro Jahr, wenn sie einen sehr guten Tarif haben möchten. Kinder können einen sehr guten Versicherungsschutz ab 121 Euro jährlich erhalten.

Wer bereit ist, bei den Leistungen kleinere Abstriche zu machen, kann sich schon ab 69 Euro pro Jahr versichern. Für Kinder gibt es guten Schutz ab 36 Euro jährlich.

 

Welche private Unfallversicherung ist aktueller Testsieger?

Die Stiftung Warentest hat zuletzt im Finanztest-Heft 10/2018 die besten privaten Unfallversicherungen ermittelt. Von insgesamt 117 getesteten Angeboten für Berufstätige und Kinder erhalten elf Tarife das Finanztest-Qualitätsurteil „Sehr gut“.

Die Testsieger überzeugen im Vergleich mit einer ausreichend hohen Kapitalzahlung nach einem Unfall, mit verbraucherfreundlichen Versicherungsbedingungen sowie verständlichen Anträgen mit fairen Gesundheitsfragen.

Die Stiftung Warentest empfiehlt in dem Test Tarife von Allianz, InterRisk, DFV, SLP, HanseMerkur und WGV. Sehr gute Noten gibt es für diese elf Tarife:

  • „UnfallschutzPlus mit Top-Schutz“ (Allianz)
  • „XXL Maxi-Taxe“ (InterRisk)
  • „XXL Plus-Taxe“ (InterRisk)
  • „XL Maxi-Taxe" “ (InterRisk)
  • „Unfallschutz Exklusiv“ (DFV)
  • „Unfallschutz Flex mit Leistungspaket Komfort“ (DFV)
  • „Unfallschutz Flex mit Leistungspaket Premium“ (DFV)
  • „Primus“ (SLP)
  • „Primus Plus“ (SLP)
  • „Top mit Gliedertaxe III und Klassik Progression“ (HanseMerkur)
  • „Optimal“ (WGV)

 

Im Zuge des Tests weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass Kunden, die bereits viele Jahre eine Unfallversicherung haben, ihren alten Vertrag dringend prüfen sollten. Denn neuere Policen bieten häufig höhere Leistungen zu niedrigeren Preisen. Mit einem Wechsel können Bestandskunden daher nicht nur Geld sparen, sondern sich zusätzlich höhere Auszahlungen nach einem Unfall sichern.

Sie fühlen sich überfordert mit der Suche? Wir helfen Ihnen:

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