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Auf den Hund gekommen!
Aber was kostet der Vierbeiner?

  • Mit dem Kauf eines Hundes kommt eine Menge Verantwortung
  • Passt das neue Familienmitglied in das finanzielle Budget?
  • Die wichtigsten Kosten & Fragestellungen auf einen Blick

Startseite » Tierversicherung » Hundeversicherung » Was kostet ein Hund?

Der Hundekosten-Index: Das kosten Deutschlands Lieblingshunde

Ob Labrador, Schäferhund oder Mischling – mit rund 9,2 Millionen registrierten Tieren gehören Hunde zu den Lieblingstieren der Deutschen. Bei der Wahl der Hunderasse gibt es dabei immer wieder neue „modische“ Trends.

Besonders das Wohl des Vierbeiners liegt dabei allen Besitzern am Herzen. Und das darf auch was kosten. Vor allem zukünftige Herrchen und Frauchen sollten sich darüber Gedanken machen, ob sie über das nötige Budget für das Haustier verfügen. Die monatlichen Kosten belaufen sich hier schnell auf durchschnittlich 200 Euro.

Wie viel Geld die Deutschen für ihre Lieblingshunde von der Anschaffung bis zu den monatlichen Fixkosten im Schnitt ausgeben, verdeutlicht unser Hundekosten-Index.

Einmalige Kosten

Einmalige Kosten*

Mischling

Labrador

Schäferhund

Chihuahua

Fr. Bulldogge

Dt. Dogge

Gesamt

1.520 €2.150 €2.200 €1.720 €1.720 €2.500 €

Anschaffung

500 €900 €900 €1.000 €1.000 €1.200 €

Grund­ausstattung

250 €300 €300 €150 €150 €350 €

Zubehör

500 €650 €700 €300 €300 €700 €

Kastration o. Sterilisation

150 €150 €150 €150 €150 €150 €

Hundeschule

120 €150 €150 €120 €120 €200 €

Einmalige Kosten*Mischling
Gesamt1.520 €
Anschaffung500 €
Grund­ausstattung250 €
Zubehör500 €
Kastration o. Sterilisation150 €
Hundeschule120 €

Einmalige Kosten*Labrador
Gesamt2.150 €
Anschaffung900 €
Grund­ausstattung300 €
Zubehör650 €
Kastration o. Sterilisation150 €
Hundeschule150 €

Einmalige Kosten*Schäferhund
Gesamt2.200 €
Anschaffung900 €
Grund­ausstattung300 €
Zubehör700 €
Kastration o. Sterilisation150 €
Hundeschule150 €

Einmalige Kosten*Chihuahua
Gesamt1.720 €
Anschaffung1.000 €
Grund­ausstattung150 €
Zubehör300 €
Kastration o. Sterilisation150 €
Hundeschule120 €

Einmalige Kosten*Fr. Bulldogge
Gesamt1.720 €
Anschaffung1.000 €
Grund­ausstattung150 €
Zubehör300 €
Kastration o. Sterilisation150 €
Hundeschule120 €

Einmalige Kosten*Dt. Dogge
Gesamt2.500 €
Anschaffung1.200 €
Grund­ausstattung350 €
Zubehör700 €
Kastration o. Sterilisation150 €
Hundeschule200 €

Monatliche Kosten

Monatliche Kosten*

Mischling

Labrador

Schäferhund

Chihuahua

Fr. Bulldogge

Dt. Dogge

Gesamt

219 €235 €230 €169 €176 €274 €

Futter

70 €80 €80 €60 €60 €90 €

Arzt

20 €20 €20 €10 €10 €20 €

Notfälle

60 €65 €60 €50 €50 €80 €

Kranken­versicherung

27 €25 €25 €15 €20 €37 €

OP-Versicherung

9 €11 €11 €8 €10 €11 €

Hundehaftpflicht

4 €5 €5 €4 €4 €5 €

Pflege

6 €6 €6 €5 €5 €6 €

Reise

15 €15 €15 €10 €10 €20 €

Hundesteuer**

8 €8 €8 €8 €8 €8 €

Monatliche Kosten*Mischling
Gesamt219 €
Futter70 €
Arzt20 €
Notfälle60 €
Kranken­versicherung27 €
OP-Versicherung9 €
Haftpflicht4 €
Pflege6 €
Reise15 €
Hundesteuer**8 €

Monatliche Kosten*Labrador
Gesamt235 €
Futter80 €
Arzt20 €
Notfälle65 €
Kranken­versicherung25 €
OP-Versicherung11 €
Haftpflicht5 €
Pflege6 €
Reise15 €
Hundesteuer**8 €

Monatliche Kosten*Schäferhund
Gesamt230 €
Futter80 €
Arzt20 €
Notfälle60 €
Kranken­versicherung25 €
OP-Versicherung11 €
Haftpflicht5 €
Pflege6 €
Reise15 €
Hundesteuer**8 €

Monatliche Kosten*Chihuahua
Gesamt169 €
Futter60 €
Arzt10 €
Notfälle50 €
Kranken­versicherung15 €
OP-Versicherung8 €
Haftpflicht4 €
Pflege5 €
Reise10 €
Hundesteuer**8 €

Monatliche Kosten*Fr. Bulldogge
Gesamt176 €
Futter60 €
Arzt10 €
Notfälle50 €
Kranken­versicherung20 €
OP-Versicherung10 €
Haftpflicht4 €
Pflege5 €
Reise10 €
Hundesteuer**8 €

Monatliche Kosten*Dt. Dogge
Gesamt274 €
Futter90 €
Arzt20 €
Notfälle80 €
Kranken­versicherung37 €
OP-Versicherung11 €
Hundehaftpflicht5 €
Pflege6 €
Reise20 €
Hundesteuer**8 €

 

* Die durchschnittlichen Kosten stellen einen Mindest-Richtwert dar, um dem Hund ein gesundes und glückliches Leben zu bieten. Der Wert kann je nach Besitzer und individuellen Ansprüchen variieren.

** Richtwert, abhängig vom Wohnort

Für die meisten Menschen ist ihr Hund nicht bloß ein Haustier, sondern vielmehr ein Familienmitglied. Damit geht natürlich eine jahrelange Verantwortung einher. Damit es dem geliebten Vierbeiner an nichts fehlt, kommen einige Kosten zusammen.

Neben dem vielen Zubehör und Spielzeug, die dem Hund das Leben versüßen, gibt es viele grundlegende Kosten, die Herrchen und Frauchen im Hinterkopf behalten sollten. Wie teuer der Vierbeiner wird, richtet sich meist nach der Hunderasse und der Größe des Tieres. Daher gibt es teilweise deutliche Unterschiede. Eine Übersicht zeigen die durchschnittlichen Mindestkosten für die fünf beliebtesten Hunderassen der Deutschen.

Das sind Deutschlands Lieblingshunde

Die beliebtesten Hunde Deutschlands

Die beliebtesten Hunde Deutschlands nach Anzahl der Neuregistrierungen. Quelle: Tasso, 2019

2018 wurden bei der Tierdatenbank Tasso 390.200 Hunde neu registriert. Der Mix macht’s: Dass es auf einen reinen Rassehund nicht ankommt, zeigt der Mischling auf Rang 1, der im vergangenen Jahr knapp 87.200 Neuanmeldungen verzeichnen konnte. Danach folgen der Labrador Retriever (20.548 Registrierungen) und der Deutsche Schäferhund (13.400). Auf Platz 4 und 5 der Lieblingshunde schaffen es der Chihuahua (12.000) und die Französische Bulldogge (11.200).

In den Top Ten finden sich außerdem der Australian Shepherd, der Yorkshire Terrier und der Havaneser. Auch im Bundesländervergleich zeigt sich: Die Top 5 der Lieblingshunde setzen sich durch - erst auf den weiteren Plätzen sind Unterschiede zu erkennen.

Die Top 10 der Lieblingshunde nach Bundesländern

Mit einem Klick
auf das Bundesland
erscheint die Top 10.

Quelle: Tasso, 2019

Expertentipps für Hundebesitzer

Experten aus dem Bereich Reisen mit Hund, Gesundheit, Tierernährung, Versicherung und Tierschutz beantworten häufig gestellte Fragen zu ihren Themengebieten. Mit von der Partie sind Nadja Hoffmann von der Reiseplattform travel4dogs, Dr. Klaus Kutschmann von der Bundestierärztekammer, Kathrin Jarosch vom GDV sowie Dr. Susan Kröger von der Tierärztlichen Ernährungsberatung und Diana Bartl von den Tierwohltätern.

Ferien mit Hund

Welche Kosten sollten Hundebesitzer im Schnitt für eine Reise mit Hund einplanen?

Nadja Hoffmann | travel4dogs: Am günstigsten ist es natürlich für Hundebesitzer, die mit dem eigenen Auto in den Urlaub fahren. Im Zug zahlt der Hund in der Regel den halben Preis, der häufig den Kosten eines Kinderfahrscheins entspricht. Die Kosten auf dem Schiff sind, wie auch für Menschen, abhängig vom Reiseziel und von der Länge der Fahrt. Im Flugzeug wird es schon schnell teurer und auch hier sind die Preise abhängig vom Reiseziel sowie von der Größe des Hundes. Hier hat jede Fluggesellschaft aber ihre eigenen Regeln.

Gut zu wissen: Aufpassen sollten Hundebesitzer, die eine Reise nach England planen. Denn diese ist nur im eigenen Auto oder mit einer Schifffahrt möglich. Wir erhalten immer wieder Anfragen zu Flugreisen nach England mit Hund: dies ist bisher jedoch noch nicht möglich. Dabei kommt es auch nicht auf die Größe des Hundes an. Nach England ist eine Reise nur über Cargo und auch nicht von jedem Standort aus möglich. Zudem müssen Hundebesitzer mit Kosten ab ca. 2.000 Euro rechnen.

Was ist bei der Reiseplanung mit Hund zu berücksichtigen?

Nadja Hoffmann | travel4dogs: Vorab das Wichtigste: Bevor Hundehalter einen Reise- oder Mietvertrag abschließen, sollten sie sich gründlich darüber informieren, ob Hunde überhaupt erlaubt sind und welche Anforderungen die Vermieter an Hundebesitzer stellen. In südlichen Ländern wird zudem oft zwischen kleinen und großen Hunden unterschieden.

Nicht vergessen: Bei Reisen ins Ausland ist es wichtig, natürlich immer die Einreisebestimmungen lesen. Dies gilt vor allem bei Hunderassen wie Rottweilern oder anderen Listenhunden. Diese sind unter anderem in Frankreich besonderen Regeln unterworfen beziehungsweise dürfen nur eingeschränkt oder gar nicht einreisen oder gar durchreisen.

Wer einen Urlaub am Meer plant und hofft, mit dem Vierbeiner am Strand spielen zu können, sollte sich vorab bei der Gemeinde oder Touristen-Information darüber erkundigen, ob Hunde am Strand frei laufen dürfen. Vor allem in der Ferienzeit im Sommer gibt es hier meist Einschränkungen. Alternativ sind jedoch meist Hundestrände in der Nähe zu finden.  

Wie wichtig ist die Reiserücktrittsversicherung beim Reisen mit Hund?

Nadja Hoffmann | travel4dogs: Die Reiserücktrittsversicherung wird beim Reisen mit Hund oft unterschätzt. Dabei legen viele Hundebesitzer ihre Urlaubspläne ganz speziell auf den Hund aus. Tritt der Hund allerdings eine Woche vorher in eine Glasscherbe, gibt es viele Anbieter, bei denen die Erkrankung, ein Unfall oder ein ähnlicher Umstand, welcher Reisende mit Hund von der Reise abhalten, als versichertes Ereignis gilt.

Zudem sollten Hundebesitzer unbedingt darauf achten, dass der Hund auch in den Reise- oder Mietunterlagen eingetragen ist. Hier reicht keine “Hunde erlaubt”-Aussage. Ist der Hund reiseunfähig, jedoch versichert und sorgfältig in den Unterlagen eingetragen, erstattet die Versicherung die Stornierungskosten.

Was sind die beliebtesten Reiseziele für Herrchen und Hund?

Nadja Hoffmann | travel4dogs: Bei unseren Kurzreisen bleibt Deutschland natürlich der Favorit, dicht gefolgt von den Niederlanden mit viel Natur und weiten Stränden. Österreich steht bei unseren Wanderreisen auf Platz 1.

Wie sorgen Hundebesitzer für Reisekrankheiten vor?

Nadja Hoffmann | travel4dogs: Für den Urlaub in deutsche Regionen oder in umliegende Länder reicht ein gutes Zeckenmittel. Verträgt der Hund das Autofahren generell nicht, sollten Herrchen und Frauchen ein Reiseziel in der Nähe wählen oder überlegen, ohne Hund zu verreisen und dem Hund damit einen Gefallen zu tun. Bei Reisen nach Südeuropa oder in die Mittelmeerregionen sollten rechtzeitig, also bis spätestens vier Wochen vor Reiseantritt, Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Dr. Klaus Kutschmann | Bundestierärztekammer: In südlichen Ländern wie Spanien, Italien, Griechenland oder weiter Richtung Afrika besteht die Gefahr von Krankheitsübertragungen durch Zecken und Mücken. Daher sollten Urlauber rechtzeitig einen Termin beim Tierarzt vereinbaren, der die entsprechenden Präparate oder Impfstoffe gegen Mittelmeerkrankheiten beim Hund verschreiben kann.

Und: Ob Flugreise, Zug- oder Schifffahrt: Je nach Größe dürfen Hunde nicht frei in der Kabine mitreisen, sondern müssen in einen Transportkäfig. Hundebesitzer sollten also vorab sicherstellen, dass ihr Tier auch psychisch an diese Situation sowie an die Transportbox gewöhnt ist.

Gesundheit

Worauf sollte vor dem Kauf des Hundes geachtet werden?

Dr. Klaus Kutschmann | Bundestierärztekammer:  Ein Kauf beim Züchter bringt viele Vorteile, da Hundebesitzer dadurch die Möglichkeit bekommen, sich persönlich ein Bild über die Herkunft ihres Welpen zu machen. So sollten die Besitzer in Spe bei den ersten Besuchen vor allem das Befinden der Mutter des Wurfs aber auch die Lebensumstände der kleinen Hunde vor Ort beobachten.

Tipp: Meist werden Hundewelpen ab einem Alter von acht Wochen an den neuen Besitzer abgegeben. Um schon vorab eine Bindung zu dem oder der Kleinen aufzubauen, empfiehlt es sich, vorher ein paar Besuche abzustatten.

Wie können Hundebesitzer vor dem Kauf erkennen, ob ihr Welpe gesund ist?

Dr. Klaus Kutschmann | Bundestierärztekammer: Schon bei der Besichtigung des Züchters können künftige Besitzer schnell erkennen, wie es um die hygienischen und gesundheitlichen Umstände ihres Welpen steht und wie der Züchter mit den Tieren umgeht. Folgende Fragen helfen Hundekäufern dabei, sich beim Besuch der Welpen ein richtiges Bild über die Lebenssituation der Hunde zu machen:

 

  • Wie interagieren die Hunde? Sind sie glücklich, aufgeweckt und gepflegt oder wirken sie zerstreut oder gar aggressiv?  
  • Ist der Zwinger gepflegt oder heruntergekommen?
  • Ist das Fell glänzend und weich?
  • Macht die Mutter einen gesunden Eindruck?

Welche Untersuchungen für ihren Vierbeiner sollten Hundebesitzer ernst nehmen - und wie häufig?

Dr. Klaus Kutschmann | Bundestierärztekammer:  Hundebesitzer, die ihrem Hund einen vollen gesundheitlichen Schutz ermöglichen möchten, sollten besonders auf die regelmäßigen Entwurmungen und Schutzimpfungen sowie auf die damit verbundenen kontinuierlichen sowie gründlichen klinischen Untersuchungen durch den Tierarzt achten. Regelmäßige Untersuchung bedeutet, dass die Vorstellung beim Tierarzt im Abstand von einem Jahr erfolgen soll.

Versicherung

Wie viele Hunde in Deutschland sind versichert?

Kathrin Jarosch | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.:  In Deutschland gibt es laut einer Studie des Industrieverband Heimtierbedarf ungefähr 9 Millionen Hunde. Wir schätzen, dass 70 bis 80 Prozent der Hunde versichert sind. Im Bereich der Haftpflichtversicherungen besteht die Hundehalter-Haftpflichtversicherung teilweise als eigene Police, sie kann aber auch Bestandteil privater oder gewerblicher Haftpflichtversicherungen sein.

Wie hoch ist die durchschnittliche Höhe der Schadenssumme pro Jahr pro Hund?

Kathrin Jarosch | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.: Die durchschnittliche Schadenhöhe in der Hundehalterhaftpflichtversicherung liegt zwischen 700 und 800 Euro. Bei mehreren Schäden pro Jahr – in der Regel bei schweren Personenschäden – erreicht die Schadenhöhe mehrere hunderttausend Euro, in Extremfällen wird auch die Millionengrenze überschritten.

Futter & Ernährung

Worauf kommt es bei der Wahl des Futters für Welpen sowie für ausgewachsene Hunde an?

Dr. Susan Kröger | Tierärztliche Ernährungsberatung: Bei allen Hunden sollte darauf geachtet werden, dass über die Ernährung alle benötigten Nährstoffe in ausreichenden (bedarfsdeckenden), aber nicht zu hohen Mengen aufgenommen werden. Bei einem Hund im Wachstum ist dieses noch einmal wichtiger, als bei einem ausgewachsenen Hund, da ein wachsender Hund einen besonderen Energie- und Nährstoffbedarf hat.

Eine bedarfsdeckende und ausgewogene Fütterung kann gewährleistet werden, wenn ein "Alleinfuttermittel für wachsende bzw. ausgewachsene Hunde" gefüttert wird. Werden die Rationen vom Besitzer dauerhaft selber zubereitet, egal ob gekocht oder roh (BARF), sollte eine individuelle bilanzierte Berechnung durch einen dafür spezialisierten Tierarzt erfolgen.

Gibt es Trends, was die Futterwahl für bestimmte Hunderassen betrifft? Wenn ja, welche?

Dr. Susan Kröger | Tierärztliche Ernährungsberatung: Fütterungs-Trends bei bestimmten Rassen kann ich nicht beobachten, aber generell auf Hunde bezogen nimmt die BARF-Fütterung schon seit Jahren deutlich zu. Seit einiger Zeit wollen zudem immer mehr Hundehalter Ihre Hunde vegetarisch oder vegan ernähren.

Tierschutz & Wohl des Tieres

Was ist der Vorteil bei Adoption eines Hundes?

Diana Bartl | Tiewohltäter.de: Wer einen Hund aus dem Tierschutz bei sich aufnimmt, tut etwas Gutes, keine Frage. Und es finden sich im Tierschutz keineswegs nur "Problemfälle", sondern zahllose freundliche, ganz normale Hunde, die aus unterschiedlichsten Gründen ein Zuhause suchen. Seriöse Tiervermittler kennen ihre Schützlinge, weil diese z.B. schon länger auf einer Pflegestelle betreut werden.

Ein erwachsener Hund aus seriöser Vermittlung ist viel weniger "Überraschungspaket" als etwa ein niedlicher Mischlingswelpe. Man weiß ganz genau, wie groß und wie schwer der neue Hausgenosse ist und erfährt auch schon einiges über sein Wesen. Ein wuseliger Welpe, mit dem man von der Stubenreinheit über pubertäre "Aussetzer" bis zur charakterlichen Reife vor immer neuen Herausforderungen steht, ist nicht jedermanns Sache. Hunde sind übrigens ihr Leben lang sehr lernfähig, wenn sie freundlich und geduldig angeleitet werden – auch bei einem erwachsenen Hund, der vielleicht noch kleine "Baustellen" mitbringt, ist es also keineswegs zu spät, ihm etwas Neues beizubringen!

Worauf sollten künftige Hundebesitzer achten, wenn sie einen Hund adoptieren?

Diana Bartl | Tiewohltäter.de: Wenn Sie einen Hund aus dem Tierschutz aufnehmen, gilt es zunächst einmal dieselben Fragen zu klären wie bei der Anschaffung jedes Haustiers, von der Erlaubnis des Vermieters über Zeit und Geld für das Tier bis hin zur Urlaubsbetreuung. Bei einem Tierschutz-Hund ist darüber hinaus besonders wichtig, dass er von einer seriösen Tierschutz-Organisation kommt. In diesem Bereich tummeln sich inzwischen leider viele schwarze Schafe, und selbst "gut gemeint" ist nicht immer gut getan.

Unbedingte Voraussetzung sollte sein, dass man den Hund vor der Übernahme kennenlernen kann. Im örtlichen Tierheim dürften mehrmalige Besuche, Gassigänge etc. kein Problem sein. Lebt der Hund auf einer Pflegestelle, sollte man auch eine längere Fahrt allein zum Kennenlernen nicht scheuen.

Dringend abzuraten ist von Direkt-Adoptionen aus dem Ausland allein anhand eines süßen Fotos und der Beschreibung "einfach nur lieb". Ist es dennoch passiert und man hat sich verguckt, kann man der vermittelnden Organisation erst einmal einen Pflegeplatz bei sich anbieten und so das Tier in Ruhe kennenlernen, ehe man eine Entscheidung für ein ganzes Hundeleben trifft. Ob ein Hund in der Großstadt zurecht kommt, in einem Haushalt mit Kindern glücklich wird, Action möchte oder lieber geruhsam unterwegs ist, lässt sich in einer spanischen Tötungsstation oder im "Canile" nicht beurteilen.

Warum sollten sich mehr Menschen für den Tierschutz einsetzen?

Diana Bartl | Tiewohltäter.de: Tierschutz erfordert nicht nur ein gutes Herz. "Mitleid" ist eine schlechte Voraussetzung für die Adoption eines Hundes sowie für das Engagement im Tierschutz. Guter, nachhaltiger Tierschutz braucht Menschen mit unterschiedlichsten Kompetenzen. Menschen, die zupacken, renovieren oder eine Waschmaschine spenden, damit die Tiere in Heimen vernünftig untergebracht sind. Menschen, die Tiere gesund pflegen, und solche, die Verhalten einschätzen können. Organisationstalente, die den "Papierkram" im Griff haben, und kontaktfreudige Menschenkenner. Websites müssen betreut, Flugpaten oder Transporte arrangiert und Interessenten besucht werden.

Die Qualifizierung von Tierheim-Mitarbeitern und Pflegestellen ist einer der wichtigsten Faktoren für erfolgreichen Tierschutz. Und nicht zuletzt kostet all das eine Menge Geld! Guter Tierschutz braucht also auch die Netzwerker, die Fundraiser, die Spender und die kreativen Ideengeber.

Wie können Hundebesitzer neben Spenden aktiv den Tierschutz unterstützen?

Diana Bartl | Tiewohltäter.de: Es gibt neben Spenden vielfältige Wege, sich für den Tierschutz einzusetzen. Viele Tierheime freuen sich über regelmäßige Gassigänger für ihre Schützlinge genauso wie über handwerklich geschickte Helfer. Wer in den Urlaub fliegt, kann sich vorher bei einer seriösen Tierschutz-Organisation, die in dem Gebiet tätig ist, als Flugpate melden – dafür entstehen dem Reisenden selbst keinerlei Kosten.

Eines der wichtigsten Dinge für den Tierschutz kostet sogar weder Geld noch Zeit: Bewusstsein für das Wohl von Tieren. Das können Eltern ihren Kindern mitgeben, LehrerInnen im Unterricht vermitteln und jeder Einzelne von uns als Konsument entwickeln. Wir alle wissen, dass Billigfleisch das größte Tierleid verursacht. Wir können uns bewusst entscheiden, was wir kaufen - und wo. Ein empfehlenswertes Beispiel für innovative Ideen ist unser gemeinnütziger Online-Shop. Wer hier das Hunde- oder Katzenfutter fürs eigene Haustier kauft, zahlt nicht mehr als marktüblich – aber der Gewinn fließt zu 100 Prozent in ausgewählte, nachhaltige Tierschutzprojekte.

Über die Experten

Logo der Bundestierärztekammer

Bundestierärztekammer e.V.

Die Bundestierärztekammer e.V. (BTK) wurde 1954 unter dem Namen "Deutsche Tierärzteschaft" gegründet und 1994 in "Bundestierärztekammer e.V." umbenannt. In ihr sind alle 17 Landes- / Tierärztekammern Mitglied und über diese die zurzeit etwas mehr als 40.000 Tierärztinnen und Tierärzte in der Bundesrepublik Deutschland organisiert. Die Bundestierärztekammer e.V. vertritt die Belange aller Praktiker, Amtsveterinäre, Wissenschaftler und Tierärzte in anderen Berufszweigen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit auf Bundes- und EU-Ebene.

Logo des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Die rund 460 Mitglieder sorgen durch über 436 Millionen Versicherungsverträge für umfassenden Risikoschutz und Vorsorge sowohl für die privaten Haushalte wie für Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen.  Die deutsche Versicherungswirtschaft steht für Risikoschutz, Sicherheit und Vorsorge in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens.

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travel4dogs

Ob Wandern ohne Gepäck, Kurztrip oder geführte Gruppenreisen mit dem Hund – travel4dogs organisiert Ihren perfekten Hundeurlaub. Das Motto des Spezialreiseveranstalters: „Die weitesten Reisen unternimmt man in Gedanken. Die schönsten mit dem Hund.”

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Tierärztliche Ernährungsberatung

Das Ziel von Dr. med. vet. Susan Kröger, Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik, ist die bestmögliche Fütterung für Ihre Tiere: Dabei unterstütze sie Tierbesitzer mit einer individuellen Ernährungsberatung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Nach Abschluss ihres Studiums der Tiermedizin 2005 hat sie 2009 am Institut für Tierernährung der Freien Universität bei Prof. Dr. Jürgen Zentek im Bereich der Hundeernährung promoviert und ist seit 2014 Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik.

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Die Tierwohltäter

Die Tierwohltäter ist eine gemeinnützig arbeitende Tierschutzorganisation. Mit Projekten und Kampagnen setzen wir sie sich für einen nachhaltigen Tierschutz in Deutschland aber auch international ein. Auf ihrer Plattform tierwohltaeter.de haben Tierfreunde nicht nur die Möglichkeit sich rund um das Thema Tiere, Tierschutz und unsere Projektarbeit zu informieren. Gleichzeitig können sie hier auch noch bequem die Einkäufe für ihr Haustier online erledigen. Sämtliche Gewinne aus diesen Verkäufen fließen zu 100 % in unsere Tierschutzvorhaben. Damit machen die Tierwohltäter ihre  Arbeit zum Wohl der Tiere erheblich unabhängiger von Geldspenden und Sachzuwendungen als üblich.

Quellen

  • TASSO-Haustierzentralregister für die Bundesrepublik Deutschland e.V.

  • FINDEFIX - Das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes

  • Deine Tierwelt Magazin

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  • Die Tierwohltäter

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