Hundesteuer - Die Steuer für Ihren Vierbeiner

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  • Spartipps für Hundehalter

Die Steuer für Hunde in Deutschland

Die Hundesteuer zahlen Hundehalter jedes Jahr und pro Hund an ihre Gemeinde. Wie teuer die Haltung des Vierbeiners ist, hängt also vom Wohnort ab. Wir zeigen Ihnen, wie hoch die Hundesteuer in Ihrer Region ist und wie Sie trotzdem Geld sparen.

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Jede Stadt beziehungsweise Gemeinde bestimmt die Höhe der örtlichen Hundesteuer selbst. Entsprechend groß sind die regionalen Unterschiede. Im bayerischen Windorf und im hessischen Eschborn wird zum Beispiel gar keine Hundesteuer erhoben. In Mainz, der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, hingegen werden 186 Euro pro Jahr und Hund für die Hundesteuermarke fällig.

Finden Sie jetzt heraus, wie hoch die Hundesteuer bei Ihnen ist.

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In vielen Gemeinden werden der zweite und jeder weitere Hund deutlich höher besteuert als der erste. Damit soll die Zahl der Hunde im jeweiligen Gemeindegebiet begrenzt werden.

Für Listen- oder Kampfhunde zahlen Halter für die Steuermarke teils deutlich höhere Steuersätze von bis zu 1.000 Euro im Jahr. Welche Rassen als sogenannte Anlagehunde eingestuft werden, entscheidet wiederum jede Gemeinde selbst.

Übrigens: Für manche Hunde ist eine Steuerbefreiung möglich. Das gilt beispielsweise für Assistenzhund, Rettungshunde oder Jagdhunde. Auch Diensthunde der Polizei können dazu zählen.

Auf einen Blick: Deutsche Städte im Hundesteuer-Vergleich (Stand 2020)

  • Berlin: 120 Euro pro Jahr (1. Hund), 180 Euro pro Jahr (2. Hund)

  • Frankfurt am Main: 102 Euro pro Jahr

  • Hamburg: 90 Euro pro Jahr und Hund

  • Hannover: 132 Euro pro Jahr (1. Hund), 240 Euro pro Jahr (ab 2. Hund)

  • Köln: 156 Euro pro Jahr und Hund

  • Leipzig: 96 Euro pro Jahr (1. Hund), 192 Euro pro Jahr (2. Hund)

  • München: 100 Euro pro Jahr und Hund

  • Stuttgart: 108 Euro pro Jahr (1. Hund), 216 Euro pro Jahr (2. Hund)

Warum gibt es die Hundesteuer?

Für die deutschen Gemeinden ist die Hundesteuer Einnahmequelle und zugleich Lenkungsabgabe. Wie jede andere Steuer ist auch die Hundesteuer eine ordnungspolitische Abgabe, der keine konkrete Leistung gegenübersteht. Die im Steuerbescheid vermerkte Aufwandsteuer wird daher häufig auch als Luxussteuer kritisiert.

Hundehalter müssen nach der Anmeldung ihres Hundes also eine Steuer laut der Hundesteuersatzung ihres Wohnortes zahlen. Im Gegenzug dürfen sie aber keine bestimmte Leistung von ihrer Ortsgemeinde verlangen. Die Einnahmen durch die Hundeabgabe dürfen die Kommunen nutzen, um anderweitige Ausgaben zu decken.

Wussten Sie schon?

Auch unseren Nachbarn in Österreich gibt es die sogenannte Hundeabgabe. Selbst in Neuseeland müssen Halter ihre Hunde anmelden und eine Gebühr entrichten. Die weltweit erste Hundesteuer gab es wohl in Großbritannien. Dort wurde die Abgabe im Jahr 1796 eingeführt, 1987 aber wieder abgeschafft.

Was kostet ein Hund?

Wie viel Hunde in Deutschland kosten, zeigen wir Ihnen in unserem Hundekosten-Index. Neben den einmaligen Anschaffungskosten und der jährlichen Hundemarke kommen laufende Kosten etwa für Futter, Tierarztbesuche und Pflege der Tiere auf Sie zu. Viele Hundebesitzer entscheiden sich zudem für einen umfassenden Versicherungsschutz für ihren Hund. Teilweise ist dieser sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Die Hundehaftpflicht­versicherung kommt für Schäden auf, die ein Hund verursacht. In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Thüringen und Schleswig-Holstein ist die Haftpflicht für alle Hunde verpflichtend. Die meisten anderen Länder empfehlen den Versicherungsschutz oder machen ihn für bestimmte Rassen zur Pflicht.

Um hohe Kosten beim Tierarzt zu vermeiden, schließen Herrchen oder Frauchen oftmals auch eine Tierkrankenversicherung ab. Sie können zwischen einem Vollschutz (Hundekranken­versicherung) und einem OP-Schutz (Hunde OP Versicherung) wählen. Beide Policen stellen sicher, dass eine Behandlung des Hundes nicht zu sehr ins Geld geht.

Wo können Hundehalter sparen?

Sowohl die Hundehaftpflicht als auch die Tierkrankenversicherungen kosten nur wenige Euro pro Monat. Da es zahlreiche Versicherungsangebote am Markt gibt, sollten Sie die Preise und Leistungen der Anbieter miteinander zu vergleichen. Nutzen Sie dazu die kostenfreien Online-Tarifvergleiche und finden Sie so einen günstigen Schutz für Ihren Hund.

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