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Welche Studentenversicherungen sind wichtig?

Der Schritt ins Studium krempelt das eigene Leben gehörig um. Oftmals führt der Weg der "Erstis" in eine andere Stadt und die erste eigene Wohnung. Neue Bekanntschaften werden geschlossen und auch das Lernen muss nun völlig neu organisiert werden.

Auch den Versicherungsschutz müssen Studenten teilweise in die eigenen Hände nehmen. Eine Krankenversicherung ist Pflicht, der Schutz von Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung ist nahezu unverzichtbar. Einige Policen Ihrer Eltern sichern Sie zwar weiter ab, doch gerade ein Auslandssemester oder teure Anschaffungen verlangen nach zusätzlichen Versicherungen.


Brauchen Studenten eine eigene Krankenversicherung?

Jeder Deutsche muss krankenversichert sein, so will es die Versicherungspflicht. Wer direkt nach dem Abitur studiert, muss sich über die eigene Krankenversicherung zunächst keine großen Gedanken machen. Schließlich sind Studenten bis zu ihrem 25. Geburtstag in der gesetzlichen Krankenversicherung bei ihren Eltern mitversichert.

Danach sind sie bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres beziehungsweise bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters in der studentischen Krankenversicherung versicherungspflichtig. Anschließend müssen Sie sich freiwillig bei einer Krankenkasse versichern.

Der Beitrag für die studentische Krankenversicherung setzt sich aus dem einheitlichen Sockelbetrag und dem individuellen Zusatzbeitrag der Krankenkassen zusammen. Der Sockelbetrag beläuft sich derzeit auf 10,22 Prozent des BAföG-Bedarfssatzes von 649 Euro. Dies entspricht 66,33 Euro pro Monat, zu denen noch der Beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung und der Zusatzbeitrag kommen.

Die Familienversicherung hat Grenzen

Sie sind nur bei Ihren Eltern mitversichert beziehungsweise können die Angebote der studentischen Krankenversicherung nutzen, wenn Ihre Einnahmen weniger als 435 Euro im Monat betragen. Üben Sie einen Minijob aus, liegt die Grenze bei 450 Euro.


Wer an einer Berufsakademie studiert oder einen dualen Studiengang an einer Hochschule absolviert, kann die studentische Krankenversicherung nicht nutzen. Studenten an Berufsakademien können sich nach Vollendung des 25. Lebensjahres nur selbst freiwillig krankenversichern. Für duale Studenten hingegen gelten die gleichen Regeln wie für Auszubildende. In diesem Fall wird der allgemeine Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent des Bruttolohns, wovon der Arbeitgeber die Hälfte übernimmt, zuzüglich des individuellen Zusatzbeitrages berechnet.

Welchen Versicherungsschutz brauchen Studenten während eines Auslandssemesters?

Viele Studenten absolvieren im Rahmen ihrer Hochschulausbildung ein Auslandssemester. Für die Zeit im Ausland gelten meist bestimmte Regelungen hinsichtlich der Krankenversicherung. Innerhalb Europas können Sie damit rechnen, eine ambulante Grundversorgung zu erhalten und diese von der Krankenkasse erstattet zu bekommen.

Die Zahlungen der Kassen fallen jedoch meist geringer aus als bei Leistungen, die in Deutschland erbracht werden. Privatärztliche Behandlungen oder der Krankenrücktransport in die Heimat werden überhaupt nicht erstattet. Auch bei Aufenthalten im außereuropäischen Ausland, etwa den USA, übernimmt die Krankenkasse keine medizinischen Kosten.

Daher empfiehlt sich vor dem Auslandssemester der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Diese gelten oft für einen bestimmten Zeitraum und verlängern sich nicht automatisch. Jedoch unterscheiden sich die Anbieter hinsichtlich der Preise und Leistungen sehr. Ein umfassender Vergleich der Versicherer ist damit ein wesentlicher Bestandteil, wenn Sie sich auf Ihr Auslandssemester vorbereiten.

Was leistet eine private Haftpflichtversicherung?

Wie bei der Krankenversicherung sind Studenten in der privaten Haftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert. Dies gilt solange, bis Sie das erste Studium abgeschlossen oder eine vertraglich vereinbarte Altersgrenze erreicht haben. Oft liegt diese bei 25 Jahren.

Masterstudenten, Rechtsreferendare oder Lehramtsanwärter verlieren den Versicherungsschutz nach dem Bachelorabschluss beziehungsweise dem Staatsexamen. Zudem besteht oft kein Versicherungsschutz für Studenten, die einen anderen Hauptwohnsitz als das Elternhaus angemeldet haben. Diese müssen nun selbst eine private Haftpflichtversicherung abschließen.

Verursachen Sie Schaden am Besitz anderer oder an den Personen selbst, müssen Sie diesen finanziell ersetzen. Gerade bei Personenschäden geht die Schadenssumme oft bis in den Millionenbereich. Nicht nur für Studenten können solche Beträge den finanziellen Ruin bedeuten. Umso wichtiger ist der Versicherungsschutz einer Haftpflichtversicherung, die in diesen Fällen einspringt und die Schadenskosten übernimmt.

Jährliche Schäden in Millardenhöhe

Im Jahr 2016 regulierten die deutschen Versicherungsunternehmen Schäden in Höhe von über fünf Milliarden Euro. Ohne eine Haftpflichtversicherung wären die Versicherten auf diesen Kosten sitzen geblieben.


Braucht man eine Hausratversicherung?

Wird Ihr Eigentum in Ihrer Wohnung durch Blitzschlag, Einbruchdiebstahl, Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel beschädigt, springt die Hausratversicherung ein.

Das Risiko ist real

Diese Unglücke passieren in Deutschland keineswegs selten. Zwei Millionen Schäden regulierten die Hausratversicherungen im Jahr 2016. Von diesen entstanden 250.000 durch Feuer und Explosionen sowie 390.000 durch Wohnungseinbrüche. Die Schadenssummen gehen jährlich in die Milliarden.


Anders als bei der Haftpflichtversicherung gilt der Schutz der elterlichen Hausratversicherung nicht automatisch für Sie. Nur wenn Sie während des Studiums bei Ihren Eltern leben, sind Sie mitversichert. Andernfalls braucht es in der Police der Eltern den Zusatz der Außenversicherung, um auch den Hausrat in Ihrem WG-Zimmer abzusichern.

In allen anderen Fällen müssen Sie selbst für den Versicherungsschutz sorgen. Eine Hausratversicherung ist meist nicht teuer. Die monatlichen Beiträge richten sich unter anderem nach dem Wert der zu versichernden Gegenstände. Hier kommen Studenten oft günstiger davon. Gute Angebote gibt es bereits für unter zehn Euro im Monat.

Lohnt sich für Studenten eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Gerade zu Beginn des Studiums scheint das Berufsleben noch weit weg. Die Frage nach einer Berufsunfähigkeit, also dauerhaft nicht arbeiten zu können, stellt sich noch gar nicht. Doch gerade Studenten sollten schon in frühen Semestern über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken.

Denn jeder vierte Deutsche scheidet aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Die Tendenz ist steigend, gerade im Bereich der psychischen Erkrankungen. Davor sind auch Studenten nicht gefeit. Der Unterschied zu Personen, die schon im Berufsleben stehen, ist jedoch, dass Studenten noch keinerlei Ansprüche auf die staatliche Erwerbsminderungsrente haben.

Studenten erhalten keine Erwerbsminderungsrente

Nur wer mehr als fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, erhält im Fall der Erwerbsunfähigkeit eine staatliche Unterstützung. Das heißt, nicht nur Studenten, sondern auch junge Arbeitnehmer stehen im Unglücksfall ohne Absicherung da.


Daher empfiehlt sich für Studenten der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese garantiert Ihnen eine monatliche Rente, sollten Sie nicht mehr arbeiten können. Während Ihrer Studienzeit profitieren Sie von vergleichsweise günstigen Beiträgen. Schließlich verlangen die Versicherer, dass Sie vor Vertragsabschluss eine Gesundheitsprüfung absolvieren. Je jünger Sie sind und je besser Ihr gesundheitlicher Zustand ist, desto geringer fällt der Beitrag aus.

Welche Studentenversicherung ist außerdem sinnvoll?

Nicht jeder Student kann sich ein eigenes Auto oder Motorrad leisten. Jeder, der es kann, braucht die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Versicherung. Diese ersetzt Personen- sowie Sachschäden, die Sie durch einen Verkehrsunfall verursachen. Vor Abschluss dieser Versicherung sollten Sie vor allem auf eine ausreichende Deckungssumme von 50 Millionen Euro und möglichst günstige Monatsbeiträge achten.

Nicht immer ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung möglich. Zum einen können für Studenten die Beiträge außerhalb der finanziellen Möglichkeiten liegen. Und zum anderen dürfen sich die Versicherer nach der Gesundheitsprüfung weigern, Ihnen einen Vertrag anzubieten.

In diesen Fällen kann eine private Unfallversicherung weiterhelfen. Sie ist deutlich günstiger als die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sollten Ihre Gesundheit durch einen Unfall derart geschädigt werden, dass Sie nicht mehr arbeiten können, erhalten Sie einmalig eine Zahlung aus der Versicherung.

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