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Wozu eine private Pflegeversicherung?

Seit 1995 gibt es die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland. Sie unterstützt gesetzlich wie privat Krankenversicherte finanziell, sobald diese auf Pflege angewiesen sind. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen jedoch nicht aus, um die Kosten einer häuslichen oder stationären Pflege zu decken.

Auch staatliche Förderungen wie der Pflege-Bahr sind leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Daher ist der Blick in die Zukunft umso wichtiger. Wie verhindern Sie, dass Sie im Alter auf den hohen Kosten für die Pflege sitzen bleiben? Wer kommt für Ihre Pflege auf, ohne dass Sie Ihre Angehörigen belasten müssen? Die Antworten liefert eine private Pflegezusatzversicherung.

Wie funktioniert die gesetzliche Pflegeversicherung?

In Deutschland zahlt jeder Erwerbstätige und Rentner monatlich in die gesetzliche Pflegeversicherung ein. Der Beitrag liegt derzeit bei 2,55 Prozent des Einkommens, bei Angestellten übernimmt der Arbeitgeber davon die Hälfte. Kinderlose Menschen zahlen zudem einen Zuschlag von derzeit 0,25 Prozent des Einkommens, an denen sich der Arbeitgeber nicht beteiligt.

Sachsen ist eine Ausnahme

Hier zahlen die Arbeitnehmer 1,775 Prozent des Einkommens in die Pflegeversicherung ein, die Arbeitgeber nur 0,775 Prozent. Der Grund dafür ist kurios. Zur Einführung der Pflegeversicherung waren die Bundesländer angehalten, einen Feiertag zu streichen, der stets auf einen Wochentag fällt. Alle Länder bis auf Sachsen entschieden sich für den Buß- und Bettag. Sachsen behielt den zusätzlichen Feiertag. Um die Arbeitgeber nicht stärker zu belasten, werden seither die Arbeitnehmer beim Beitrag für die Pflegeversicherung stärker zur Kasse gebeten.

Diese Einnahmen finanzieren die Geld- und Sachleistungen, die Ihnen zustehen, sollten Sie pflegebedürftig werden. Der Umfang der Zuwendungen ist genau festgelegt. Leistungen, die darüber hinausgehen, müssen Sie aus eigener Tasche bezahlen.

Was leistet die gesetzliche Pflegeversicherung?

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist Pflicht und eng mit der Krankenversicherung verwoben. Das heißt, gesetzlich Krankenversicherte sind ebenso bei ihrer Krankenkasse gesetzlich pflegeversichert. Wenn Sie eine private Krankenversicherung haben, läuft auch Ihre Pflegepflichtversicherung über den entsprechenden Anbieter.

Die Beiträge berechnen sich für Kassenpatienten und Privatversicherte zwar unterschiedlich, die Leistungen der Pflegeversicherung sind für beide Gruppen jedoch nahezu identisch.

Durch das zweite Pflegestärkungsgesetz 2017 wurden die Pflegestufen in Pflegegrade umgewandelt und die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung angepasst. Die nunmehr fünf Pflegegrade teilen die Patienten in den Grad ihrer Bedürftigkeit ein.

In Pflegegrad 1 finden sich Menschen mit leichten Beeinträchtigungen wieder, in Pflegegrad 5 schwerst beeinträchtigte Menschen mit hohen Pflegeanforderungen. Entsprechend reichen die Leistungen der Pflegeversicherung von 125 Euro (Pflegegrad 1) bis 2.005 Euro (Pflegegrad 5) monatlich.

Pflegegeld bei häuslicher Pflege Pflegesachleistungen bei ambulanter oder teilstationärer Pflege Pflegesachleistungen bei vollstationärer Pflege
Pflegegrad 1 - - 125€
Pflegegrad 2 316€ 689€ 770€
Pflegegrad 3 545€ 1.298€ 1.262€
Pflegegrad 4 728€ 1.612€ 1.775€
Pflegegrad 5 901€ 1.995€ 2.005€

Warum ist eine private Pflegeversicherung so wichtig?

Bis zu 2.000 Euro monatlich, das klingt zunächst nach einer Menge Geld. Doch die stationäre Pflege kostet bereits bei Pflegegrad 3 knapp 2.800 Euro im Monat. Die Leistungen der Pflegeversicherung decken in diesem Fall nicht einmal die Hälfte der Kosten.

Die Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen steigt in Deutschland weiter an. Das heißt, Sie können kaum mit besseren Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung rechnen. Zudem wird Pflege angesichts des Fachkräftemangels immer teurer. Um hohen finanziellen Belastungen im Alter zu entgehen, ist eine private Pflegeversicherung unerlässlich.

Welche privaten Pflegeversicherungen gibt es?

Günstige Tarife für eine private Pflegeversicherung gibt es schon ab 20 Euro im Monat. Für vergleichsweise wenig Geld reduzieren Sie Ihre finanzielle Belastung im Pflegefall deutlich. Sie können aus drei verschiedenen Formen der privaten Pflegeversicherung wählen.

  • Pflegekostenversicherung: Die Pflegekostenversicherung erstattet Kosten, die nicht durch die gesetzliche Pflegeversicherung übernommen werden. Wichtig ist hierbei, dass Sie einen Nachweis über die Kosten erbringen. Die Pflegekostenversicherung lohnt sich vor allem, wenn Sie lieber stationär anstatt daheim gepflegt werden wollen. Je nach Tarif ist eine teilweise oder gar vollständige Kostenerstattung möglich.

  • Pflegerentenversicherung: Die Pflegerentenversicherung verschafft Ihnen finanzielle Sicherheit im Pflegefall. Der monatliche Beitrag bemisst sich nach der gewünschten Höhe der Pflegerente, Ihrem Eintrittsalter sowie Ihrem Pflegerisiko. Tritt die Pflegebedürftigkeit ein, wird die Rente entweder als Einmalbetrag oder als lebenslange monatliche Zuwendung ausgezahlt. Wie hoch die Rente ausfällt, hängt von Ihrem Pflegegrad ab.

  • Pflegetagegeldversicherung: Die Pflegetagegeldversicherung ähnelt der Pflegerentenversicherung. Für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit erhalten Sie einen vereinbarten Betrag, der sich am Pflegegrad orientiert. Die Zahlungen sind nicht zweckgebunden. Anders als bei der Pflegerentenversicherung können Sie keine Einmalauszahlung vereinbaren oder zusätzliche Beträge ansparen. Dafür ist die Pflegetageversicherung meist günstiger.

Was ist Pflege-Bahr?

Der Staat betont, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung im Ernstfall nicht ausreichen und möchte Sie daher zu privater Vorsorge animieren. Dafür führte die Regierung im Zuge der Pflegereform das Förderprogramm Pflege-Bahr ein.

Der Pflege-Bahr ist eine Pflegetagegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung. Ihr Mindestbeitrag liegt bei zehn Euro im Monat. In diesem Fall gibt der Staat fünf Euro monatlich dazu. Kritiker bemängeln, dass der Pflege-Bahr nicht ausreicht, um die finanziellen Lücken der gesetzlichen Pflegeversicherung zu schließen. Eine private Pflegeversicherung ohne Förderung leistet deutlich mehr.

Was sind die Pflegestufen beziehungsweise Pflegegrade?

Im Zuge der Pflegereform 2017 wurden die zuvor drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Ziel war vor allem, Demenzkranken die gleichen Pflegeleistungen wie körperlich Beeinträchtigten zuzusichern.

Wer Pflegeleistungen benötigt, muss diese bei der Pflegekasse beantragen. Diese sind unter dem Dach der Krankenkassen organisiert. Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung überprüfen Ihren Antrag.

Sie füllen einen Fragebogen aus, wodurch Ihre noch vorhandene Selbstständigkeit und der tägliche Pflegebedarf überprüft werden. Anhand eines Punktesystems werden Sie in den entsprechenden Pflegegrad eingeteilt.

Ehemalige Pflegestufe Punkte Grad der Beeinträchtigung
Pflegegrad 1 - 12,5 bis 27 Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, körperlich und geistig recht beweglich
Pflegegrad 2 Pflegestufe 0, Pflegestufe 1 27 bis 47,5 Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, körperlich und geistig noch beweglich
Pflegegrad 3 Pflegestufe 1 + eingeschränkte Alltagskompetenz, Pflegestufe 2 47,5 bis 70 Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, körperlich und geistig kaum noch beweglich
Pflegegrad 4 Pflegestufe 2 + eingeschränkte Alltagskompetenz, Pflegestufe 3 70 bis 90 Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, körperlich und geistig nicht mehr beweglich
Pflegegrad 5 Pflegestufe 3 + eingeschränkte Alltagskompetenz, Härtefall 90 bis 100 Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen für die pflegerische Versorgung, körperlich und geistig nicht mehr beweglich

Schon bei Pflegegrad 3 beträgt der zeitliche Aufwand für die Grundpflege bis zu 4,5 Stunden täglich. Bedürftige brauchen Unterstützung beim Waschen, Kleiden, Essen und den Toilettengängen. Für Familienangehörige ist das kaum zu leisten.

Die Kosten für ein Pflegeheim jedoch werden durch die gesetzliche Pflegeversicherung nicht einmal zur Hälfte gedeckt. Umso wichtiger, dass Sie die Angebote privater Pflegeversicherungen vergleichen und rechtzeitig für den Pflegefall vorsorgen.

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