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  • Finanzielles Polster aufbauen für den Lebensabend
  • Familie und Partner im Todesfall schützen
  • Hohe Anlagesicherheit

Lebensversicherung - Renditechance oder Auslaufmodell?

Rendite-Tipps vom Finanztest Magazin

Die Lebensversicherung genießt nicht mehr den besten Ruf. Doch noch immer kommen knapp 90 Millionen Lebensversicherungen auf nur 80 Millionen Bundesbürger, also mehr als eine Versicherung pro Person.

Dabei ist Lebensversicherung nicht gleich Lebensversicherung. Zwischen den kapitalbildenden Lebensversicherungen und Risikolebensversicherungen gibt es einige Unterschiede. Welche Form sich für Sie eignet, hängt von Ihren Zielen und Wünschen ab.



Welche Formen der Lebensversicherung gibt es?

Auf der Suche nach der passenden Lebensversicherung haben Sie die Wahl aus drei verschiedenen Arten: Der Kapitallebensversicherung und der fondsgebundenen Lebensversicherung, die zu den kapitalbildenden Lebensversicherungen zählen, sowie der Risikolebensversicherung. Die drei Formen verfolgen dabei unterschiedliche Absicherungs- und Sparziele.

Kapitallebens­versicherung Fondsgebundene Lebensversicherung Risikolebens­versicherung
Wie funktioniert sie? Sie zahlen einen monatlichen Beitrag. Ein Teil davon wird als Schutz für Hinterbliebene genutzt. Den anderen Teil legt die Versicherung an den Kapitalmärkten an. Nach Ablauf des Vertrages erhalten Sie Ihre Beiträge mitsamt den erzielten Zinserträgen zurück. Ein Zinssatz von derzeit maximal 0,9 Prozent pro Jahr wird Ihnen garantiert. Sie zahlen einen monatlichen Beitrag. Ein Teil davon wird als Schutz für Hinterbliebene genutzt. Den anderen Teil legt die Versicherung in Investmentfonds an. Anders als bei der Kapitallebensversicherung wird kein Zinssatz garantiert, dafür haben Sie die Chance auf höhere Erträge. Sie zahlen einen monatlichen Beitrag. Im Fall Ihres Todes wird Ihren Hinterbliebenen eine vereinbarte Summe, meist 100.000 Euro oder mehr, ausbezahlt. Eine Auszahlung erfolgt nur im Todesfall, Sie sparen kein Kapital an.
Für wen eignet sie sich? Die Kapitallebensversicherung eignet sich für jeden, der nach einer Kombination aus solider Altersvorsorge und finanziellem Schutz für Hinterbliebene im Todesfall sucht. Die fondsgebundene Lebensversicherung eignet sich für jeden, der auf eine höhere Rendite Wert legt. Die Risikolebensversicherung eignet sich für jeden, der seine Hinterbliebenen im Todesfall finanziell absichern möchte.

Kapitallebens­versicherung
Wie funktioniert sie? Sie zahlen einen monatlichen Beitrag. Ein Teil davon wird als Schutz für Hinterbliebene genutzt. Den anderen Teil legt die Versicherung an den Kapitalmärkten an. Nach Ablauf des Vertrages erhalten Sie Ihre Beiträge mitsamt den erzielten Zinserträgen zurück. Ein Zinssatz von derzeit maximal 0,9 Prozent pro Jahr wird Ihnen garantiert.
Für wen eignet sie sich? Die Kapitallebensversicherung eignet sich für jeden, der nach einer Kombination aus solider Altersvorsorge und finanziellem Schutz für Hinterbliebene im Todesfall sucht.
Fondsgebundene Lebensversicherung
Wie funktioniert sie? Sie zahlen einen monatlichen Beitrag. Ein Teil davon wird als Schutz für Hinterbliebene genutzt. Den anderen Teil legt die Versicherung in Investmentfonds an. Anders als bei der Kapitallebensversicherung wird kein Zinssatz garantiert, dafür haben Sie die Chance auf höhere Erträge.
Für wen eignet sie sich? Die fondsgebundene Lebensversicherung eignet sich für jeden, der auf eine höhere Rendite Wert legt.
Risikolebens­versicherung
Wie funktioniert sie? Sie zahlen einen monatlichen Beitrag. Im Fall Ihres Todes wird Ihren Hinterbliebenen eine vereinbarte Summe, meist 100.000 Euro oder mehr, ausbezahlt. Eine Auszahlung erfolgt nur im Todesfall, Sie sparen kein Kapital an.
Für wen eignet sie sich? Die Risikolebensversicherung eignet sich für jeden, der seine Hinterbliebenen im Todesfall finanziell absichern möchte.

Kann eine Lebensversicherung von der Steuer abgesetzt werden?

Die Beiträge zu allen Formen der Lebensversicherung können Sie prinzipiell bei der Steuererklärung geltend machen. Sie zählen wie die Kranken- und Pflegeversicherung zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Die Kapitallebensversicherung und die fondsgebundene Versicherung müssen jedoch vor dem 01. Januar 2005 abgeschlossen worden sein, um sie von der Steuer abzusetzen.

Bei Risikolebensversicherungen funktioniert das hingegen auch bei jüngeren Verträgen. Für alle Formen gilt eine Höchstgrenze, die steuerlich absetzbar ist. Für Angestellte liegt diese bei aktuell 1.900 Euro pro Jahr, für Selbstständige bei 2.800 Euro. Dieser Höchstbetrag darf zuvor nicht durch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft sein.

Lohnt sich der Abschluss einer Lebensversicherung noch?

Der große Nutzen einer Lebensversicherung liegt im finanziellen Schutz Ihrer Angehörigen. Sollten Sie sterben, erhalten Ihre Hinterbliebenen die vereinbarte Versicherungssumme. Gerade für Verheiratete und Familien lohnt sich diese Versicherung.

Da sich die Risikolebensversicherung auf die Absicherung im Todesfall beschränkt, sind die Beiträge zumeist sehr günstig. Für eine Kapitallebensversicherung oder eine fondsgebundene Versicherung müssen Sie deutlich mehr zahlen, da ein Teil des Beitrages als Kapitalanlage verwendet wird.

Hier setzt das Hauptargument der Kritiker an. Die Versicherungen erzielen in Zeiten niedriger Zinsen zu geringe Erträge, als dass sie sich als reine Sparanlage lohnen. Dies gilt erst recht, wenn die teils hohen Kosten für Vertragsabschluss und -verwaltung einberechnet werden. Fondsgebundene Versicherungen holen zwar etwas mehr Rendite heraus als Kapitallebensversicherungen, sind aber deutlich teurer in der Verwaltung.

Für den Vermögensaufbau eignet sich die Lebensversicherung daher nur noch bedingt. In Kombination mit dem finanziellen Schutz im Todesfall bleibt sie für Familien oder auch Geschäftspartner jedoch interessant.

Ein Vergleich der Anbieter ist dabei sehr wichtig, um passende Angebote zu finden. Gerade in der Höhe der Zinsen, Abschlussgebühren und Verwaltungskosten gibt es enorme Unterschiede. Gerne sind wir Ihnen auf der Suche nach einer günstigen und leistungsstarken Versicherung behilflich.

Welche Alternativen zur Kündigung der Lebensversicherung gibt es?

Da die Lebensversicherungen nicht mehr die erhofften Erträge erzielen, denken viele Versicherte über eine Kündigung ihres bestehenden Vertrags nach. Im Falle der Kündigung erhalten Sie den aktuellen Rückkaufwert. Doch gerade in den ersten Jahren fällt dieser niedriger aus als die eingezahlten Beiträge, da die Versicherungen zunächst ihren Verwaltungsaufwand abdecken.

Auch ältere Verträge sollten Sie aufgrund des höheren Garantiezinses von bis zu vier Prozent pro Jahr nicht kündigen. Sinnvoller sind folgende Alternativen:

  • Lebensversicherung beitragsfrei stellen: Sie können bei Ihrem Versicherer beantragen, Ihre Lebensversicherung vorübergehend oder bis Vertragsende beitragsfrei zu stellen. Das angesparte Guthaben bleibt bestehen und wird weiter verzinst. Allerdings fallen auch weiterhin Verwaltungskosten an, außerdem wird das Aussetzen der Beiträge meist nur über einen bestimmten Zeitraum gestattet.
  • Lebensversicherung verkaufen: Auf dem Markt tummeln sich spezialisierte Ankäufer von Policen. Ab einem bestimmten Rückkaufwert Ihrer Lebensversicherung können Sie diese an die Anbieter verkaufen. Der Erlös liegt meist drei bis fünf Prozent höher als bei der Kündigung der Versicherung. Viele Ankäufer zahlen jedoch nur für Kapitallebensversicherungen und nicht für fondsgebundene Lebensversicherungen.
  • Lebensversicherung beleihen: Über ein sogenanntes Policendarlehen können Sie Ihre Lebensversicherung beleihen lassen. Sie bekommen einen Kredit von bis zu 100 Prozent des aktuellen Rückkaufwertes. Diesen müssen Sie am Ende der Kreditlaufzeit samt der Kreditzinsen vollständig zurückzahlen. Anders als beim Verkauf bleibt die Versicherung in Ihrem Besitz. Ein Policendarlehen eignet sich bei kurzfristigen finanziellen Engpässen.

Welche Vorteile bietet eine englische Lebensversicherung?

Die englische Lebensversicherung gleicht in ihrer Funktion der hiesigen Kapitallebensversicherung. Da die britischen Versicherer bis zu 80 Prozent der Versicherungsbeiträge in Aktien investieren, sind die Renditechancen höher als bei deutschen Versicherungen. Hierzulande beschränkt der Gesetzgeber den Anteil, der in Wertpapiere angelegt werden darf, auf 35 Prozent.

Im Vergleich zu den Kapitallebensversicherungen geben die englischen Lebensversicherungen zwar keine Zinsgarantien. Dennoch ist der Wert Ihrer Geldanlage rechtlich garantiert. Zudem werden Sie an den Gewinnen der Unternehmen beteiligt.

Kann eine englische Lebensversicherung auch aus Deutschland beantragt werden?

Viele englische Versicherungen unterhalten Zweigstellen in Deutschland und anderen EU-Staaten. Zurzeit können Sie die Lebensversicherung auch direkt beim Anbieter in Großbritannien abschließen. Ein harter Brexit im März 2019 hingegen würde die Sache verkomplizieren. Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen zwischen dem Königreich und der EU sind genaue Prognosen jedoch schwierig.

Noch sind selbst die steuerlichen Regeln die gleichen wie bei einer deutschen Lebensversicherung. Bis auf die höheren Renditechancen unterscheidet sich die englische Lebensversicherung nicht von ihrem deutschen Pendant.

Anfrage vs. Vergleich

In der Renten- und Lebensversicherung kann eine Expertenanfrage gestellt werden. Die persönliche Angebotserstellung ist aufgrund des hohen Beratungsaufwandes notwendig.

Andere Versicherungen sind einfacher zu vergleichren und der Abschluss ist ohne Unterschrift im Internet möglich. Dazu zählt auch die Sterbegeldversicherung für die Sie bei uns einen umfassenden Versicherungsvergleich angezeigt bekommen.