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Diese Vorteile bietet Ihnen die Einführung des Gesundheitsfonds

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Was ist der Gesundheitsfonds?

Die Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 bedeutete für das Vergütungssystem der gesetzlichen Krankenkassen einen grundlegenden Einschnitt. Ziel des Gesundheitsfonds ist es, die Beiträge der Versicherten an die gesetzlichen Krankenkassen gerechter zu verteilen.

Wie finanzierten sich die Krankenkassen vor 2009?

Die neue Verteilung der Beitragsgelder über den Gesundheitsfonds trat am 1. Januar 2009 in Kraft. Zuvor erhob jede Krankenkasse einen individuellen Beitragssatz und finanzierte sich darüber selbst. Die Beiträge lagen zwischen 11,8 und 16,5 Prozent vom Einkommen der Kassenpatienten. Davon profitierten vor allem Krankenkassen, die neu am Markt waren.

Diese warben zumeist jüngere Mitglieder an. Da junge Menschen durchschnittlich seltener krank werden als ältere, haben die Krankenkassen niedrigere Kosten. Die "neuen" Krankenkassen konnten günstigere Beiträge ansetzen als Kassen, die länger am Markt agierten, und erzielten einen Wettbewerbsvorteil.

Wie funktioniert der Gesundheitsfonds?

2009 wurde die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung umgestaltet und mit dem Gesundheitsfonds auch der einheitliche Beitragssatz eingeführt. Seitdem legen die Kassen die Höhe ihrer Beiträge nicht mehr selbst fest.

Alle gesetzlich versicherten Kassenpatienten zahlen nun den gleichen Versicherungssatz, der nach der letzten Anpassung bei 14,6 Prozent des eigenen Einkommens liegt. Den Beitragssatz teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen.

Die Beiträge fließen nicht mehr direkt an die jeweilige Krankenkasse, sondern werden in den Gesundheitsfonds eingezahlt. Der Gesundheitsfonds ist also eine Art großer Geldtopf, aus dem das Bundesversicherungsamt die eingezahlten Gelder an die Krankenkassen verteilt (siehe Grafik).

Den zugeteilten Zahlungen liegt eine komplizierte Formel zugrunde, die unter anderem die Altersstruktur und Krankheiten der Krankenkassenmitglieder berücksichtigt. Diese Berechnung beinhaltet den sogenannten Risikostrukturausgleich, der zu große Unterschiede in der Mitgliederstruktur der Krankenkassen abfedert.

Die Kassen haben nur noch einen geringen Einfluss auf ihre Einnahmen und müssen mit den zugeteilten Geldern aus dem Gesundheitsfonds haushalten. Außerdem leistet die Bundesregierung aus Steuergeldern einen Zuschuss in Höhe von derzeit 14,5 Milliarden Euro jährlich. Reichen die finanziellen Mittel nicht aus, kann die Krankenkasse Verluste über einen Zusatzbeitrag ausgleichen.

Profitieren Kassenpatienten vom Gesundheitsfonds?

Kassenpatienten ziehen einige Vorteile aus der Einführung des Gesundheitsfonds. Durch die vereinheitlichten Beitragssätze sind die Krankenkassen besser miteinander vergleichbar. Schließlich unterscheiden sich die Beiträge der Kassen nur noch durch die Höhe des Zusatzbeitrages.

Wer eine günstige Krankenversicherung abschließen will, hat mit dem Zusatzbeitrag ein Werkzeug erhalten, die Krankenkassen transparent miteinander zu vergleichen. Erhöht eine Kasse den Zusatzbeitrag, haben die Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht.

Das Sonderkündigungsrecht erlaubt Kassenpatienten...

... zu einer anderen Krankenkasse zu wechseln. Das gilt auch für den Fall, dass sie zuvor weniger als 18 Monate bei der aktuellen Kasse Mitglied waren. Diese Frist gilt lediglich für ordentliche Kündigungen.

Das bietet den Kassen zudem einen Anreiz, intensiver für die Gesundheit und Zufriedenheit ihrer Mitglieder zu sorgen. Im Gesetzbuch SGB V sind viele Leistungen der Krankenkassen festgeschrieben. Kassenpatienten können durch die Vielzahl an vorgeschriebenen Leistungen zusätzliche Angebote und Programme besser erkennen.

Welche Vorteile bietet der Gesundheitsfonds den Krankenkassen?

Die Krankenkassen profitieren ebenfalls vom Gesundheitsfonds. Die Zahlungen aus dem Fonds bilden eine solide Grundlage für die Kassen. Sie können durch die zentrale Verteilung der Gelder besser mit ihren Einnahmen planen und haushalten.

Das belegen die Daten des Bundesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 2017. In diesem erzielten die gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von 3,1 Milliarden Euro und erhöhten ihre Rücklagen auf 19 Milliarden Euro.

Dennoch gibt es seitens der Krankenkassen auch Kritik am Gesundheitsfonds: Die Gelder seien ungerecht verteilt, manche Kassen bekämen mehr Geld als sie für die Versorgung ihrer Patienten benötigten.

Kritiker mahnen an, dass einige Krankenkassen versuchen, Einfluss auf ärztliche Diagnosen zu nehmen. Schließlich gibt es für 80 Krankheiten Zuschüsse aus dem Gesundheitsfonds. Die Behandlung von Depressionen oder Diabetes mellitus beispielsweise wird den Kassen besser vergütet als die Behandlung von Patienten mit Migräne oder Grippe.

Krankenkassen vergleichbarer

Die Einführung des Gesundheitsfonds hat die gesetzliche Krankenversicherung für Kassenpatienten transparenter gemacht. Denn die Unterschiede zwischen den gesetzlichen Kassen sind in puncto Zusatzbeiträge und Zusatzleistungen leichter vergleichbar.

Nutzen Sie gerne unseren Krankenkassenrechner. Mit diesem erhalten Sie einen Überblick über die einzelnen Krankenkassen sowie deren Beiträge und Leistungen.

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