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So sparen Sie bei den Krankenkassenbeiträgen

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Der Krankenkassenbeitrag - so setzt er sich zusammen

Allgemeiner Krankenkassenbeitrag, Zusatzbeitrag, Arbeitgeberanteil - die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung berechnen sich nach mehreren Faktoren. Der größte Unterschied ergibt sich daraus, ob Sie pflichtversichert oder freiwillig versichertes Mitglied einer Krankenkasse sind.

Während freiwillig versicherte Arbeitnehmer, also jene, die trotz eines hohen Gehalts nicht in die private Krankenversicherung wechseln, in den Genuss des Arbeitgeberanteils kommen, müssen alle anderen freiwillig Versicherten (zum Beispiel Selbstständige) diesen selber aufbringen.

Auch die Wahl der Krankenkasse hat einen Einfluss auf die konkret zu leistenden Zahlungen.

Wie setzt sich aktuell der Krankenkassenbeitrag zusammen?

Der tatsächlich zu zahlende Krankenkassenbeitrag beträgt bis zur Bemessungsgrenze von 53.100 Euro Jahreseinkommen aktuell (Stand: 2018) durchschnittlich 15,6 Prozent. Wer keinen Anspruch auf Krankengeld (beispielsweise Studenten) hat, zahlt den ermäßigten Krankenkassenbeitrag von durchschnittlich 15,0 Prozent. Sowohl der allgemeine als auch der ermäßigte Satz enthalten den von der jeweiligen Krankenkasse erhobenen Zusatzbeitrag, der 2018 durchschnittlich bei 1,0 Prozent liegt. Der Zusatzbeitrag muss derzeit von den Versicherten allein getragen werden.

Freiwillig Versicherte (Ausnahme: Arbeitnehmer mit hohen Bezügen) zahlen auch den allgemeinen Krankenkassenbeitrag von 14,6 Prozent (ermäßigt 14,0 Prozent) allein. Pflichtversicherte müssen dagegen nur die Hälfte davon allein aufbringen. Ihr Anteil plus Zusatzbeitrag wird automatisch von ihrem Gehalt oder ihrer Rente einbehalten. Die andere Hälfte des regulären Kassenbeitrags (ohne Zusatzbeitrag) zahlt der Arbeitgeber oder der gesetzliche Rentenversicherungsträger.

Sind Sie Künstler?

Künstler, die in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert sind, zahlen wie Pflichtversicherte den Zusatzbeitrag und in Höhe ihres geschätzten Arbeitseinkommens eine Hälfte des Beitragssatzes, die andere Hälfte zahlt der Bund an die Künstlersozialkasse. Die Künstlersozialkasse erhebt die Beiträge der Künstler und leitet die gesamte Summe an die Krankenkasse weiter. Auf die gleiche Weise werden die Künstler in der KSK renten- und pflegeversichert.

Wie hoch ist der Zusatzbeitrag?

Der Zusatzbeitrag zum allgemeinen Krankenkassenbeitrag darf von jeder gesetzlichen Krankenkasse individuell festgelegt werden. Er kann von Jahr zu Jahr schwanken. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2018 aller Krankenkassen in Deutschland beträgt 1,0 Prozent. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kassen sind groß. Die Spanne reicht aktuell von 0,0 Prozent (Metzinger BKK) bis 1,7 Prozent (Viactiv BKK; Securvita BKK, Merck BKK).

Wie können gesetzlich Krankenversicherte Geld sparen?

  • Da der von den Kassen erhobene Zusatzbeitrag einkommensabhängig berechnet wird, ergeben sich gerade für gesetzlich Versicherte mit hohem Verdienst erhebliche Mehrkosten. Prozentual betrachtet sind jedoch alle Arbeitnehmer gleichermaßen betroffen, ein Vergleich lohnt also. Der Wechsel in eine Kasse mit geringerem Zusatzbeitrag zahlt sich direkt aus.

  • Bei den Zuzahlungen, die über den Krankenkassenbeitrag hinaus von den gesetzlichen Versicherten zu zahlen sind, gelten Höchstgrenzen. Sammeln Sie Apothekenrechnungen und reichen Sie die Belege bei Ihrer Krankenkasse ein, wenn Sie in einem Kalenderjahr mehr als zwei Prozent des Brutto-Familieneinkommens für Medikamente oder Heilmittel als Eigenteil zahlen mussten. Dann werden Sie für den Rest des Jahres von der Zuzahlung befreit.

  • Gehen Sie regelmäßig zum Zahnarzt und lassen Sie ihre Besuche einmal pro Jahr im Bonusheft eintragen. Dann erhalten Sie bei Zahnersatz höhere Zuzahlungen von der Krankenkasse und verringern Ihren Eigenanteil. Viele Krankenkassen bieten Bonusprogramme oder Wahltarife an, mit denen sich vor allem junge und gesunde Versicherte einen Teil ihrer Beitragszahlungen erstatten lassen können oder deutlich höhere Leistungen erhalten.

  • Wenn Ihr Ehepartner oder eingetragener Lebenspartner weniger als 450 Euro im Monat verdient (Minijob), kann er bei Ihnen kostenlos mit familienversichert werden. Das gleiche gilt auch für Ihre Kinder.

Übersicht zu Krankenkassenbeiträgen 2018

Das sind die aktuellen Krankenkassenbeiträge der mitgliederstärksten Kassen in Deutschland:

Krankenkasse

Krankenkassenbeitrag

davon Zusatzbeitrag

Techniker Krankenkasse

15,5 %

0,9 %

BARMER

15,7 %

1,1 %

DAK Gesundheit

16,1 %

1,5 %

AOK Bayern

15,7 %

1,1 %

AOK Baden-Württemberg

15,6 %

1,0 %

IKK classic

15,8 %

1,2 %

AOK PLUS

15,2 %

0,6 %

Krankenkasse
Krankenkassenbeitrag (Zusatzbeitrag)

Techniker Krankenkasse

15,5 % (0,9 %)

BARMER

15,7 % (1,1 %)

DAK Gesundheit

16,1 % (1,5 %)

AOK Bayern

15,7 % (1,1 %)

AOK Baden-Württemberg

15,6 % (1,0 %)

IKK classic

15,8 % (1,2 %)

AOK PLUS

15,2 % (0,6 %)

Worauf sollten Interessenten neben der Beitragshöhe noch achten?

Deutlicher als die Beiträge unterscheiden sich die Leistungen der Krankenkassen. Die Mindestversorgung ist gesetzlich vorgeschrieben. Nach oben sind die Kassen jedoch relativ frei in der Gestaltung ihrer Angebote. So zahlen inzwischen einige Krankenkassen homöopathische Behandlungen bei den von ihnen zugelassenen Ärzten. Andere punkten mit Vorsorgeprogrammen, bieten kostenlos Vorträge oder übernehmen Kosten für Reiseschutzimpfungen. Damit nähern sich einige Kassen stark an Leistungen an, die bisher nur von privaten Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen übernommen wurden.

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