Schadenfreiheitsklassen-Einstufung

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Schadenfreiheitsklassen: Unfallfrei fahren lohnt sich

Wer unfallfrei fährt, spart bares Geld. Die Versicherung gewährt Ihnen für jedes schadensfreie Jahr einen Rabatt. Anders formuliert: Als Versicherter rutschen Sie in der Schadenfreiheitsklasse ("SF-Klasse") Jahr für Jahr einen Schritt weiter, wenn Sie keinen Unfall verursachen. Das heißt, dass Sie vom ursprünglichen Betrag für die Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung nur noch einen reduzierten Anteil zahlen müssen.

Für die Teilkaskoversicherung gilt diese Regelung nicht. Hier wird kein Schadenfreiheitsrabatt gewährt, da es sich im Versicherungsfall nicht um selbst verschuldete Unfälle handelt. Die Teilkasko greift bei sogenannten Elementarschäden, also bei äußerer Einwirkung wie etwa einem Unwetter.

Schadensfreiheitsklasse beim Wechsel mitnehmen

Auf die Berechnung der Haftpflicht- und Kaskoversicherung haben viele Faktoren Einfluss. Ihre persönliche Schadenfreiheitsklasse (zwischen SF-Klasse 0 und 35) zählt jedoch zu den wichtigsten. Fahren Sie über Jahrzehnte hinweg unfallfrei, zahlen Sie aufgrund des hohen Schadenfreiheitsrabatts nur noch einen Bruchteil (zum Beispiel nur noch 20 Prozent).

Auch ein Tarifwechsel ändert daran nichts, denn Ihre persönliche Schadenfreiheitsklasse nehmen Sie dabei einfach zum neuen Vertragspartner mit. Wenn Sie unseren Online-Tarifvergleich nutzen, bezieht dieser Ihren aktuellen Schadensfreiheitsrabatt auch gleich in die Beitragsberechnung mit ein.


Rabattschutz im Schadensfall

Viele Versicherungen bieten einen Rabattschutz an. Dieser führt zu einem leicht erhöhten Grundbeitrag, verhindert jedoch beim selbst verschuldeten Unfall die Einstufung in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse. Im Folgejahr des Schadens bleibt die SF-Klasse - je nach vertraglicher Vereinbarung - entweder unverändert oder es erfolgt sogar die planmäßige Höherstufung. Bei einem Versicherungswechsel verfällt diese individuelle Regelung mit dem Alt-Versicherer jedoch meist.

Welche Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) gibt es?

Bei den Beiträgen selbst kann es - auch bei identischer Leistung - erhebliche Unterschiede zwischen den Versicherungen geben. Das Prinzip der Berechnung ist allerdings immer gleich. Bleiben Sie unfallfrei, geht es fortan in der Schadenfreiheitsklasse Jahr für Jahr aufwärts. Bereits nach fünf Jahren zahlen Sie so weniger als die Hälfte des Einstiegsbetrages.


Optimieren Sie Ihre Zulassung

Lassen Sie Ihr Auto in der ersten Jahreshälfte zu. Die Einstufung in eine höhere Schadenfreiheitsklasse erfolgt dann bereits im Folgejahr. So sparen Sie dauerhaft Beiträge. Auch einer Rückdatierung des Vertrages stimmen viele Versicherer zu.

Übersicht zur Beitragsentwicklung (Richtwerte) in 5-Jahres-Schritten

Schadenfreiheitsklasse Unfallfreie Jahre Beitrag Haftpflicht in % Beitrag Vollkasko in %
SF M (Malusklasse) - 140 125 (bis 245)
SF 0 (Anfänger) - 100 95
SF S - 92 ?
SF ½ - 84 72
SF 1 1 74 60
SF 5 5 46 42
SF 10 10 37 34
SF 15 15 31 29
SF 20 20 28 26
SF 25 25 25 25
SF 30 30 23 23
SF 35 35 20 20
Schadenfreiheitsklasse
» Unfallfreie Jahre
Beitrag Haftpflicht / Vollkasko in %
SF M (Malusklasse)   »   - 140 / 125
SF 0 (Anfänger)        »   - 100 / 95
SF S     »     - 92 / ?
SF ½    »     - 84 / 72
SF 1     »     1 74 / 60
SF 5     »     5 46 / 42
SF 10   »   10 37 / 34
SF 15   »   15 31 / 29
SF 20   »   20 28 / 26
SF 25   »   25 25 / 25
SF 30   »   30 23 / 23
SF 35   »   35 20 / 20

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Welche Einstufung erhält der Zweitwagen?

Viele Versicherungen bieten für den Zweitwagen eine Sondereinstufung. Sie erhalten von Beginn an eine bessere Schadenfreiheitsklasse als SF 0 oder SF ½. Zum Teil wird ist es auch möglich, die SF-Klasse des Erstwagens zu übernehmen. Die Kopplung führt jedoch dazu, dass im Schadenfall beide Verträge höher gestuft werden.

Einstufung von Fahranfängern

Fahranfänger steigen in der SF-Klasse 0 (oder ½ bei mehr als drei Jahren Fahrpraxis) in die Versicherung ein und zahlen damit sehr hohe Beiträge. Verschulden Sie gleich zu Beginn einen Unfall, kann die Herabstufung in die SF Klasse M (aus SF 0) beziehungsweise S (aus SF ½) noch einmal zu höheren Beitragssätzen führen.

Sofern die Möglichkeit dazu besteht, sollten Fahranfänger ihr Fahrzeug als Zweitwagen der Eltern anmelden, um dann nach ein paar unfallfreien Jahren direkt mit einer günstigeren Schadensfreiheitsklasse einzusteigen.

Wie erfolgt die Rückstufung im Schadenfall?

Verursachen Sie einen Unfall, hat das Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt. Sie werden tiefer gestuft, zahlen also ab dem Folgejahr mehr. Auch ein Versicherungswechsel schützt hier leider nicht.

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