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Was ist eine Gewässerschaden­haftpflicht­versicherung?

Halten Hausbesitzer ihre vier Wände mit Heizöl warm, brauchen sie nicht nur einen Öltank, in dem der Brennstoff gelagert wird. Läuft die Flüssigkeit durch einen Defekt oder eine marode Stelle am Tank aus, kann dadurch ein erheblicher Schaden entstehen. Damit Öltankbesitzer nicht auf diesem sitzen bleiben, ist eine Gewässerschadenhaftpflicht sinnvoll. Die Versicherung schützt Sie umfassend vor den finanziellen Folgen eines Tanklecks.

Je nach Anbieter ist eine Gewässerschadenhaftpflicht im Vergleich zum weitreichenden Leistungsumfang sehr günstig. Einen 5.000 Liter Tank können Sie beispielsweise schon für rund 30 Euro im Jahr absichern.

Mit unserem Tarifvergleich stellen Sie eine Vielzahl von Anbietern einfach und unverbindlich gegenüber. So finden Sie schnell und bequem eine Gewässerschaden­haftpflicht­versicherung, die zu Ihren Wünschen passt.

Versicherungsumfang
Fassungsvermögen oberirdischer Behälter (auch Kellertanks) in Liter
Fassungsvermögen unterirdischer Behälter in Liter
 
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Leistungen einer Gewässerschaden­haftpflicht

Passiert beim Befüllen des Heizöltanks ein Malheur oder hat dieser ein Leck, summiert sich der daraus resultierende Schaden laut Zahlen der Versicherer auf durchschnittlich 4.500 Euro. Im Einzelfall kann es dementsprechend auch deutlich teurer werden. So musste sich das Oberlandesgericht Frankfurt am Main vor einiger Zeit mit einem Fall beschäftigen, in dem auslaufendes Heizöl einen Schaden in Höhe von rund 30.000 Euro verursacht hatte. Besonders dann, wenn das Öl Grundwasser verunreinigt, sind die finanziellen Folgen hoch.

Die Gewässerschadenhaftpflicht, die auch als Öltankversicherung bekannt ist, zahlt sowohl für Sach- als auch für Personenschäden, die Dritten entstehen. Da manche Anbieter Schäden an Ihrem Eigentum ausschließen, sollten Sie in den Versicherungsbedingungen darauf achten, dass Eigenschäden ebenfalls mitversichert sind.

Darüber hinaus prüft der Versicherer, ob gegen Sie gerichtete Haftungsansprüche gerechtfertigt sind. Ist dies nicht der Fall, wehrt die Versicherung die Forderungen ab. Der Schutz fungiert somit als passiver Rechtsschutz.

Je nach Tarif kommt die Gewässerschaden­haftpflicht­versicherung unter anderem für folgende Kosten auf:

  • bei Personenschäden: Behandlungskosten (auch für Aufenthalt im Krankenhaus), gegebenenfalls Schmerzensgeld

  • bei Vermögensschäden: Verdienstausfall

  • bei Sachschäden: Reparaturkosten, Wiederbeschaffungskosten

  • Rettungskosten (bezeichnet Aufwendungen zur Vermeidung weiterer Schäden): Kosten für die Entsorgung von verunreinigtem Erdreich

Wann Ihnen die Gewässerschadenhaftpflicht konkret unter die Armegreifen, zeigen diese drei Schadenbeispiele.

Undichte Leitung Durch Materialverschleiß leckt ein Rohr. Nach und nach läuft Öl im Kellerraum aus. Durch den Geruch werden die Besitzer nach einiger Zeit auf den Schaden aufmerksam. Um diesen zu beheben, schalten sie die Feuerwehr ein.
Kaputte TankanzeigeObwohl der Tank bereits voll betankt ist, läuft aufgrund einer defekten Anzeige weiter Heizöl. Mehrere Liter sickern wegen der Überfüllung ins Erdreich, ehe das Auslaufen bemerkt wird.
Altersschwacher TankJe nach Bundesland, Fassungsvermögen und Standort muss der Tank regelmäßig überprüft werden. Doch gerade wenn keine Kontrolle notwendig ist, kann beispielsweise Rost für undichte Stellen am Tank sorgen. Insbesondere bei unterirdischen Ölspeichern können diese lange unentdeckt bleiben und einen erheblichen Schaden verursachen.

Undichte Leitung

Durch Materialverschleiß leckt ein Rohr. Nach und nach läuft Öl im Kellerraum aus. Durch den Geruch werden die Besitzer nach einiger Zeit auf den Schaden aufmerksam. Um diesen zu beheben, schalten sie die Feuerwehr ein.
Kaputte Tankanzeige

Obwohl der Tank bereits voll betankt ist, läuft aufgrund einer defekten Anzeige weiter Heizöl. Mehrere Liter sickern wegen der Überfüllung ins Erdreich, ehe das Auslaufen bemerkt wird.
Altersschwacher Tank

Je nach Bundesland, Fassungsvermögen und Standort muss der Tank regelmäßig überprüft werden. Doch gerade wenn keine Kontrolle notwendig ist, kann beispielsweise Rost für undichte Stellen am Tank sorgen. Insbesondere bei unterirdischen Ölspeichern können diese lange unentdeckt bleiben und einen erheblichen Schaden verursachen.

Kosten einer Gewässerschaden­haftpflichtversicherung

Die Kosten für den wichtigen Versicherungsschutz der Gewässerschadenhaftpflicht richten sich im Wesentlichen nach drei Faktoren:

  • Fassungsvolumen

  • Versicherungssumme

  • Lage des Tanks (ober- oder unterirdisch

Laut Stiftung Warentest reicht eine Versicherungssumme von drei Millionen Euro in der Regel aus. Wünschen Sie sich eine bessere Absicherung, bieten einige Versicherer auch Absicherungen bis 20 Millionen Euro an.

Haben Sie einen oberirdischen Heizöltank, ist der Beitrag für die Gewässerschadenhaftpflicht im Vergleich zu einem unterirdischen Behälter meist niedriger. Dies liegt daran, dass beispielsweise ein Leck an einem Tank im Keller oder oberhalb des Erdreichs schneller auffällt. Der Schaden ist somit geringer als durch eine marode Stelle am unterirdischen Tank, aus der wochenlang unbemerkt Öl austreten kann.

Privathaftpflicht sichert auch Gewässerschäden ab

Haben Sie bereits eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen, können Sie sich den Jahresbeitrag für eine Gewässerschaden­haftpflicht­versicherung gegebenenfalls sparen. Oftmals sind Heizöltanks über die Privathaftpflicht mitversichert. Laut Stiftung Warentest gilt dies beispielsweise für die Tarife "XXL" von InterRisk, "Exclusiv" von Badische Allgemeine, "Rundum Sorglos" von HDI und "Premium" von Öffentliche Braunschweig.

Gewässerschadenhaftpflicht im Test: Wer überzeugt als Testsieger?

Obwohl die Gewässerschadenhaftpflicht zum unverzichtbaren Schutz zählt, wird sie nur selten von Testinstituten unter die Lupe genommen. Die Stiftung Warentest hat für die Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 9/2019) im Sommer 2019 verschiedene Anbieter der sogenannten Öltankversicherung überprüft. Insgesamt 23 Versicherer wurden für den Vergleich herangezogen.

Entscheidend war dabei die maximale Versicherungssumme, mit der Hausbesitzer abgesichert sind. Diese musste im Test bei mindestens drei Millionen Euro liegen. Zudem haben die Verbraucherschützer einen genauen Blick auf die Kosten der Gewässerschadenhaftpflicht geworfen. Dabei wurden die Beiträge für unterschiedliche Tankgrößen und Lagerungen (oberirdisch oder unterirdisch) verglichen.

Für einen oberirdischen Tank mit einem Fassungsvermögen von 3.000 Litern, der in einem Einfamilienhaus steht, sind diese vier Anbieter am günstigsten:

VersichererJahresbeitragVersicherungssumme
SV Sparkassen Versicherung23 Euro3 Millionen Euro
BGV Badische30 Euro6 Millionen Euro
Europa31 Euro5 Millionen Euro
Die Bayerische33 Euro20 Millionen Euro

Ist der Öltank unterirdisch gelagert, erhöhen sich die Kosten für die Gewässerschadenhaftpflicht. Das liegt daran, dass die Versicherer von einer höheren Schadenssumme ausgehen, weil das Öl im Ernstfall oftmals direkt in das Erdreich gelangt. Dennoch lassen sich auch unterirdische Öltanks bei einigen Versicherern für wenig Geld absichern:

  • SV Sparkassen Versicherung (Jahresbeitrag 31 Euro/Versicherungssumme 3 Millionen Euro)

  • Zurich (39 Euro/5 Millionen Euro)

  • Europa (43 Euro/5 Millionen Euro)

  • Die Bayerische (46 Euro/20 Millionen Euro)

Die Ergebnisse zeigen, dass die Kosten bei einigen Anbietern deutlich höher ausfallen als bei anderen. Bei einem Blick auf andere Versicherer im Test ergeben sich sogar noch deutlichere Preisunterschiede. So kostet die teuerste Gewässerschadenhaftpflicht für einen oberirdischen 3.000-Liter-Tank fast 120 Euro im Jahr. In Anbetracht dieser großen Differenz empfiehlt es sich für Hausbesitzer daher, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, um eine preiswerte Absicherung zu finden.

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