Haushaftpflichtversicherung

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  • Besonders wichtig für Vermieter
  • Versicherungsvergleich für Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht
  • Günstige Beiträge auch in der Gebäudeversicherung

Haushaftpflichtversicherung

Die Haushaftpflichtversicherung schützt Eigentümer vor den Forderungen Dritter, die auf dem Grundstück des Versicherten einen Schaden erleiden. Berechtigte Forderungen werden von der Versicherung bezahlt, unberechtigte notfalls vor Gericht zurückgewiesen.

Als Eigentümer eines Grundstücks haben sie per Gesetz eine Verkehrssicherungs- und Instandhaltungspflicht. Diese gilt innerhalb und außerhalb der Gebäude. Sie haften unbegrenzt für Sach- und Personenschäden, wenn sie diese fahrlässig verursachen. Und dies ist schnell passiert.

In der Praxis genügt also ein lockeres Treppengeländer, ein vereister Weg, ein liegengelassener Rechen oder eine schlechte Beleuchtung, welche zu einem Unfall führen können. Die Kosten gehen dabei schnell in die Millionen, gerade bei Personenschäden. Zu den Ausgaben für die Behandlung addieren sich hier oft noch das Schmerzensgeld und der Verdienstausfall des Geschädigten.

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Weitere Informationen zur Haushaftpflichtversicherung

Für wen lohnt sich der Abschluss einer Haushaftpflichtversicherung?

Die Haushaftpflichtversicherung, auch als Grundbesitzerhaftpflicht bezeichnet, reguliert die Schäden Dritter. Sie wird dem folgenden Personenkreis empfohlen:

  • Vermietern von Einfamilienhäusern
  • Eigentümergemeinschaften
  • Besitzern von Mehrfamilienhäusern
  • Besitzern unbebauter Grundstücke

Für Mieter ist diese Versicherung nicht notwendig, da hier die private Haftpflichtversicherung, die Hausratversicherung oder die Haushaftpflichtversicherung des Vermieters greift.

Welche Schäden sind mit der Haushaftpflicht versichert?

Die Abdeckung ergibt sich aus den Pflichten des Eigentümers, auf deren fahrlässige Vernachlässigung der entstandene Schaden zurückgeht. Das sind die:

  • Verkehrssicherungspflicht
  • Instandhaltungspflicht

Mit der Haushaftpflichtversicherung genießen Sie zugleich einen passiven Rechtsschutz. Werden Sie mit Schadenersatzansprüchen konfrontiert, übernimmt die Versicherung die Prüfung der Forderungen. Entstehen Kosten in diesem Zusammenhang, zum Beispiel für einen Sachverständigen oder durch ein Gerichtsverfahren, werden diese von der Haushaftpflichtversicherung getragen.


Die Verkehrssicherungspflicht

Der Vermieter / Besitzer ist verpflichtet, Gefahrenquellen auszuschließen, die potentiell zu einem Sach-, Personen oder Vermögensschaden bei Dritten führen könnten. Dritte können dabei sowohl Mieter und Besucher sein als auch Firmen oder private Helfer, die auf dem Grundstück tätig sind.

Für den Vermieter ergeben sich daraus konkrete Pflichten zur regelmäßigen Kontrolle und zur Beseitigung möglicher Gefahren. Typische Gefahrenquellen sind:

  • feuchtes Laub vor dem Haus, das nicht beseitigt wurde
  • Schnee, der nicht geräumt wurde
  • Eis, dass sich gebildet hat, weil nicht ausreichend gestreut wurde
  • mangelnde Beleuchtung im Treppenhaus oder Eingangsbereich

Als Vermieter können Sie Pflichten an den Mieter übertragen, zum Beispiel die regelmäßige Beseitigung von Schnee oder Laub. Sie bleiben aber unbeschränkt in der Haftung. Im Schadensfall springt die Haushaftpflichtversicherung ein.


Die Instandhaltungspflicht

Gebäude und Grundstück müssen frei von Mängeln sein. Treten Mängel auf, müssen diese umgehend beseitigt werden. Auch daraus resultiert für den Besitzer die Pflicht zu regelmäßigen Kontrollen. Typische Gefahrenquellen sind:

  • lose Gehwegplatten
  • herumliegende Gegenstände
  • Bäume mit Borkenkäferbefall
  • lose Dachziegel
  • Schneelawinen vom Dach

Welche Schäden müssen anderweitig abgesichert werden?

In der Haushaftpflichtversicherung sind keine Schäden versichert, die durch höhere Gewalt entstehen. Kommt es beispielsweise zu einem Hochwasserschaden, greift die Versicherung nicht. In diesem Fall würde nur eine Elementarversicherung einspringen. Ebenso nicht inkludiert sind Schäden durch äußere Einwirkungen wie Hitze.

Folgende Objekte / Schäden sind von der Haushaftpflichtversicherung ausgeschlossen:

  • gewerblich genutzte Immobilien
  • ausschließlich vom Vermieter genutzte Wohnungen oder Häuser
  • Sach- und Personenschäden von Angehörigen in der häuslichen Gemeinschaft
  • Grundstücke, die eine im Vertrag vorgegebene Maximalgröße überschreiten
  • Schäden aufgrund bekannter Mängel, die nicht beseitigt wurden
  • mutwillig herbeigeführte Schäden

Vermieten Sie Häuser oder Wohnungen an mehreren Standorten, müssen Sie (meist) separate Policen abschließen. Immer über eine Police abgedeckt sind Wohneinheiten innerhalb eines versicherten Gebäudes.

Kosten der Haushaftpflichtversicherung

Die Kosten richten sich vor allem nach:

  • der Versicherungshöhe (empfohlen drei Millionen Euro oder mehr) und der Laufzeit
  • dem Risiko resultierend aus Eigentumsart (alleinig oder gemeinschaftlich) und der Art des Grundstücks (bebaut oder unbebaut)
  • der Jahresbruttomiete und der Anzahl der vermieteten Wohneinheiten
  • den bereits regulierten Schäden in den vergangenen fünf Jahren

Gemäß Betriebskostenverordnung können die Kosten für eine Haushaftpflichtversicherung auf die Mieter umgelegt werden. Sie müssen in der Betriebskostenabrechnung separat ausgewiesen werden.

Fallbeispiel: Sie bewohnen die Immobilie als Besitzer selbst

Bewohnen Sie Ihr Eigentum selbst, werden Schäden von Ihrer privaten Haftpflichtversicherung getragen. Gibt es im Haus eine vermietete Einliegerwohnung, bedarf es bereits einer separaten Haushaftpflichtversicherung. Das gilt auch, wenn Sie eine Wohnung in einem von Ihnen vermieteten Mehrfamilienhaus selbst bewohnen.

Bei Eigentümergemeinschaften ist eine Haushaftpflichtversicherung ebenfalls sinnvoll. Innerhalb der von Ihnen bewohnten Räumlichkeiten greift die Privathaftpflichtversicherung, nicht jedoch auf den Gemeinschaftsflächen, also zum Beispiel im Treppenhaus. Auch Schäden in der Wohnung eines Verwalters wird über die Haushaftpflichtversicherung abgedeckt.


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