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Jetzt vorsorgen und Zuschüsse sichern mit der Riester-Rente

  • Staatliche Zuschüsse sichern
  • Weitere Zulagen für Versicherte mit Kindern
  • Schutz des Kapitals bei Insolvenz und Hartz IV

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Lohnt sich die Riester-Rente?

Seit 2002 gibt es die Riester-Rente. Mit aktuell über zehn Millionen bestehenden Verträgen ist sie überaus beliebt. Sie soll vor finanziellen Engpässen im Rentenalter schützen. Und dafür gibt der Staat einiges dazu.

So wird mit der Riester-Rente Arbeitnehmern und Beamten bei der Altersvorsorge geholfen. Gerade für Familien und Alleinerziehende lohnt sich diese Unterstützung. Sie erhalten für jedes Kind zusätzliche Zulagen. Doch nicht jedem steht der Zugang zu dieser staatlichen Förderung offen.

Wer darf riestern?

Die Förderung der Riester-Rente ist nur für bestimmte Personengruppen erhältlich. Zulagenberechtigt sind Arbeitnehmer, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, rentenversicherungspflichtige Selbstständige und Beamte.

Keinen Zugang zur Riester-Rente haben Personen, die nicht rentenversicherungspflichtig sind. Dies gilt für manche Selbstständige, Studenten und geringfügig Beschäftigte. Auch Pflichtversicherte in Einrichtungen der berufsständischen Versorgung wie Apotheker, Ärzte und Rechtsanwälte haben keinen Anspruch auf die Riester-Förderung.

Nicht zulagenberechtigt, aber dennoch riestern!?

Auch wenn Sie selbst nicht unmittelbar zulagenberechtigt sind, können Sie unter Umständen dennoch eine Riester-Rente beantragen. Das gilt für den Fall, wenn Ihr Ehepartner zulagenberechtigt ist. Dann können auch Sie einen eigenständigen Riester-Vertrag abschließen.

Wie funktioniert die Riester-Rente?

Wer einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, zahlt monatliche Beiträge ein. Sie müssen mindestens 60 Euro pro Jahr einzahlen, bei vier Prozent Ihres Bruttoeinkommens erhalten Sie die maximale Grundzulage von 175 Euro pro Jahr. Eltern bekommen für jedes kindergeldberechtigte Kind 185 Euro (vor 2008 geboren) oder 300 Euro (2008 oder später geboren) jährlich oben drauf.

Bis zu 2.100 Euro der Einzahlungen pro Jahr können von der Steuer abgesetzt werden. Übersteigt der Steuervorteil die Zulagen, wird die Differenz in der Steuererklärung angeben. Sie erhalten aus dem angesparten Kapital eine lebenslange Rente, die Ihren finanziellen Spielraum im Ruhestand erhöht. Die Einkünfte aus dem Riester-Vertrag müssen im Rentenalter jedoch versteuert werden.

Welche Formen der Riester-Rente gibt es?

Bei Abschluss einer Riester-Rente stehen verschiedene Formen zur Auswahl. Die Riester-Rentenversicherung, der Riester-Fondssparplan und der Riester-Banksparplan sind dabei die gebräuchlichsten.

Rentenversicherung Fondssparplan Banksparplan
Diese Form ist die meistverbreitete und funktioniert wie eine klassische Renten­versicherung. Die Versicherer garantieren eine Mindest­verzinsung und können den Kunden an Überschüssen beteiligen. Allerdings sind die Kosten für Vertrags­abschluss und Verwaltung recht hoch. Daher sollte ein Vertrag mit langer Laufzeit gewählt werden. Die eingezahlten Beiträge werden aktiv in Aktien und Fonds angelegt. Die Höhe der Rente ist daher nicht garantiert. Dafür sind die Rendite­chancen in dieser Riester-Form deutlich höher. Um die Chance auf eine lohnende Rendite zu erhöhen, sollte die Vertrags­laufzeit mindestens 20 Jahre betragen. Der Riester-Banksparplan ist die flexibelste Variante. Er verursacht vergleichsweise wenig Kosten, zudem ist ein Wechsel in andere Anlage­produkte einfach und verlustfrei möglich. Allerdings bieten nur noch wenige Banken Sparpläne an, da die Zinsen im Keller sind und sich das Geschäft kaum noch lohnt.

Welche Vorteile und Nachteile bietet die Riester-Rente?

Die staatlichen Zulagen machen die Riester-Rente zu einer lohnenden Alternative für die persönliche private Altersvorsorge. Bemängelt wird hingegen die geringe Flexibilität der Verträge. Diese müssen meist mindestens 15 Jahre laufen, um sich zu lohnen. Eine Kündigung ist oft nicht ohne Verluste möglich. Doch gibt es auch weitere Argumente, die für die Riester-Rente sprechen.

Vorteile der Riester-Rente

  • Stabilität: Ihnen wird eine lebenslange Rente garantiert. Diese wird nicht niedriger sein als vertraglich vereinbart. Renditen sind dagegen jederzeit möglich.

  • Staatliche Förderung: Der Staat tut einiges, um Sparern die Riester-Rente schmackhaft zu machen. Je nach Familienstand, Einkommen und Kinderanzahl trägt er pro 100 eingezahlte Euro oft 50 Euro und mehr dazu.

  • Schutz des Kapitals: Haben Sie die staatlichen Zulagen beantragt, ist das Kapital aus dem Riester-Vertrag bei Insolvenz und Pfändung geschützt.

  • Förderung für junge Sparer: Sparer unter 25 Jahren erhalten bei Vertragsabschluss einmalig eine um 200 Euro höhere Grundzulage, den sogenannten Berufseinsteigerbonus.

Nachteile der Riester-Rente

  • Kosten: Die Kosten für den Vertragsabschluss und die Verwaltung können gerade in den ersten Jahren den Vorteil der staatlichen Zulagen zunichtemachen.

  • Steuerpflichtige Rente: Die ausgezahlte Rente muss in voller Höhe versteuert werden. Da im Ruhestand der Steuersatz geringer als in der Ansparphase ist, profitieren Sparer dennoch.

  • Langlebigkeit: Die Versicherer rechnen mit einer hohen Lebenserwartung. Wer zu früh verstirbt, wird im Vergleich zu den eingezahlten Beiträgen keine lohnende Rente erhalten.

  • Begrenzt vererbbar: Das Guthaben kann im Todesfall nur auf den Riester-Vertrag des Ehepartners oder eines kindergeldberechtigten Kindes übertragen werden.

Für wen eignet sich die Riester-Rente?

Aufgrund der hohen Kinderzulage eignet sich die Riester-Rente vor allem für kinderreiche Familien und Alleinerziehende. Eine Familie mit drei Kindern, die nach 2008 geboren sind, hat zum Beispiel Anspruch auf über 1.000 Euro staatliche Förderung pro Jahr. Das gilt unabhängig vom Einkommen.

Doch auch Gutverdiener profitieren in besonderem Maße, da sie die staatliche Förderung voll ausschöpfen können. Wer den höchsten Steuersatz bezahlt, genießt mit einem Riester-Vertrag den größten Steuervorteil. Für Geringverdiener ohne Kinder lohnt sich die Riester-Rente durch das gute Verhältnis von eingezahltem Beitrag und staatlicher Zulage.

Wer ist Testsieger bei der Riester-Rente?

Riester-Verträge stehen regelmäßig unter Beachtung verschiedener Testinstitute. Und das mit höchst unterschiedlichen Ergebnissen. So zeigte sich die Stiftung Warentest in ihrem Test 2017 nur mäßig begeistert von den Anbietern.

Der Testsieger, der Tarif "RiesterRente Klassiker" der Allianz, erreichte lediglich das Urteil befriedigend. Gelobt wurden die Transparenz und Flexibilität des Vertrages, während der Anlageerfolg und die Kosten kritisch gesehen wurden. Auf den zweiten Platz kam die HanseMerkur ("Riester Care") ebenfalls mit dem Urteil befriedigend ins Ziel. Dieser Tarif zeigte sich unflexibler, konnte aber in puncto Rentenzusage und Kosten überzeugen.

Deutlich positiver fiel der Vergleich des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung aus dem Jahr 2017 aus. Dieses untersuchte 45 Tarife in Bereichen wie Rendite, Flexibilität und Service. Auch hier konnte sich die Allianz an die Spitze setzen und sich die Note 1,2 verdienen. Auch die R+V ("R+V-RiesterRente", Note 1,6), die Debeka ("Debeka Riester-Rente", Note 1,7) und die Hannoversche ("Riester-Rente", Note 1,7) schnitten gut ab.

Die unterschiedlichen Testergebnisse zeigen, dass jeder andere Ansprüche an einen guten Riester-Vertrag hat. Interessierte sollten sich daher vor allem an den eigenen Ansprüchen und Wünschen orientieren. Lassen Sie sich von unseren Versicherungsexperten Ihre individuellen Möglichkeiten der Förderung aufzeigen und unverbindliche Angebote maßschneidern.

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